Mensch und Stadt

Parkraumbewirtschaftung: Warum mittelgroße Städte umdenken müssen

Die Parksituation in einer mittelgroßen deutschen Stadt sieht heute ungefähr so aus: Im Zentrum wird direkt vor den Geschäften geparkt. Oft geschieht dies noch kostenlos. Wer im Zentrum nichts findet, fährt in angrenzende Nebenstraßen und stellt sein Auto dort ab. Kostenlos versteht sich. Die 2 bis 3 kommunalen Parkhäuser sind nur für Dauerparker interessant oder für Leute, die sich nicht auskennen. Die massiven Defizite, die mit diesen Parkhäusern eingefahren werden, trägt die Stadt, also die Bürger und somit auch diejenigen, die kein Auto haben. In den Wohngebieten am Stadtrand stellen die Leute ihre Autos am liebsten auf die Straße. Viele haben zwar Garagen, aber da stehen die Tischtennisplatte und der Rasenmäher drin. Ein Auto passt nicht mehr rein. Und der neue SUV ist sowieso zu breit. Also ab in den öffentlichen Raum damit – es kostest ja nichts.

Zwei Tage in der Stadt von morgen

Es gibt viele Wege Ideen zu verwirklichen oder Probleme zu lösen.

Charles Babbage entwickelte im 18. Jahrhundert die erste Dampf-Rechenmaschine und Leonardo da Vinci baute dreihundert Jahre zuvor die Luftschraube. Inzwischen wurden mechanische durch elektronische Computer abgelöst und auch die Luftschraube findet man eher im Museum als im Alltag. Doch beide Erfindungen waren Wegbereiter für nachfolgende, realisierbare Technologien und zeigen, dass es bei der Umsetzung von Ideen vor allem um eines geht: machen.

Corporate Smart Citizens: Unsere Hitliste der Smartcity Unternehmensblogs (Teil 2)

Smartcities vernetzen nicht nur Städte und Stadtbewohner. Sie ermöglichen auch neue Interaktionsmöglichkeiten zwischen Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern sowie gesellschaftlichen Initiativen. Vor Kurzem haben wir hier unsere Favoriten unter den Smartcity-Blogs von Initiativen der Zivilgesellschaft vorgestellt. Jetzt folgt unsere Hitliste lesenswerter Corporate Blogs zur Smarten Stadt von morgen:

Smartcity Blogs, die die Stadt neu denken (Teil 1)

Stadtgestaltung ist längst nicht mehr Angelegenheit der berufsmäßigen Stadtplaner. Die Labors und Denkfabriken der Stadt der Zukunft verlagern sich immer mehr ins Internet und in die städtischen Gesellschaften selbst. Vorbei ist die Arbeit am Reißbrett, der Gestaltungsraum ist der öffentliche Raum geworden, den Stadtgestalter gut vernetzt, aktiv und häufig äußerst professionell entwickeln und verändern. Für die interessierten Leser, Unternehmer und Mitgestalter haben wir eine Liste unserer »Most-Inspiring-Blogs« zum Thema Smartcity zusammengestellt:

Smart Cities und der Stadtverkehr von übermorgen: Vision 50:50?

Städte waren schon immer Orte des Verkehrs. Die ersten Siedlungen bildeten sich entweder an strategisch wichtigen Orten oder an Wegkreuzungen. Entlang der technischen Evolution beschleunigten sich das Reisen und der Informationsaustausch zwischen Städten über Pferdetrams, Eisenbahn, Telegrafie, U-Bahnen, Automobil und Busse. Man kann offen zugeben, dass die meisten unserer heutigen Mobilitätslösungen in ihrem grundsätzlichen Prinzip aus dem 19. Jahrhundert stammen: Die Eisenbahn wurde 1829 »pilotiert«, die U-Bahn 1863 und das Automobil 1886. Meilensteine wie die Charta von Athen haben in der Nutzungstrennung der städtischen Funktionen eine tiefsitzende Logik etabliert, die mit den Herausforderungen im 21. Jahrhundert schwer vereinbar scheint. Heutige Städte nutzen Systeme und Infrastrukturen, die auf teilweise veralteten Technologien basieren und äußerst schwerfällig sind, wenn es um Anpassungsfähigkeit, Erweiterbarkeit und Transformation geht. Fragen Sie beispielsweise die Betreiber der New York Subway zur Zukunftsperspektive angesichts erwarteter Modernisierungs- und Betriebskosten (Tipp: e-Bay spielt bei der Beschaffung von Ersatzteilen bereits eine gewisse Rolle).

Raspberry Pi & Co: Chancen für eine smarte Supply Chain in Afrika

Seit Jahren erfreuen sich Minicomputer wachsender Beliebtheit für technische Spielereien. Mit Ihnen werden Wetterstationen, 3D-Drucker oder autonome Fahrzeuge realisiert. Doch gerade für weniger entwickelte Regionen und KMU mit limitierten Budgets besteht hier die realistische Chance, eine smarte Supply Chain zu etablieren und einen nachhaltigen Wissenstransfer mitzugestalten.

Pflegebedürftigkeit: Tabuthema am Arbeitsplatz?

Eine jüngste Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) besagt: 86 Prozent der Bundesbürger wünschen sich eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Im Vordergrund der Diskussion steht heute häufig noch die Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung. Sicher nach wie vor ein wichtiges Thema, doch viel drängender wird bald die Frage werden, wie Arbeiten und Pflegen sich vereinbaren lassen: schon jeder zehnte Beschäftigte pflegt laut BMFSFJ bereits einen Angehörigen – Tendenz steigend.

Nutzergenerierte Daten für Entwicklungsländer, ihre Städte und Bewohner

Wir alle generieren jederzeit Daten – sei es, wenn wir uns mit Handy in der Tasche bewegen, dem Shoppingwahn 3 Uhr Nachts am Heimcomputer erliegen oder uns an irgendeinem Ticketautomaten eine Fahrt ins Nirgendwo buchen. Auch wenn der Umgang mit diesen Daten in letzter Zeit ab und an Teil des gesellschaftlichen Diskurses war, so wissen wir Endanwender und Nutzer dennoch weitestgehend überhaupt nicht, was mit unseren Daten passiert. Einig sind sich jedoch die meisten Menschen darin, dass die Daten sicher nicht zu unserem Besten gesammelt werden. »Die können uns dann gezielter Dinge verkaufen! « ; »Die wollen einfach nur alles über dich wissen!«; »Die spionieren dich aus!«. Typische Sätze, die man von Menschen hört, die meist auch gar nicht genau sagen können, wen sie mit »Die« meinen.

Forschung im Bevölkerungsschutz: Objektive Übungsauswertung, und zwar sofort!

Für den Katastrophenschutz sind Übungen die beste und häufig die einzige praktische Vorbereitung auf den Ernstfall. Nur hier können die Helfer die Kompetenzen und Fähigkeiten entwickeln, die im Ernstfall entscheidend sind – seien es fachliche Qualifikationen oder die »Soft Skills« der Teamarbeit unter Stress, wie beispielsweise Fairness und Objektivität. Oft sind die Einsatzkräfte Ehrenamtliche, die einen großen Teil ihrer Freizeit in Ausbildung und Übungen investieren. Deshalb müssen diese Übungen akribisch vor- und nachbereitet werden und möglichst viele Aspekte eines realen Einsatzes abdecken.