Technologiemanagement

Morgenstadt: ein Netzwerk gestaltet die urbane Zukunft

Das Innovationsnetzwerk »Morgenstadt: City Insights« zeigte auf der Hannover Messe: Unternehmen müssen anders lernen, um die Herausforderungen auf dem Weg zu nachhaltigen Stadtsystemen zu meistern.

Wer nachdenkt, entwickelt nachhaltig
Nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und Konzepte sind nicht nur Begriffe aus Hochglanzbroschüren. Für Unternehmen sind sie außerordentliche Chance und Herausforderung zugleich. Für die Städte der Zukunft müssen viele Grundlagen des städtischen Lebens neu gedacht werden, denn die Produkte und Leistungen der Vergangenheit können urbane Probleme wie die Co2-neutrale Energieversorgung, die Folgen des demografischen Wandels oder die Umstellung auf elektromobilen Verkehr nicht mehr bewältigen.

Ein Ausflug in die Morgenstadt

Alle reden von der Morgenstadt: Technologien für urbane Ballungsräume sind das Zukunftsthema Nummer eins – auch auf der Hannover Messe.

Aber wie könnte diese Zukunft konkret aussehen? Wie werden wir leben, arbeiten und uns fortbewegen? Wie kann es uns gelingen, dass sich die Technik an den Menschen anpasst und nicht der Mensch an die Technik? Unser Film nimmt Sie mit auf einen kleinen Ausflug in die Morgenstadt und lässt dabei Raum für Ihre Ideen und Anregungen. Wie sieht Ihre Vision einer lebenswerten Zukunftsstadt aus?

Hannover calling

Wenn Technologien zum Event werden heißt das in Deutschland »Hannover Messe«. Die internationale Leistungsschau startet nächste Woche mit 5000 Ausstellern aus 69 Ländern auf 172.000 Quadratmetern Standfläche. Alleine das Partnerland China – ebenfalls bekannt für einen Hang zu Superlativen – ist mit 460 Ausstellern und damit der größten bisherigen Industriepräsenz Chinas im Ausland vertreten.

Morgenstadt – City Insights: Ein Fraunhofer Innovationsnetzwerk erforscht Stadtsysteme von Morgen

Kennen Sie das »boiled frog syndrome«? Ein Frosch, den man in kochendes Wasser setzt, springt sofort wieder raus. Setzt man ihn aber in kaltes Wasser und erhitzt es dann langsam, bleibt er brav sitzen, bis er verkocht ist. Ähnlich verhält es sich mit zukünftigen Märkten: Schaffen wir es nicht, das neue Paradigma der wichtigsten Zukunftsmärkte zu erkennen und mitzugestalten, sind unsere derzeitigen Produkte und Technologien bald »verkocht«.

Deutschland 2050: Willkommen in der Elektromobilen Stadt

Wir schreiben das Jahr 2012 – die elektromobile Wirklichkeit ist zu großen Teilen noch auf Pilotversuche und Flottentests beschränkt, und unsere Städte entsprechen noch weitgehend den traditionell Strukturen. Die »Elektromobile Stadt« ist heute noch ein faszinierendes Zukunftsszenario – doch diese Zukunft hat bereits begonnen. Im »Land der Ideen« und der automobilen Vordenker arbeiten heute bereits tausende Fachleute an der Stadt der Zukunft, in der Elektromobilität und eine neue, informations- und mobilitätsbasierte Kultur das Leben ihrer Bewohner bestimmen. Wie wird diese Vision Wirklichkeit? Wo steht die deutsche Forschung und Wirtschaft heute und was sind die Schritte auf dem Weg der Veränderung? Für ein Land, das seinen Wohlstand zu großen Teilen seiner Fähigkeit zur Innovation, seiner Hochtechnologie und nicht zuletzt seiner Autoindustrie verdankt, sind diese Fragen existenziell.

Mein Haus, meine Tankstelle

Plusernergiehaus

»Stoppen Sie den Wahnsinn!« tönte es lautstark und musikalisch untermalt von einigen Demonstranten im Hintergrund, als Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Verkehrsminister Peter Ramsauer am 7. Dezember das »Effizienzhaus-Plus mit Elektromobilität« in Berlin eröffneten. Der Protest richtete sich aber keineswegs gegen das Haus, sondern gegen neue Flugrouten über Berlin. Dabei ist das Plusenergiehaus auch der Wahnsinn, aber natürlich in positivem Sinne, denn es erzeugt mehr regenerative Energie, als seine Bewohner verbrauchen:

White-Spot-Analyse: Innovationsnischen identifizieren

Patente sind so etwas wie die Schrebergärten der Innovation. Mit ihnen werden Claims für Innovationen abgesteckt und Wettbewerber in die Schranken gewiesen. Doch Patente lassen sich nicht nur zur ideellen Besitzstandswahrung nutzen. In ihrer Gesamtheit ergeben sie eine Art Landkarte der Ideen und Innovationen und bilden eine hervorragende Quelle für eigene Neu- oder Weiterentwicklungen.

Kleine Kapseln – großes Potenzial

Neue Produkte durch Mikroverkapselung

Können Hautpflegeprodukte in Textilien integriert werden? Ist es möglich, lumineszierende oder temperatur-chromatische Farben herzustellen, die ihre Erscheinung durch einen vordefinierten Umwelteinfluss ändern können? Gibt es »smart materials«, die sich selbstständig bei Beschädigung reparieren?

Ressourceneffizienz: Krise als Chance für Innovation

Ressourceneffizienz ist für viele Experten längst die Schlüsselstrategie der kommenden Dekaden. Für Entscheider in Unternehmen blieb sie häufig ein Luxusproblem, denn mit »Energie sparen« oder »Umwelt schonen« wurden unnötige Kosten und Aufwand verbunden. Der gespürte Handlungsdruck war in der Vergangenheit jenseits von Rechtszwängen noch eher gering, trotz des breiten Konsenses über die generelle Wichtigkeit des Themas. Spätestens seit der Finanzkrise wird das Thema jedoch neu interpretiert. Der weiche Faktor Ressourceneffizienz wird plötzlich zu einem harten Wettbewerbsvorteil. Doch inwieweit wird hierauf in der produzierenden Industrie schon konkret reagiert?

Die Nadel im Heuhaufen – Recherchen in unbekannten Suchräumen

Wer suchet, der findet, heißt es schon in der Bibel. Doch wo und wie fangen wir die Suche an, wenn wir eine ganz neue »Welt« betreten?

Erkennen Unternehmen in einer immer dynamischer werdenden Umwelt überhaupt frühzeitig aufkommende Trends und Entwicklungen? Veränderungen im bekannten Umfeld sind aufgrund von Erfahrungen und Vernetzungen sicherlich leichter wahrzunehmen. Jedoch wie sieht es mit immer näherkommenden Bedrohungen oder auch Chancen aus ganz neuen, bislang fremden Gebieten aus? Wirken dabei die etablierten Such- und Denkmuster gar wie ein Wahrnehmungsfilter, der Erkenntnisse aus unbekannten Gebieten, sogenannten »weißen Feldern«, eher verhindert als fördert? Vor allem beim Suchen mittels einer Hand voll Schlagwörtern in einer Suchmaschine wie Google, Yahoo oder Bing können wir nicht ausschließen, dass uns die elementarsten Trends oder bahnbrechenden Neuerungen durch die Finger rinnen, nur weil wir nicht wissen, wie wir sie suchen und erkennen müssten.