Intranet as endurance runner – Die nächste Stufe der internen Kommunikation

Die Intranets der ersten Generation glichen in vielem eher dem Nachfolger des »Laufwerks C:« als einem geeigneten Instrument der internen Unternehmenskommunikation. Ablagesysteme reihten sich an digitale Telefonbücher und der »soziale Brennpunkt« der unternehmensinternen Gemeinschaft schien den Zugriffen folgend der Speiseplan der Kantine zu sein. Diese ursprünglichen Ansätze haben die meisten Unternehmensintranets inzwischen weit hinter sich gelassen. Doch mit dem technologischen Fortschritt und der immer rasanter wachsenden Kommunikation in sozialen Netzwerken wachsen auch die Ansprüche von Unternehmen und insbesondere Mitarbeitern an Intranets, Mitarbeiterportale oder Kollaborationsplattformen weiter.

Technische und gesellschaftliche Entwicklungen haben die nächste Stufe der internen Kommunikation gezündet und bedürfen neuer, innovativer Lösungen.

Wie eine aktuelle Studie der Nielson Norman Group von 2014 zu Intranets zeigt, werden Intranets und genauso auch die interne Unternehmenskommunikation erwachsen. Sie haben ihr stiefmütterliches Dasein im Unternehmen verloren. Intranet-Teams wachsen langsam aber stetig und nehmen abteilungsübergreifend eine zentrale Rolle in der innovativen Neuerfindung und -entwickung unternehmenseigener Kommunikations- und Kollaborationsplattformen ein. Die kulturelle und strukturelle Basis in den Unternehmen verändert sich allmählich und damit auch die Ansätze und Arbeitsweisen zur Gestaltung von Intranets.

Die nächste Generation des Intranets

Das Intranet der neuen Generation ist viel mehr soziales Netzwerk als nur Dokumentendepot und Nachschlagewerk. Neu aufbereitete, nutzerorientierte Inhalte und zusätzliche oder verbesserte Funktionen, u.a. personalisierbare Oberflächen, eine leistungsfähigere Suche, die auch die Mitarbeitersuche einschließt, sind elementare Bestandteile von heutigen Intranets. Ebenso gehören persönliche Mitarbeiterseiten, auf denen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorstellen und miteinander vernetzen können, zu einem effektivem Wissensmanagement und gleichzeitig zu einem attraktiven Intranetangebot. Des Weiteren sind Social Media-Elemente wie Wikis, Blogs, Foren und auch die Möglichkeit, Feedback bei Bedarf in Form von Bewertungen und Kommentierungen zu geben, mittlerweile fast schon Pflicht, um den aus der privaten Internetnutzung stammenden Anforderungen junger Mitarbeiter gerecht zu werden.

Dabei sind kleine und mittlere Unternehmen nicht unbedingt außer Acht zu lassen. Im Gegenteil: Durch agile, kollaborative und nutzerzentrierte Entwicklungs- und Prototyping-Methoden kommen KMU häufig zu innovativeren und ausgefeilterten Lösungen und schaffen damit in überschaubaren Teams eine wesentlich höhere Akzeptanz und Nutzungsfähigkeit der eingeführten Systeme.

Smart und responsive: Das Intranet entdeckt die Komfortzone

Nach der Nielson Norman Group sind derzeit die wesentlichen Intranet-Trends:

  • Teaser Karussells für einen multimediale und dynamische Aufbereitung von internen Informationen und Funktionen
  • Kontinuierliche Nutzung der rechten Spalte für additive Informationen, Links etc.
  • Funktionale Fußzeilen mit Feedbackmöglichkeiten, Links etc.
  • Zielgenaue und lokale Eingrenzung von Intranet-Suchbereichen
  • Mega-Menüs für eine übersichtliche Darstellung aller Inhalte und Funktionen
  • Filmstreifen für eine galerieartige und schnell lesbare Darstellung wichtiger Inhalte
  • Flaches Design
  • Vermehrt soziale und kollaborative Funktionen

Wo stehen Sie derzeit mit Ihrem Intranet? Nutzen Sie das Potenzial Ihrer internen Unternehmenskommunikation und -kollaboration im vollen Umfang aus?

Besuchen Sie unser Seminar: »Intranets, Portale & Co. – Mensch, Technik und Organisation erfolgreich zusammenführen« am Mittwoch, 21. Mai 2014, in Stuttgart

Erfahrene Projektleiter des Fraunhofer IAO stellen zukunftsgerechte Konzeptions- und Entwicklungsmethoden vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Barrieren auf technischer, organisatorischer und menschlicher Ebene durch eine nutzerzentrierte Entwicklung überwunden werden können. Ergänzt werden diese wissenschaftlichen Beiträge um Praxisberichte verschiedener Unternehmen, die ihre Projekte über unterschiedliche Lösungsansätze erfolgreich umgesetzt haben.

Das ausführliche Programm finden Sie im Internet. Eine Anmeldung ist bis zum 16. Mai 2014 möglich.

Johannes Jüngst

Johannes Jüngst

Johannes Jüngst hat das Institut 2016 verlassen.

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