Demografischer Wandel

Kopfkino: Alter als Chance für die Stadt der Zukunft

IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015: »Zukunftstadt«

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt
Teil 4: Die lebenswerte Stadt

Am 21. Oktober 2015 um 16:29 Uhr ist es soweit – Marty McFly landet in unserer heutigen »Zukunft«, wie man sie sich 1989 vorgestellt hat und Robert Zemeckis sie im zweiten Teil seiner berühmten Zeitreisefilmreihe »Back to the future« inszeniert hat. Machen wir doch auch einmal kurz eine Zeitreise, in das Jahr 2060 – laut statistischem Bundesamt wird rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung dann älter als 65 Jahre alt sein – somit auch die Stadtbewohner. Was heißt das für eine Stadt? Wie sieht das Stadtbild 2060 aus? Mal kurz Kopfkino:

Fachkräftemangel hoch zwei: warum und wie sollten wir Ältere zielgruppengerechter qualifizieren?

Emanzipation meint die Befreiung aus Unmündigkeit und Abhängigkeit. Per Gesetz und finanzieller Anreize klappt das eher nicht. Das erleben wir zurzeit mit der Frauenquote, den Initiativen zur Förderung der Älteren und den Bildungsfreistellungsgesetzen der Bundesländer. So zeigen die Erfahrungen aus jenen Bundesländern, in welchen es seither bereits ein Bildungsfreistellungsgesetz gab, dass nur ca. ein Prozent der Berechtigten Gebrauch davon macht.

Ihr Weg zum demografierobusten Unternehmen

Das demografische Potenzial Ihrer Belegschaft

Ich habe mich früher schon gewundert, warum Unternehmen sich mit tollen Konzepten zur »Personal«-Entwicklung brüsten, wenn sie damit eigentlich nur ein paar Prozent der Belegschaft, die so genannten High Potentials, gefördert und zu Goldfischen der Belegschaft veredelt haben. Wer heute Reserven anzapfen will, muss sich auf die Entdeckungsreise zu neuen Personalgruppen begeben. Im Rahmen unserer Studie »alternsgerechtes Arbeiten« haben wir dazu wunderschöne Beispiele aufnehmen können. Sie zeigen, in welchen Belegschaftsgruppen heute vielfach noch demografisches Potenzial schlummert:

Der demografische Scheideweg: Investieren wir heute in die notwendigen Maßnahmen?

Sie sind der Meinung, dass nur solche Unternehmen schwerwiegende Entscheidungen treffen müssen, wie sie zukünftig agieren wollen, deren Branchen vom Fachkräftemangel besonders betroffen sind? Weit gefehlt. Heute sitzen alle Branchen in der Demografiefalle. Entweder buhlen die Unternehmen in den kommenden zehn Jahren erfolgreich um Nachwuchskräfte, verändern sukzessive Geschäfts- und Ertragsmodelle oder schöpfen verborgene Potenziale ihrer Mitarbeiter aus, um der steigenden Arbeitsverdichtung die Stirn zu bieten.

Was treibt das Land (an)? – Die Vision für 2024

Ein Blick in Google zeigt sehr einprägsam die »Stadt der Zukunft«, meist mit futuristisch aussehenden, begrünten Wohn- und Arbeitstürmen. Die Bilder, die es für das »Land der Zukunft« bereithält, sind eher ernüchternd. Veraltete Buchcover, Standbilder aus Schwarz-weiß-Westernfilmen, und immer wieder Brasilien. Kein satellitengesteuertes Bestellen von Feldern oder GPS-Tracking der Kühe auf der Weide werden gezeigt. Ebenso wenig tauchen erneuerbare Energien oder ländliche Touristenziele in der Bildervielfalt auf. Ähnlich sieht es sicherlich in den Köpfen vieler Deutscher aus. Dieses anschauliche Beispiel verdeutlicht: Es muss eine Wertediskussion um Innovation im ländlichen Raum angestoßen werden. Wir zeigen Ihnen neun Visionen, die zum Weiterdenken anregen sollen:

Was treibt das Land (an)? – Gemeinsam gegen einsam

Jeder kennt jeden über mehrere Ecken – dieser Grundsatz, der eigentlich im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken entstand, ist auf dem Land nichts Neues: Während ich in der Stadt meine Nachbarin Frau Müller nur vom Namensschild kenne, leihe ich den Nachbarn auf dem Dorf Eier für den Kuchen und vertraue ihnen meine Blumen an, wenn ich in den Urlaub fahre. Durch diese engen Kontakte entwickelt sich auf dem Land ein Verantwortungsgefühl, das beim Angehen gemeinsamer Aufgaben von Vorteil ist, ganz nach dem Motto: »Gemeinsam sind wir stark«.

Was treibt das Land (an)? – Neue Vorbilder für den ländlichen Raum gesucht!

Wären Regionen aufgebaut wie Sonnensysteme, so wären die Großstädte wohl die Zentren, um die sich alles dreht. Und wie die Sonne scheinen auch die Städte heller zu strahlen als alles andere – sie sind Finanzzentren, Transport-Hubs oder bieten kulturelle Höhepunkte. Doch diese Aufmerksamkeit bringt auch Nachteile mit sich: Die immensen Immobilienpreise, fehlende Grünflächen, Lärm und Abgase sind nur einige Beispiele, die das Leben in der Stadt unattraktiv machen. Die Bevölkerung zieht deshalb immer weiter »aufs Land«. Der Arbeitsplatz bleibt allerdings im Zentrum. Enorme Verkehrsströme und Staus sind das Resultat. Doch es lassen sich auch andere Abhängigkeiten feststellen: Die Energiewende ist beispielsweise nur mithilfe des ländlichen Raums machbar! Solar- und Windparks brauchen Platz. Biogasanlagen müssen mit Rohstoffen gefüttert werden, die (fast immer) vom Land kommen. Der ehrfürchtige Blick vom Land in die Stadt kann also als Hochnäsigkeit der Städter interpretiert werden.

Was treibt das Land (an)? – Studienergebnisse »Trendreport Stadt« und »Trendreport Land« im Vergleich

In einem vorherigen Blogbeitrag habe ich die wesentlichen Ergebnisse aus dem »Trendreport Land« 2014 vorgestellt. Heute möchte ich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Wettbewerbsthemen »Ideen finden Stadt« und »Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht« aufmerksam machen und somit auf den nächsten Blogbeitrag mit dem Titel » Sucht das Land urbanes Vorbild oder individuelle Entfaltungsmöglichkeiten?« einstimmen.