Was eigentlich macht ein Unternehmen zu einem »agilen« Unternehmen? Von Seescheiden und Oktopussen – Tauchgang 3

Am 27. Juni 2017 war es soweit: Ich begab mich zusammen mit Teilnehmern unserer Veranstaltung »Transformation zum agilen Unternehmen« auf den dritten Tauchgang in die Untiefen der Unternehmensorganisation. Ziel war diesmal, die zentralen Unterschiede zwischen Seescheiden und Oktopussen, die ich bereits hier im IAO-Blog beschrieben habe, in der Praxis aufzuspüren. Ausgehend von der Überlegung, wie sie agieren, wollten wir Äquivalente für ein Seescheiden- bzw. Oktopus-Handeln in den Unternehmen identifizieren. Und vielleicht auch herausfinden, wie viel wovon benötigt wird.

Smarte Stadt, smarte Verwaltung – Hype oder Chance?

Ein neuer Trend ist da. In den letzten Jahren war es noch der Nachhaltigkeitshype, nun ist es die Digitalisierung und der Versuch alles zu »versmarten«. Städte wollen eine »smart city« werden und überbieten sich in ihren Digitalisierungsstrategien. Nachdem bereits in einigen europäischen Städten wie Santander, Dublin, Wien oder Eindhoven Sensoren zur Verbesserung der Dienstleistungen installiert wurden und es innovative Beispiele im Bereich Verwaltung gibt, ziehen nun die deutschen Städte nach.

Mitarbeitereinbindung in Industrie 4.0: Pessimisten erwünscht

Es könnte alles so schön sein: Das Geld ist da, das Projekt startet, die Ideen zur Umsetzung stehen fest und alle geben tosenden Beifall. Schön wär‘s… meistens sind jedoch Zweifel an der Lösung da, gerade innerhalb der großen Unbekannten »Industrie 4.0«. Das ist aber gar nicht schlimm! Denn jedes Projektmitglied, unwichtig, ob optimistisch oder pessimistisch eingestellt, kann zum Projekt beitragen.

Kompetenzmanagement in Unternehmen – Anspruch und Wirklichkeit

Viele Geschäftsleitungen wiederholen gebetsmühlenartig das Mantra wie wichtig Kompetenzen sind, um im Wettbewerb und gegenüber neuen – zumeist durch die Digitalisierung – entstehenden Herausforderungen zu bestehen. Gerne wüssten doch Entscheider und Geschäftsführer in Unternehmen, welche Kompetenzen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen tatsächlich vorhanden sind und welche Kompetenzen zukünftig benötigt werden. Man könnte schneller auf Veränderungen reagieren und die Unsicherheit bei der Beantwortung der Frage, ob neue Geschäftsmodelle überhaupt mit der bestehenden Belegschaft umzusetzen sind, wäre ein Relikt der Vergangenheit.

Der Mensch im Roboterauto

Stellen wir uns vor, wir sind in einem selbstfahrenden Auto der Zukunft unterwegs. Das Auto hat weder Lenkrad noch Gaspedal. Während uns das Fahrzeug selbstständig zu unserem gewünschten Ziel fährt, können wir die Freizeit im Auto nutzen, um zu schlafen, zu essen, zu lesen oder auch zu arbeiten. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO forscht Audi im Rahmen des Projekts »25. Stunde« nach den idealen Arbeitsbedingungen im selbstfahrenden Auto. Für das Laborexperiment in Stuttgart baute der Autohersteller eigens einen Simulator für vollautomatisiertes Fahren – mit variablem Innenraum und ohne Lenkrad. Kathrin Pollmann und Dr. Mathias Vukelic aus der Abteilung Human-Computer Interaction und Neuroarbeitswissenschaft haben das Experiment im Vehicle Interaction Lab am Fraunhofer IAO durchgeführt.

Die Sprache der »Agile Change Leader« und deren Wirkung im Transformationsprozess

Viele Führungskräfte sprechen im Kontext von Transformationsprojekten vom »Umgang mit Fehlern«, der »Bedeutung von Null-Fehler-Zielsetzung« oder von einer »Fehlerkultur«. Ein sehr geschätzter Kollege, vor dessen Arbeit ich höchsten Respekt habe, schreibt gar über die »Misstrauenskultur« und »es gibt Fehler, die dürfen nicht passieren« und »es gibt Fehler, die müssen passieren, weil wir sonst nicht innovativ genug sind.« Wir haben in längeren Sozialisierungsprozessen gelernt, oftmals das auszudrücken und zu betonen, was wir nicht wollen. Hier möchte ich einhaken und eine Mini-Intervention zur Reflektion auf der sprachlichen Ebene für Change Leader geben. Ich werfe meines Erachtens folgende erfolgskritische Frage auf:

Cybersicherheit: Technisch top – Menschlich flop – Teil 2: Der Technologieeinsatz

Digitale Disruption
Blogreihe »Digitale Disruption«: Technologien und Anwendungsfelder mit Disruptions­potenzial: »Das Bessere ist des Guten größter Feind« – frei nach diesem alten Sprichwort von Voltaire lädt das Fraunhofer IAO zu einer Blogreihe ein, in der unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler disruptive Trends und Technologien vorstellen und deren Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft aufzeigen. Diskutieren Sie mit!

Haben Sie einen funktionierenden IT-Sicherheitsprozess in Ihrer Organisation eingeführt, so führen Sie IT-Sicherheitstechnologien auf Grundlage eines systematisch erfassten Bedarfs ein. Die organisatorischen Konsequenzen der IT-Sicherheits­technologie­einführung sind jedoch für den Erfolg beziehungsweise Misserfolg einer IT-Sicherheitstechnologie entscheidend.

Cybersicherheit: Technisch top – Menschlich flop – Teil 1: Die Organisation

Digitale Disruption
Blogreihe »Digitale Disruption«: Technologien und Anwendungsfelder mit Disruptions­potenzial: »Das Bessere ist des Guten größter Feind« – frei nach diesem alten Sprichwort von Voltaire lädt das Fraunhofer IAO zu einer Blogreihe ein, in der unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler disruptive Trends und Technologien vorstellen und deren Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft aufzeigen. Diskutieren Sie mit!

Cybersecurity, also IT-Sicherheit ist einer der maßgeblichen Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt, wenn es an das Thema Digitalisierung geht. Jeder zweite Vortrag von Sicherheitstechnologieherstellern beschäftigt sich mit Problemen wie zunehmende Vernetzungskomplexität und den damit einhergehenden Herausforderungen. Zukünftig sprechen um Größenordnungen mehr Maschinen mit Menschen und Maschinen im Internet der Dinge. In der Konsequenz brauchen wir völlig neue IT-Sicherheitstechnologien.

Mitbestimmung 4.0 – Sozialpartnerschaft zwischen Selbstorganisation und alten Ritualen

Letzte Woche wurde im Bundeskanzleramt das acatech-Arbeitspapier zur Arbeit in der digitalen Transformation präsentiert. Ein Teilthema, an dem ich mitarbeiten konnte, umfasst die Frage, wie die betriebliche Mitbestimmung in der digitalen Transformation aussehen sollte. Denn es ist offensichtlich, dass angesichts der Verflüssigung organisatorischer Strukturen (Stichwort Agilität), der zunehmenden Selbst- bzw. Teamorganisation (z. B. in vernetzten Produktionssystemen), der steigenden Innovationsdynamik sowie der veränderten Belastungsformen der Mitarbeiter ein prüfender Blick auf eine der wesentlichsten Errungenschaften unserer sozialen Marktwirtschaft lohnenswert ist. Auf der Basis des acatech IMPULS »Die digitale Transformation gestalten – Was Personalvorstände zur Zukunft der Arbeit sagen« aus dem Herbst 2016 hat sich die Arbeitsgruppe aus HR-Praktikern, Betriebsräten und Arbeitswissenschaftlern verschiedene Themen herausgegriffen. Welche Fragen und Forderungen waren meines Erachtens besonders wichtig?

Summer in the City: Wie Städte mit dem Klimawandel umgehen können

Es ist wieder soweit: Sommer in Stuttgart. Tagelange Höchsttemperaturen von über 30 Grad, stehende Luft, drückende Feuchtigkeit, unangenehme Gerüche im öffentlichen Nahverkehr und keine Gelegenheit, mal eben im naheliegenden See Kopf und Körper abzukühlen. Auch die vom Wetterbericht angekündigten Gewitter bringen nur selten die vom braun gebrannten Gras so dringend benötigten Niederschläge und in den teils tropischen Nächten bleibt eine echte Abkühlung oftmals aus. Inzwischen ist sogar das Grillen vielerorts wegen Brandgefahr untersagt. Der Sommer in Stuttgart ist in einer Dachgeschosswohnung, in unklimatisierten Büros oder für (ältere) Menschen mit Kreislaufproblemen wirklich kein Zuckerschlecken!