Mensch und IT

CeBIT-Highlight »JUWL«: Dritte Dimension für Touch Devices

Wir kennen es aus Science-Fiction-Filmen: Scheinbar mühelos wechseln Objekte von der zweiten in die dritte Dimension, ändern Form und Farbe oder gar den Aggregatzustand. Was heute in der Wirklichkeit bereits möglich ist und wie sich mittels Touch-Devices holografische Illusionen erzeugen lassen, präsentiert das Fraunhofer IAO mit dem Exponat »JUWL« auf der CeBIT 2016.

Vernunft und Unvernunft von Digitalisierungsinitiativen

Ist die »Digitalisierung« ein Megatrend oder einfach nur ein Modewort? Die Frage stellt sich derzeit immer öfter, da das Wort im Jahr 2015 wahllos und beliebig oft in unterschiedlichsten Berichten und Artikeln aufgetaucht ist. Genauso haben es viele Unternehmen aufgenommen und als Aufhänger genutzt, um Veränderungen zu rechtfertigen oder anzustoßen. Fragt man jedoch die entsprechenden Entscheider im Unternehmen, was sie unter Digitalisierung verstehen, wird man keine einheitliche Definition finden. Von Industrie 4.0 über Internet of Things und Connected Devices bis hin zu optimierten End-to-End-Prozessen und digitalen Geschäftsmodellen wird so gut wie alles mit »der Digitalisierung« in Verbindung gebracht. Missverständnisse sind vorprogrammiert.

Alexa, Cortana, Siri und Co.: Wie digitale Assistenten die Internetnutzung revolutionieren

Digitale Assistenten sind so genannte persönliche Berater, die auf Basis unserer natürlichen Sprachen mit dem Kunden interagieren können. Das bekannteste Beispiel ist wahrscheinlich »Siri« von Apple. Daneben gibt es mittlerweile auch »Alexa« (Amazon), »Cortana« (Microsoft), »Google Now«, »Facebook M« oder aber »Samantha« aus dem Film »Her« von Joaquin Phoenix, die als Betriebssystem und künstliche Intelligenz sogar eine freundschaftliche, später dann eine intimere Beziehung mit dem Hauptdarsteller aufbaut. Doch die nette Ansprache durch unsere digitalen Alltagsbegleiter ist nur eine Seite einer tiefgreifenden Umwälzung. Die Nutzung klassischer Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo könnte uns in naher Zukunft vorkommen wie die Lochkarten-Computer aus den 60er Jahren.

Neurotechnologien nutzerzentriert gestalten – oder bleiben lassen

Neurotechnologien bieten die Möglichkeit, technischen Systemen Informationen über mentale Zustände, Emotionen und Intentionen der Nutzer zu liefern. Auf Basis dieser zusätzlichen Nutzerinformationen können die Systeme ihr Verhalten gezielt an die individuellen Bedürfnisse des Nutzers anpassen und ihm passgenau Unterstützung, z.B. bei Arbeitsaufgaben, liefern (vgl. letzten Blogbeitrag). Aber wollen wir überhaupt, dass ein Computer unsere Gedanken liest? Für viele Menschen ist ein »Allwissender Computer« doch eher ein Horror-Szenario oder zumindest ziemlich unheimlich. Unter welchen Umständen und in welchen Situationen wäre dies akzeptabel, ja sogar erwünscht? Welche Bedenken gibt es?

Neurotechnologien: Zeig‘ mir, was du denkst und ich geb‘ dir, was du brauchst!

Wir haben in vielen zwischenmenschlichen Situationen einen untrüglichen Instinkt dafür, wie sich andere Menschen fühlen und wie sie sich als nächstes verhalten werden. Dank dieses automatischen Radars fällt der Kaffeebecher, den uns der neue Barista im Café morgens hektisch über den Tisch streckt, nicht zu Boden. Und dass die Kollegin heute mal wieder schlecht gelaunt ist, bemerken wir augenblicklich an ihrem dahin genuschelten »Morgen«. Psychologen vermuten, dass wir uns bei jeder Handlung und Regung automatisch in unser Gegenüber hinein versetzen. Dazu simulieren wir seine Intentionen und Gefühle in unserem Gehirn auf Basis unserer eigenen Erfahrungen nach, um dann unser eigenes Verhalten entsprechend anpassen zu können. Dies geschieht in Sekundenbruchteilen und ohne, dass wir es überhaupt bewusst merken.

Industrie 4.0 gestalten – Wenn der Roboter mit dem Gewerkschaftler…

Die IG Metall hat einen neuen Hoffnungsträger. Er ist nicht besonders groß, extrem wendig, arbeitet fehlerfrei ohne Ermüdung. Außerdem hat er keinerlei Berührungsängste. Die Rede ist nicht von Jörg Hofmann, dem neuen Vorsitzenden, sondern von James, unserem bohrmaschinenmontierenden Leichtbauroboter, den wir gemeinsam mit Universal Robots auf dem Gewerkschaftstag letzte Woche ausgestellt haben.

Mit der Maus am IAO – Nachwuchsforscher entdecken die Stadt der Zukunft

Am 3. Oktober 2015 war es wieder soweit: Zum dritten Mal konnten Nachwuchsforscher beim »Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus« am Fraunhofer IAO einen Blick hinter die Kulissen unserer Forschungseinrichtung werfen. Unter dem Motto »Tauch‘ ein in die Stadt der Zukunft« gingen rund 70 Kinder auf eine spannende Entdeckungsreise im Zentrum für Virtuelles Engineering ZVE. Und wie es sich für richtige Nachwuchsforscher gehört, konnten die Maus-Fans vieles selbst ausprobieren. Das zeigt auch unser kurzes Video.

Self-Services in der Stadt der Zukunft

IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015: »Zukunftstadt«

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt
Teil 5: Die digitale Stadt

Automaten haben einen festen Platz in unseren Stadtlandschaften. Anlässlich neuer Gadgets im Bereich der Mobilgeräte wird zwar regelmäßig das komplette Verschwinden der Automaten oder ihr »Wandern in die Hosentasche« prophezeit, doch die Anforderung, dass Services im öffentlichen Raum möglichst für alle zugänglich sein sollen und die zu beobachtende Langlebigkeit von Parkautomaten und Co. lässt vermuten, dass sie uns auch in Zukunft noch eine Weile erhalten bleiben werden.

Forschung in der Flüchtlingskrise: raus aus dem Elfenbeinturm

Derzeit erleben wir in Europa eine Situation, die wir eigentlich in unseren gemäßigten Breiten nicht mehr kennen. Flüchtlingsströme, das ist doch lange her oder weit weg, oder doch nicht? Die staatlichen Stellen scheinen überfordert. Ohne Hilfsorganisationen und ehrenamtliche Helfer scheint es nicht zu gehen.

Spontane Freiwillige koordinieren sich nicht nur unter dem Hashtag #trainofhope auf Twitter und über Facebook und mittlerweile nicht nur für ankommende Flüchtlinge in München, sondern auch in Wien und in Ungarn. In München waren die Helfer so erfolgreich, dass die Polizei bat, keine Spenden mehr an den Hauptbahnhof zu bringen.