Usability

Neurotechnologien nutzerzentriert gestalten – oder bleiben lassen

Neurotechnologien bieten die Möglichkeit, technischen Systemen Informationen über mentale Zustände, Emotionen und Intentionen der Nutzer zu liefern. Auf Basis dieser zusätzlichen Nutzerinformationen können die Systeme ihr Verhalten gezielt an die individuellen Bedürfnisse des Nutzers anpassen und ihm passgenau Unterstützung, z.B. bei Arbeitsaufgaben, liefern (vgl. letzten Blogbeitrag). Aber wollen wir überhaupt, dass ein Computer unsere Gedanken liest? Für viele Menschen ist ein »Allwissender Computer« doch eher ein Horror-Szenario oder zumindest ziemlich unheimlich. Unter welchen Umständen und in welchen Situationen wäre dies akzeptabel, ja sogar erwünscht? Welche Bedenken gibt es?

Neurotechnologien: Zeig‘ mir, was du denkst und ich geb‘ dir, was du brauchst!

Wir haben in vielen zwischenmenschlichen Situationen einen untrüglichen Instinkt dafür, wie sich andere Menschen fühlen und wie sie sich als nächstes verhalten werden. Dank dieses automatischen Radars fällt der Kaffeebecher, den uns der neue Barista im Café morgens hektisch über den Tisch streckt, nicht zu Boden. Und dass die Kollegin heute mal wieder schlecht gelaunt ist, bemerken wir augenblicklich an ihrem dahin genuschelten »Morgen«. Psychologen vermuten, dass wir uns bei jeder Handlung und Regung automatisch in unser Gegenüber hinein versetzen. Dazu simulieren wir seine Intentionen und Gefühle in unserem Gehirn auf Basis unserer eigenen Erfahrungen nach, um dann unser eigenes Verhalten entsprechend anpassen zu können. Dies geschieht in Sekundenbruchteilen und ohne, dass wir es überhaupt bewusst merken.

Autonomes Fahren: Sicherheit, Spaß oder gar beides?

Das Thema automatisiertes Fahren ist mittlerweile in der Öffentlichkeit angekommen. Möge der gesellschaftliche Meinungsbildungsprozess beginnen, er ist unabdingbar und hochrelevant auf dem Weg in die Zukunft des immer intelligenter werdenden Automobils. Als Forscher sehe ich meine Aufgabe darin, einerseits den aktuellen Wissenstand und die Fakten zum Thema einzubringen, und andererseits auf die offenen Fragen hinzuweisen und die Bandbreite möglicher Lösungen zu skizzieren.

Anlässlich der von Ford finanzierten Marktstudie und Kampagne »eine-idee-weiter« hat mich die Reisebloggerin Christine Neder interviewt. Der Videoblog gibt das Interview sehr unterhaltsam, aber natürlich auch sehr verkürzt wieder.

Innovationen mit und durch User Experience

Produkte, Services, Anwendungen – davon gibt es heute ziemlich viele mit sehr ähnlicher Funktionalität und sehr ähnlicher Leistung. Der Markt scheint übersättigt, die Konkurrenz ist hoch – hier findet sich wohl ein Großteil der Unternehmen wieder. Wie schafft man den Unterschied? Wie beeinflusst man Kaufentscheidungen? Wie begeistert man Nutzer? Wie bindet man Kunden langfristig?

The Road to Automated Drive: 5 questions, 5 answers

From June 30th to July 2nd we expect the next promising conference on automated driving, in Sindelfingen, Germany. »The Road to Automated Drive 2014«, organized by IQPC, addresses the latest innovations for future assistance systems, car connectivity, and the challenges of highly automated driving, as well as legal and political problems with respect to driver safety and society’s acceptance.
Since IQPC’s conference on Automotive Cockpit HMI annually provides high quality presentations, great discussions and straight forward business contacts I am now curios on this automated driving conference.
In preparation of this conference the IQPC staff interviewed me on the future of automated driving.

Wann waren Sie eigentlich das letzte Mal in einer Bankfiliale?

Eben. Ich kann mich auch nicht erinnern.

Und so geht es den meisten: Der überwältigende Teil der Kundenkontakte findet am Automaten statt – und der Rest nicht etwa in der Filiale, sondern online. Die Self Service-Kanäle stellen also heute praktisch das Gesicht der Bank zum Kunden dar. Und werden vom Kunden durchaus geschätzt, wie wir in einer Studie zu Kundenkontaktkanälen festgestellt haben:

Intranet as endurance runner – Die nächste Stufe der internen Kommunikation

Die Intranets der ersten Generation glichen in vielem eher dem Nachfolger des »Laufwerks C:« als einem geeigneten Instrument der internen Unternehmenskommunikation. Ablagesysteme reihten sich an digitale Telefonbücher und der »soziale Brennpunkt« der unternehmensinternen Gemeinschaft schien den Zugriffen folgend der Speiseplan der Kantine zu sein. Diese ursprünglichen Ansätze haben die meisten Unternehmensintranets inzwischen weit hinter sich gelassen. Doch mit dem technologischen Fortschritt und der immer rasanter wachsenden Kommunikation in sozialen Netzwerken wachsen auch die Ansprüche von Unternehmen und insbesondere Mitarbeitern an Intranets, Mitarbeiterportale oder Kollaborationsplattformen weiter.

Fahrermodelle für das automatisierte Fahren: Best of unseres »Vehicle Interaction Summit«

Fahren muss man erleben – oder lebensnahe Veranstaltungen dazu besuchen und möglichst viel Expertise, Erleben und Austausch mitnehmen. Auf unserem Vehicle Interaction Summit am 2. April 2014 beleuchteten Vertreter der deutschen Autoindustrie die unterschiedlichsten Perspektiven des automatisierten Fahrens: Interfaceanforderungen, intuitive Interaktion, Personalisierung, Fahrerzustandserkennung und Fahrspaß. Für diejenigen, die nicht dabei gewesen sind, möchte ich eine kurze Zusammenfassung anbieten.

Automatisiertes Fahren: Was nützt es wenn das Auto etwas über den Fahrer weiß?

Wer fährt – und wer führt beim automatisierten Fahren? Solange einer der Fahrzeuginsassen in der Verantwortung für Navigation und Sicherheit bleibt, müssen Auto und Fahrer jeweils wissen, wie die Fahraufgabe gerade verteilt ist und wann die Grenzen des anderen erreicht sind. Wie Ross und Reiter sollten Mensch und Maschine einander kennen – und täglich besser kennen lernen.