Mensch und Arbeitswelt

Die Sprache der »Agile Change Leader« und deren Wirkung im Transformationsprozess

Viele Führungskräfte sprechen im Kontext von Transformationsprojekten vom »Umgang mit Fehlern«, der »Bedeutung von Null-Fehler-Zielsetzung« oder von einer »Fehlerkultur«. Ein sehr geschätzter Kollege, vor dessen Arbeit ich höchsten Respekt habe, schreibt gar über die »Misstrauenskultur« und »es gibt Fehler, die dürfen nicht passieren« und »es gibt Fehler, die müssen passieren, weil wir sonst nicht innovativ genug sind.« Wir haben in längeren Sozialisierungsprozessen gelernt, oftmals das auszudrücken und zu betonen, was wir nicht wollen. Hier möchte ich einhaken und eine Mini-Intervention zur Reflektion auf der sprachlichen Ebene für Change Leader geben. Ich werfe meines Erachtens folgende erfolgskritische Frage auf:

Mitbestimmung 4.0 – Sozialpartnerschaft zwischen Selbstorganisation und alten Ritualen

Letzte Woche wurde im Bundeskanzleramt das acatech-Arbeitspapier zur Arbeit in der digitalen Transformation präsentiert. Ein Teilthema, an dem ich mitarbeiten konnte, umfasst die Frage, wie die betriebliche Mitbestimmung in der digitalen Transformation aussehen sollte. Denn es ist offensichtlich, dass angesichts der Verflüssigung organisatorischer Strukturen (Stichwort Agilität), der zunehmenden Selbst- bzw. Teamorganisation (z. B. in vernetzten Produktionssystemen), der steigenden Innovationsdynamik sowie der veränderten Belastungsformen der Mitarbeiter ein prüfender Blick auf eine der wesentlichsten Errungenschaften unserer sozialen Marktwirtschaft lohnenswert ist. Auf der Basis des acatech IMPULS »Die digitale Transformation gestalten – Was Personalvorstände zur Zukunft der Arbeit sagen« aus dem Herbst 2016 hat sich die Arbeitsgruppe aus HR-Praktikern, Betriebsräten und Arbeitswissenschaftlern verschiedene Themen herausgegriffen. Welche Fragen und Forderungen waren meines Erachtens besonders wichtig?

Auftaktbeitrag Blogreihe »Digitale Disruption«: Modebegriff, echte Herausforderung oder gar richtige Chance?

Digitale Disruption
Blogreihe »Digitale Disruption«: Technologien und Anwendungsfelder mit Disruptions­potenzial: »Das Bessere ist des Guten größter Feind« – frei nach diesem alten Sprichwort von Voltaire lädt das Fraunhofer IAO zu einer Blogreihe ein, in der unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler disruptive Trends und Technologien vorstellen und deren Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft aufzeigen. Diskutieren Sie mit!


Der Begriff »Disruption« wird momentan geradezu inflationär verwendet: ob in Vorträgen, Presseartikeln, von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik: Kein Vortrag über die Zukunft, kein Artikel, in dem nicht von Disruption die Rede ist. Aber was bedeutet Disruption im eigentlichen Wortsinn? Nach Duden meint es einfach »zerrüttend«, »zerreißend«, »durchschlagend«. Mit anderen Worten: grundsätzliches Anderssein des Nachherigen. Eingeführt hat den Begriff vor 20 Jahren der Harvard-Professor Clayton Christensen: in seinem Buch »The Innovator’s Dilemma« schrieb er über »disruptive Technologien«. Etablierte, erfolgreiche Unternehmen scheitern, so seine These, wenn sie von umstürzenden Innovationen attackiert werden. »Schöpferische Zerstörung« nannte das schon ein halbes Jahrhundert zuvor der österreichische Harvard-Ökonom Joseph Schumpeter.

Produktentwicklung in Zeiten der Digitalisierung: 3 Prinzipien, die Sie beachten müssen

Das große Wort mit »D« ist in aller Munde. Kunden schreien danach und Zulieferer wehren sich. Bedeutet Digitalisierung »nur« die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln oder ist es ein Wandel, dem wir uns fügen müssen? Unabhängig davon, ob Sie mit Digitalisierung Ihre eigenen Abläufe verbessern (möchten) oder die Prozesstechnologien dazu liefern (müssen), spüren Sie in Ihrer Entwicklungsabteilung den Druck der steigenden Individualisierung und der kürzeren Durchlaufzeiten. Wo und wie soll man sich aber in diesen Wandel einreihen, um nichts zu verpassen?

Wenn Roboter Ihren Arbeitsplatz retten

»Hilfe, die Roboter kommen!« – so betitelten zahlreiche Medien den weltweiten Einzug der Roboter in die Fabrikhallen der Produktionsunternehmen. Roboter seien wirtschaftlicher und leistungsstärker als Menschen und es sei nur eine Frage der Zeit, bis die meisten Tätigkeiten in Montage und Fertigung von den »Blechkameraden« übernommen werden. Doch ist dieses Horrorszenario realistisch? Ist die Robotik nicht im Gegenteil eine große Chance für unsere Arbeitswelt? Was muss passieren, damit Roboter menschliche Arbeitsplätze nicht ersetzen, sondern retten? Zeit für ein Gegenszenario!

Was eigentlich macht ein Unternehmen zu einem »agilen« Unternehmen? Von Seescheiden und Oktopussen – Tauchgang 2

Kopffüßer – erfindungsreich wendig

Ich wage einen zweiten Tauchgang in die Meere, auf der Suche nach Bewohnern, die mehr Agilität zeigen als eine adulte Seescheide – und entdecke bei genauer Betrachtung der Meereswelt mehrere Kopffüßer. Diese meist einsam umherziehenden Tiere kommen in ca. 750 Arten vor und bewohnen unsere Meere seit über 500 Millionen Jahren. Bekannte Unterarten sind Oktopusse, Zehnfüßer, Tintenschnecken, Kraken, Kalmare, Perlboote.

Was eigentlich macht ein Unternehmen zu einem »agilen« Unternehmen? Von Seescheiden und Oktopussen – Tauchgang 1

»Agil« ist das neue Schlagwort in der Managementliteratur. Und wer von »agilem Management«, »agiler Transformation«, »agiler Kultur« oder »agilen Strukturen« liest, kann nicht anders, als 1. klare begriffliche Fehlanwendung festzustellen und infolgedessen 2. mit dem Schlagwort eine neue Managementmode zu verbinden: Wer bitte braucht ein »wandlungsfähiges« Management? Schade eigentlich, denn tatsächlich ist die Kernidee des agilen Projektmanagements übertragbar auf zahlreiche andere Anwendungsgebiete mit vergleichbaren Herausforderungen. Da stellt sich die Frage: Was eigentlich verbirgt sich wirklich hinter dem Schlagwort »Agilität«? Um dies zu ergründen, verlasse ich vorübergehend die Welt der Unternehmen und begebe mich auf einen Tauchgang ins Meer.

Gesunde VUCA-Welt: Warum Prävention in einer volatilen Arbeitswelt an Bedeutung gewinnt

Unlängst nahm ich an einem professionellen Medientraining teil. Drei Regeln blieben mir in Erinnerung, die einen erfolgreichen Medienauftritt ausmachen. Erstens: Sei selbstgewahr und authentisch. Zweitens: Formuliere klare Botschaften. Drittes: Wechsle die Perspektive und gehe auf dein Gegenüber ein. Am Ende des Trainings kam die Frage auf, ob diese Erfolgsregeln nur vor der Kamera gelten – oder ob sie auch anderweitigen Nutzen in unserer Arbeitswelt stiften können?

Praxisbeispiel Unternehmensagilität: Wie man Start-up-Kultur und Stabilität vereint

Die Digitalisierung schafft vor allem für technologiebasierte Geschäftsmodelle ein neues Dilemma: Einerseits sollen Mitarbeiter, Teams und die Organisation als Ganzes so schnell und flexibel reagieren können wie Start-ups, anderseits bleibt jedoch der Anspruch der Kunden nach Stabilität und Berechenbarkeit eines klassischen Unternehmens. »Agilität«, also die flexible Selbstorganisation innerhalb von Unternehmensstrukturen, ist zur Zauberformel für die Lösung dieses Dilemmas geworden – unklar bleibt, wie der Weg in die neue Agilität aussieht.

Viele Tools, wenig Nutzer: woran IT-Collaboration (noch) scheitert

Digitalisierung ist das Wort, das so manchem Vorstand den Angstschweiß auf die Stirn und vielen Beratern die Dollarzeichen in die Augen treibt. Dinge werden von nun an Daten produzieren und diese an Netzwerke verteilen. Mit Big Data können dann aus diesen Daten Informationen werden, die konkrete Aktionen auslösen oder menschliche Entscheidungen von der operativen bis hin zur strategischen Ebene beeinflussen.