Feelgood-Management: Eine Antwort auf den Fachkräftemangel

Unabhängig davon, ob Unternehmen in Folge des Fachkräftemangels das Modell der »Caring Company« verfolgen oder sich dem fluiden Unternehmen annähern: Sicher ist, dass Mitarbeitende, die bleiben bzw. wiederkommen sollen, sich auch wohlfühlen müssen im Unternehmen. »Dass der [Mitarbeiter] sich wohlfühlt, das muss in Zukunft eine Selbstverständlichkeit sein.«, so Trendforscher Jánszky. Gewinner im Wettbewerb um Arbeitskräfte sind die Unternehmen, die sich intensiv um ihre Mitarbeitenden kümmern.

Das ist kein neues Phänomen. Klassische Vertreter dieser »Wohlfühl-Unternehmen« sind mittelständische Familienunternehmen aus der Produktion, von denen nicht wenige zu den »Hidden Champions« zählen.

GOODplace: Feelgood-Kultur in Unternehmen ein Gesicht geben
Und doch, ein neuer Trend zeichnet sich ab, in dessen Mittelpunkt ein anderer Typus von Unternehmen steht. Junge, innovative Unternehmen, überwiegend aus der IT- und Kreativwirtschaft, mit einem heute schon stark spürbaren Fachkräftemangel, pflegen eine ausgeprägte neue Kümmererkultur ihren Mitarbeitenden gegenüber. Sie nennen es »Feelgood-Management«. Zunehmend sichtbar wird dies, weil sie im Wettbewerb um die knappe Ressource Fachkräfte ein cleveres Marketing verfolgen: »Tue Gutes und sprich darüber«.

So zum Beispiel das junge IT-Unternehmen Jimdo via story telling auf GOODplace: sie haben für ihre 170 Mitarbeitenden eine Feelgood-Managerin eingestellt. Ihre Aufgabe ist es, für ein gutes Arbeitsumfeld zu sorgen: dass sich die Mitarbeitenden wohlfühlen, einen guten Arbeitsplatz haben, ein gutes Miteinander pflegen – und somit auch produktiver, kommunikativer und innovativer arbeiten.

Dazu gehört es auch, gemeinsame Aktivitäten zwischen den Kollegen zu fördern, Kennenlernaktionen oder eine Joggingrunde zur Mittagszeit zu organisieren. Allerdings tut sie viel mehr als das, sie selbst nennt sich Kulturwächterin. Als solche versucht sie, jeden Tag neu die Frage zu beantworten: »Was hilft den Mitarbeitenden dabei, morgens mit einem Lächeln ins Büro zu kommen?« Neben der Motivation sucht sie die Kommunikation und den Austausch zwischen den Mitarbeitenden zu fördern: informell in der Kaffeeküche oder geregelt über Feedback-Schulungen oder das gemeinsame Freitagsfrühstück. Auch die Förderung von Teamprozessen ist ihre Aufgabe. Dazu gestaltet sie mit ihrem Team die Arbeitsumgebung, schafft Treffpunkte für mehr Austausch und bietet Teams Coaching an. [mehr dazu]

Ein anderes Beispiel ist Xing. Sie gewähren ihren Teams alle acht Wochen eine ganze Woche Zeit für eigene Innovationsprojekte. Über Abteilungsgrenzen hinweg bilden sich selbstorganisiert Teams, die neue Ideen und Produktfeatures entwickeln. Das erhöht die Innovationskraft, wie Beispiele solcher erfolgreichen Projekte beim Vorreiter Google zeigen, der darüber den Landkartendienst »Google Maps« und den E-Mail-Dienst »gmail« entwickelte.

In der Unternehmenswelt sind das noch Einzelbeispiele, aber es werden mehr, die die Feelgood-Kultur zu einem zentralen Teil ihrer neuen Personalmanagementstrategie machen: 2025 ist, was das intensive Kümmern um die Mitarbeitenden betrifft, schon Realität. Branchen, die von Wissensarbeitern und Innovationen leben, machen es vor.

Und wer jetzt neugierig darauf ist, wer Feelgood-Manager schon beschäftigt und was sie tun, wird fündig bei GOODplace und ist auf die KAI® Veranstaltung am 1. April 2014 in Stuttgart eingeladen.