Industrie 4.0

Was wird aus Standardsoftware in Zeiten der Industrie 4.0?

Nach wie vor ist Excel wohl das am meisten genutzte Programm im Kontext der Produktion. Doch das »Schweizer Taschenmesser« unter den Software-Anwendungen wird immer noch häufig als Einzelarbeitsplatzsoftware eingesetzt: Mitarbeiter bearbeiten Sheets; Tabellen und Datenbanken werden weder vernetzt noch gemeinsam verwaltet, geschweige denn koordiniert. Gerade wenn Software den Anwendern große Freiheitsgrade lässt, stellen sich gravierende Nachteile ein: Es kommt zu einem Wildwuchs an Dateien mit unterschiedlichen Berechnungsweisen und verschiedenen Informationsständen – die verteilte Datenhaltung führt zu einem Mangel an Transparenz.

Industrie 4.0 gestalten – Wenn der Roboter mit dem Gewerkschaftler…

Die IG Metall hat einen neuen Hoffnungsträger. Er ist nicht besonders groß, extrem wendig, arbeitet fehlerfrei ohne Ermüdung. Außerdem hat er keinerlei Berührungsängste. Die Rede ist nicht von Jörg Hofmann, dem neuen Vorsitzenden, sondern von James, unserem bohrmaschinenmontierenden Leichtbauroboter, den wir gemeinsam mit Universal Robots auf dem Gewerkschaftstag letzte Woche ausgestellt haben.

Wie sollten wir produzieren, damit wir wettbewerbsfähig bleiben?

IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015: »Zukunftstadt«

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt
Teil 2: Die produktive Stadt

Aktuelle Studien gehen von drastischen weltweiten Umwälzungen in den nächsten Jahren aus: Demnach steigt die Weltbevölkerung bis 2050 um 2,3 Milliarden Menschen. Um für diese den angestrebten Lebensstandard zu realisieren, werden 2,3-mal so viele Ressourcen benötigt wie unser Planet aktuell zur Verfügung stellt. Darüber hinaus wird geschätzt, dass sich der Bevölkerungsanteil, der in Städten lebt, bis dahin auf 6,8 Milliarden Menschen verdoppelt. Nicht nur Städte müssen neu ausgerichtet werden – auch Unternehmen müssen sich damit ganz neuen Herausforderungen stellen.

Die Stechuhr schlägt zurück!

»Smartphone schlägt Stechuhr«, orakelte ich 2013 in diesem Blog den Siegeszug der Industrie 4.0 und unseres Projekts »KapaflexCy«. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger.

In »KapaflexCy« erforschen wir mit neun weiteren Partnern einen hochflexiblen Personaleinsatz und entwickeln eine App, mit der Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten kurzfristig, eigenverantwortlich und selbstbestimmt untereinander koordinieren. Dazu nutzen sie ein Schichtplanungswerkzeug, der sie über Arbeitseinsätze informiert, die von der Regelarbeitszeit abweichen. Bild 1 zeigt eine beispielhafte Einsatzanfrage, wie sie die verantwortlichen Schichtleiter oder Meister versenden. Gesucht sind im Beispiel drei Mitarbeiter für eine zusätzliche Schicht am Samstag. Angefragt wird eine etwa doppelt so große Gruppe von Mitarbeitern, die sich nun untereinander einigen, welche Mitarbeiter die Zusatzschicht übernehmen. Direkt auf ihrem Smartphone checken sie ihre privaten Kalender, telefonieren mit Familienmitgliedern oder chatten mit Kollegen und entscheiden so, ob die anstehenden flexiblen Arbeitseinsätze zu ihren privaten Belangen passen. Ihre persönliche Verfügbarkeit teilen sie über die App mit und stimmen der Einsatzanfrage zu oder lehnen diese ab.

Industrie 4.0: Nils Schmid auf Expedition in die Zukunft der Produktion

Baden-Württemberg wird Leitanbieter und Leitmarkt für das Thema Industrie 4.0! Nicht mehr und nicht weniger hat sich unser baden-württembergischer Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid mit der frisch ins Leben gerufenen Initiative »Allianz Industrie 4.0 BW« vorgenommen. Die Leiter der Stuttgarter Fraunhofer-Institute IAO und IPA, Wilhelm Bauer und Thomas Bauernhansl, beraten mit einer Reihe weiterer renommierter Fachexperten im Lenkungskreis der neuen Allianz.

Industrie 4.0 – Eine Revolution der Arbeitsgestaltung?!

Wissenschaftsjahr 2014: Die digitale Gesellschaft

»Digitalisierte Arbeitswelten«
– IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2014:
»Die digitale Gesellschaft«

Internet und Mobiltechnologien haben über die letzten Jahre unser Leben und Arbeiten grundlegend verändert. Der Megatrend einer vernetzten Welt durchdringt immer weitere Bereiche. Zusammen mit einer neuen Stufe der Automatisierung und die Umsetzung des Konzepts des Internet der Dinge und Dienste vollzieht sich momentan die Übertragung in die industrielle Produktion. In Deutschland wird von dieser Entwicklung die vierte industrielle Revolution erwartet, aber auch andere Industriestaaten versprechen sich signifikante Produktionsgewinne durch die Digitalisierung und Automatisierung industrieller Wertschöpfung.
Absehbar ist schon heute, dass eine erfolgreiche Umsetzung einen gemeinsamen Weg aller Beteiligten – der Unternehmen, der Mitarbeiter und der Gesellschaft – erfordert. Das sieht auch Bundeskanzlerin Merkel so, wie sie in ihrem Interview mit mir vor der Eröffnung der diesjährigen Hannover-Messe mit ihrem Appell verdeutlichte.

Technischer Service 4.0 – welche Technologien Sie jetzt im Blick haben sollten

Haben wir gestern noch von 2.0-Technologien gesprochen, sind wir jetzt bei 4.0 angekommen. Sie haben das nicht gewusst? Dann wird es Zeit, vor allem, wenn Sie in Ihrem Unternehmen ein industrielles Service-Geschäft betreiben. Mit »Industrie 4.0« werden derzeit neue Produktions- und Fertigungsprozesse beschrieben, bei denen Objekte und Maschinen miteinander interagieren, wodurch eine weitgehende Vernetzung aller wertschöpfenden Elemente erreicht wird.

Jahresrückblog 2013: Menschen 4.0?

»Der Mensch im Mittelpunkt« ist nicht nur unser Motto als Institut, sondern hat auch unser Blogjahr 2013 geprägt. Und er wird, genau wie die deutsche Gesellschaft, immer älter. Das Wissenschaftsjahr 2013 »Die demografische Chance« beantwortete das Lamento um die alternde Gesellschaft jedoch mit vielen jungen Ideen und zahlreiche Wissenschaftler unseres Instituts haben dazu beigetragen.

Industrie 4.0 & Automatisierung = Mensch vs. Maschine?

Teilweise könnte man bei der Diskussion um Industrie 4.0 denken, es ginge um darum, mit besonders viel Technik die Menschen in der Produktion überflüssig zu machen. Die Vorstellungen der selbstorganisierten, vollautomatisierten menschenleeren Fabrik sprießten vor allem am Anfang der Industrie-4.0-Debatte wie Pilze aus dem Boden.
Nach und nach ebben diese Diskussionen ab. Professor Dieter Spath, der bis Ende September 2013 Leiter des Fraunhofer IAO war, erklärt, wieso Industrie 4.0 und Automatisierung nur bedingt etwas miteinander zu haben und woran eine Vollautomatisierung in der flexiblen Produktion der Zukunft scheitert.