Ohne Promotor – nix los in Sachen Kompetenzmanagement

Wer denkt, dass Kompetenzmanagement mal eben »en Passant« im Unternehmen konzipiert, verankert und eingeführt werden kann, der irrt gewaltig. Dies zeigt die Studie »Kompetenzmanagement in deutschen Unternehmen 2012/13« eindrucksvoll.

Mission in Sachen Kompetenzmanagement: Nutzen der Geschäftsleitung vermitteln
Legionen an Personalern können nicht nur ein Lied davon singen, dass sie mit ihren Vorstellungen in der Chefetage auf Granit beißen, nein – es sind schon ganze Arien. Es scheint so zu sein, dass die Geschäftsleitung der entscheidende Gatekeeper für erfolgreiches Kompetenzmanagement ist. So wird in den Geschäftsleitungen so mancher Unternehmen nicht erkannt, welche Potenziale Kompetenzmanagement mittelfristig mit sich bringt. Vorbehalte gegenüber mangelnder Systemintegration von softwarebasierten Kompetenzmanagement-Lösungen, Aufwände ohne direkten Nutzen und beschäftigungstherapeutischen Maßnahmen, für die ohnehin schon über Grundlasten ächzenden Gruppen- und Bereichsleiter tun ihr Übriges – kurz: Was der Geschäftsleitung nicht als plausibel und ertragreich erscheint, wird eben nicht umgesetzt.

Der KM-Promotor: Lizenz zum Implementieren

Ringt sich die Geschäftsführung für eine Einführung von Kompetenzmanagement durch, so beginnt erst die Arbeit: Angefangen von einer geeigneten Kommunikationsstrategie, die alle betroffenen Bereiche und Mitarbeiter zielgruppenspezifisch abholt, einer entsprechenden Vorgehensweise zur Einführung und der Bewertung der durchgeführten Aktivitäten, lässt sich die Aufgabenstellung noch beliebig verlängern. Die treibende Kraft im Unternehmen, sei es ein Mitglied des Managements oder HR-Verantwortliche, müssen für diese Aufgabe mit einem Mandat ausgestattet werden, die eine Umsetzung ohne unnötige bürokratische Reibungsverluste garantiert. Hierzu gehören die direkte Ansprache und das Durchsetzungsmandat zur Umsetzung in allen Unternehmensbereichen, die Lufthoheit der konzeptionellen Gestaltung, ausreichend Ressourcen zur Aufgabenbewältigung und die volle Rückendeckung der Geschäftsleitung für die durchzuführenden Implementierungs- und Verstetigungsmaßnahmen der Kompetenzmanagement-Aktivitäten. Ohne ein entsprechendes Mandat Kompetenzmanagement auch gegenüber Widerständen mit positiven und negativen Sanktionen umzusetzen und einem hohen Eigeninteresse und Nutzwert für die Geschäftsleitung wird Kompetenzmanagement bereits in der Einführung oder spätestens in der Durchführung scheitern und danach in der Verstetigung entschlafen.

Neben solchen Einschätzungen und Interpretationen geben wir in unserer Studie »Kompetenzmanagement in deutschen Unternehmen« konkrete Empfehlungen zu Dos und Don’ts, Erfolgskonzepten und Stolpersteinen und untersuchen die Einführung und Umsetzung von Kompetenzmanagement-Aktivitäten en Detail.

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