Mensch und Mobilität

Der Mensch im Roboterauto

Stellen wir uns vor, wir sind in einem selbstfahrenden Auto der Zukunft unterwegs. Das Auto hat weder Lenkrad noch Gaspedal. Während uns das Fahrzeug selbstständig zu unserem gewünschten Ziel fährt, können wir die Freizeit im Auto nutzen, um zu schlafen, zu essen, zu lesen oder auch zu arbeiten. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO forscht Audi im Rahmen des Projekts »25. Stunde« nach den idealen Arbeitsbedingungen im selbstfahrenden Auto. Für das Laborexperiment in Stuttgart baute der Autohersteller eigens einen Simulator für vollautomatisiertes Fahren – mit variablem Innenraum und ohne Lenkrad. Kathrin Pollmann und Dr. Mathias Vukelic aus der Abteilung Human-Computer Interaction und Neuroarbeitswissenschaft haben das Experiment im Vehicle Interaction Lab am Fraunhofer IAO durchgeführt.

Durch den Reißverschluss hinters Lenkrad – Textilkarosserien in der Mikromobilität

Die Automobilbranche befindet sich im Umbruch. Autonomes Fahren, Elektroanriebe, Vernetzung, Mikromobilität und künstliche Intelligenz bringen frischen Wind und reichlich Wirbel unter das Blech. Doch warum greifen wir im Zuge des ganzen Wandels nicht auch das Blech direkt an? Auch für Karosserien, wie wir sie heute kennen, sind völlig neue Formen und Materialien denkbar und teils schon in der Erprobung. Karosserien aus Textil, mit einem Reißverschluss zu öffnen, sind mehr als eine bloße Vision. Die BMW Group hat mit dem Konzeptfahrzeug GINA Light Vision bereits eine Studie hierzu präsentiert.

Mikromobilität – eine Entwicklung vom Krankenfahrstuhl zum urbanen Mikroflitzer

Lange Zeit herrschte in der Leichtfahrzeugsparte eine kränkliche Atmosphäre. Neben Mopeds und Motorrädern gab es hauptsächlich Krankenfahrstühle mit dem Hang zum Verkehrshindernis im öffentlichen Straßenverkehr. Seit einiger Zeit jedoch beschäftigen sich sowohl Fahrzeughersteller als auch Unternehmen, welche bislang nicht im Automobilbau auftraten, sowie eine nicht zu verachtende Anzahl an Start-ups mit dem Themenfeld Mikromobilität. Doch was ist Mikromobilität eigentlich?

Agile Fahrzeuggestaltung für die Autoindustrie: Ausweg aus der Disruptionsfalle?

Digitale Disruption
Blogreihe »Digitale Disruption«: Technologien und Anwendungsfelder mit Disruptions­potenzial: »Das Bessere ist des Guten größter Feind« – frei nach diesem alten Sprichwort von Voltaire lädt das Fraunhofer IAO zu einer Blogreihe ein, in der unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler disruptive Trends und Technologien vorstellen und deren Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft aufzeigen. Diskutieren Sie mit!

Große Automobile mit Verbrennungsmotor bekommen auf unseren Straßen immer mehr Konkurrenz von sehr kleinen, smarten, alternativ angetriebenen Fahrzeugen. Zahlreiche Studien wie» Audi urban concept«, »RAK e« von Opel oder »Nils« von VW – legen nahe, dass smarte Herausforderer wie »Renault Twizy« oder »Toyota i-ROAD« einen Trend ankündigen, dem sich die Platzhirsche der deutschen Autoindustrie jetzt stellen müssen.

Autonomes Fahren – Disruption am Immobilienmarkt?

Es ist ein bewährtes Spiel: Kaum sinken die Zinsen bei Bankguthaben, beginnt der Run auf Immobilien. Dass die zyklische Überhitzung des Markts früher oder später ein Ende haben wird, ist den meisten klar – dass wir uns aber insgesamt auf größere strukturelle Änderungen im Immobiliensektor zubewegen könnten aber nicht. Heute beschäftigen wir uns meist mit der Frage, wie autonomes Fahren zu unseren heutigen Städten passt. Dabei hat die Technologie das Potenzial, die Stadt an sich zu verändern – und vor allem den Immobilienmarkt in unserer alternden Pendler-Gesellschaft auf den Kopf zu stellen.

Blockchain & Smart Contracts: Führt der Hype von einer sinnvollen Technologie zu unsinnigen Anwendungen?

Wer auch immer Satoshi Nakamoto sein mag, er oder sie hat uns wohl eine der größten Innovationen im Finanzsektor der letzten Jahrzehnte beschert. Jeden Tag entstehen neue Ideen zu lukrativen Einsatzbereichen, vom Wallet beim autonomen Fahren bis hin zur Blockchainisierung ganzer Städte. Doch sollte in vielen Fällen die Frage nach dem Sinn der Anwendung erlaubt sein. Denn nicht alles was glänzt, ist Gold oder Bitcoin.

Rollt eine Revolution auf uns zu? Ein Rückblick auf den nordischen Elektromobilitätsgipfel

DELFIN – Dienstleistungen für Elektromobilität

Am 7. und 8. Februar 2017 versammelten sich knapp 500 Experten aus etwa 27 Ländern zum Nordic EV Summit in Drammen bei Oslo – unter anderem, um das Geheimnis des norwegischen Erfolgs in Sachen Elektromobilität zu erfahren. Norwegen ist der Spitzenreiter unter den nordischen Ländern, was die Verbreitung an reinelektrischen Autos betrifft. Etwa 150.000 Stück befinden sich dort bereits auf den Straßen. In Deutschland sind es laut Kraftfahrt-Bundesamt lediglich knapp 27.000 (Stand: Januar 2017). Vom Bestand an Elektroautos weist Norwegen etwa drei Mal so viel aus wie Schweden, Dänemark und Finnland zusammengenommen. Und erklärtes Ziel ist, im Jahr 2020 sogar 400.000 batterieelektrische Fahrzeuge vorzuweisen.

Elektromobilität – am Markt vorbei entwickelt?

Das angepeilte Ziel von einer Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland bis 2020 scheint in unerreichbarer Ferne. Gleichzeitig schießen die Verkaufszahlen von Pedelecs durch die Decke. Warum ist das so? Die Kurzantwort darauf: E-Autos haben aus Kundensicht keinen vorteilhaften Nutzen!

Nutzerumfrage – Elektromobile Schnellladeinfrastruktur: Sind Sie wunschlos glücklich?

Karten-Chaos, Preis-Potpourri und langsame Ladestationen – das Leben eines Elektromobilisten ist nicht leicht. Doch der Aufbau eines flächendeckenden Schnellladenetzwerks ist aufwändig und teuer. Gleiches gilt für die nationale und internationale Harmonisierung unterschiedlicher Authentifizierungs- und Abrechnungssysteme. Aktuell buhlen allein in Deutschland mehr als 20 Fahrstrom-Anbieter um die Gunst der Kunden. Dabei wird mal pro geladene Kilowattstunde (kWh) abgerechnet, mal pro Minute oder pro Ladevorgang. Auch Mischmodelle existieren – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Teilweise variieren die Abrechnungsmodelle sogar innerhalb ein und desselben Fahrstromvertrags, abhängig davon, welche Firma die genutzte Ladestation betreibt. Und auch dann kann natürlich nur die Infrastruktur genutzt werden, für die der jeweilige Fahrstrom-Anbieter Verträge mit den entsprechenden Ladestationsbetreibern abgeschlossen hat – auch wenn die Bemühungen diverser Roaming-Plattformen hier schon in die richtige Richtung gehen.

Wolfsburgs wilde 13!?

Wir haben Advent; Zeit des Wartens – Kinder warten ungeduldig auf ihre Weihnachtsgeschenke, Verwaltungsmitarbeiter auf die letzten Abrechnungen ihrer Kollegen und die meisten von uns vermutlich einfach auf ein paar ruhige, erholsame Tage zum Jahresende. Wer über die vergangenen Monate die wilde Fahrt des VW-Konzerns verfolgt hat, wartet derzeit aber vielleicht auch auf Neuigkeiten aus Wolfsburg – die Geburt der 13. Konzernmarke wie sie VW-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller im Rahmen des Pariser Automobilsalons angekündigt hat: