Agile Organisation – von der Herausforderung, Unternehmen veränderungs- und gleichzeitig arbeitsfähig zu halten

Agilität ist ein Prinzip, das zuerst vor allem in der Softwareentwicklung Eingang gefunden hat. Der Begriff beschreibt im Kern eine extrem kundenorientierte Herangehensweise, ein iteratives Vorgehen und die dazugehörige Haltung. In diesen Beschreibungsdimensionen ist es eine wichtige Antwort auf die Umwelt, in der sich Wirtschaft und Gesellschaft heute befinden: Schnell veränderlich, komplex, international vernetzt, extrem auf technologische, geschäftsmodellbezogene und soziale Innovationen angewiesen. Diese Innovationsfähigkeit erfordert eine große Offenheit, veränderte Anforderungen schnell aufzunehmen, Dinge auszuprobieren, sich von dem Glauben zu verabschieden, alles »durchplanen« zu können und bisherige langwierige, häufig auch hierarchische Abstimmungswege, immer unbedingt durchlaufen zu müssen: mithin agil zu arbeiten. Zugleich setzen agile Prinzipien auf die breite Aktivierung der Tatkraft und Ideen möglichst vieler Beteiligter, Mitarbeiter, Bürger. Nicht ohne Zufall fallen daher Ansätze der agilen Organisation mit der Diskussion um die Abkehr von klassischer hierarchisierter Organisations- und Kommunikationsgestaltung zeitlich wie inhaltlich zusammen.

Krisen-Szenario Wintersturm: Gemeinsam die Lage bewältigen

Stellen Sie sich vor, es ist Winter. So richtig Winter. Der Wind pfeift arktisch aus Nordost, die Schneeberge haben das romantische Maß längst überschritten, und auf den wenigen Straßen, die vom Schnee befreit sind, kann man Schlittschuhlaufen. Unter der Schneelast und durch die heftigen Böen bricht ein Strommast nach dem anderen zusammen und – schwupps – sind 250 000 Menschen ohne Strom. Klingt romantisch? Zusammenkuscheln, Kerzen an und los geht’s mit dem Retro-Abend? Nach spätestens acht Stunden ist es damit wohl vorbei.

Mobiles Arbeiten bei Daimler

Die Daimler AG hat in einer großangelegten, gemeinsam von Unternehmensleitung, Gesamtbetriebsrat und IG Metall getragenen Neugestaltung eine Regelung zu mobilen Arbeitsformen angestoßen. Hierfür wurden bundesweit mehr als 80 000 Mitarbeitende befragt und konkrete Ausgestaltungswünsche in 37 Workshops mit mehr als 1000 Beteiligten ausgearbeitet. Ich habe mit meinem Team den intensiven Beteiligungsprozess wissenschaftlich begleitet und die zentralen Köpfe der sozialpartnerschaftlich getragenen Beteiligungsinitiative zum Projekt interviewt.

Cyber-physische Systeme (CPS) im Mittelstand: Einstiegsmöglichkeit für Industrie 4.0-Neulinge

Der Mittelstand steckt in einem Dilemma: der Markt fordert eine variantenreiche Produktion, Personalisierung sowie kurze Produktzyklen und die Industrie 4.0-Lösungen, die diesen Bedarf decken könnten, sind eigentlich auch schon da: Cyber-physische Systeme (CPS) verknüpfen über offene und teilweise globale Informationsnetze reale (physische) Objekte und Prozesse mit informationsverarbeitenden (virtuellen) Objekten und Prozessen. Eine Möglichkeit, mit denen sich die Herausforderungen lösen lassen. Das Problem ist nur, dass viele KMU noch zögern vor der großen unbekannten Industrie 4.0, denn die Einführung von CPS hat weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Unternehmensorganisation. Hier sind die Unternehmen gefragt ihre Mitarbeiter Belegschaft aktiv ins »digitale« Boot holen.

#ichinzehnjahren: Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

Wie denken eigentlich Jugendliche über ihre Zukunft? Welche Vorstellungen haben sie zur Weiterentwicklung von Medien, Technologien und ihrer Lebensweise? Diese Fragen wollten wir im Rahmen der Zukunftsstudie #ichinzehnjahren beantworten, O-Töne einsammeln und Erkenntnisse aus erster Hand gewinnen. Kurzerhand haben wir die Zielgruppe einfach selbst befragt. Eine 9. Klasse des Solitude-Gymnasiums aus Stuttgart-Weilimdorf hat für uns darüber nachgedacht, wie sie sich in zehn Jahren wohl fortbewegen werden, welche neuen Medien es geben wird und wie sie sich das Zusammenleben in der Familie vorstellen.

Katastrophenschutz: Durch Kooperation aus der Krise

Die Gesellschaft befindet sich in einer permanenten Krise. Das sagt zumindest der Katastrophensoziologe Martin Voss von der Katastrophenforschungsstelle in Berlin. Auch Ulrich Beck Beck, Ulrich (1986) hat so etwas vorausgesagt. Schaut man sich die Berichterstattung über die Lage der Welt derzeit so an, kann man wohl nur nickend zustimmen. Zuerst die Finanzkrise, dann Griechenland. Krieg in Syrien und die Flüchtlinge. Rechtsruck in Europa, Brexit und nun auch noch Donald Trump. Achja, und natürlich dürfen der Klima- und der demografische Wandel in der Aufzählung nicht fehlen, sind ja schließlich Dauerbrenner. Ja, tatsächlich, es scheint, als ob sich eine Krise an die andere reiht, mit bedeutenden Folgen für die Gesellschaft.

Nutzerumfrage – Elektromobile Schnellladeinfrastruktur: Sind Sie wunschlos glücklich?

Karten-Chaos, Preis-Potpourri und langsame Ladestationen – das Leben eines Elektromobilisten ist nicht leicht. Doch der Aufbau eines flächendeckenden Schnellladenetzwerks ist aufwändig und teuer. Gleiches gilt für die nationale und internationale Harmonisierung unterschiedlicher Authentifizierungs- und Abrechnungssysteme. Aktuell buhlen allein in Deutschland mehr als 20 Fahrstrom-Anbieter um die Gunst der Kunden. Dabei wird mal pro geladene Kilowattstunde (kWh) abgerechnet, mal pro Minute oder pro Ladevorgang. Auch Mischmodelle existieren – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Teilweise variieren die Abrechnungsmodelle sogar innerhalb ein und desselben Fahrstromvertrags, abhängig davon, welche Firma die genutzte Ladestation betreibt. Und auch dann kann natürlich nur die Infrastruktur genutzt werden, für die der jeweilige Fahrstrom-Anbieter Verträge mit den entsprechenden Ladestationsbetreibern abgeschlossen hat – auch wenn die Bemühungen diverser Roaming-Plattformen hier schon in die richtige Richtung gehen.

Weihnachtsmann, erzählst du mir eine Geschichte?

Vermitteln, verstehen, verwickeln: Warum Storytelling mehr ist als Unterhaltung

Storytelling is hot right now! Dafür gibt es mindestens zwei Gründe. Erstens: Es ist Weihnachten. Zweitens: Geschichten zu erzählen hilft Unternehmen, sich besser in ihre Kunden hineinzuversetzen und dadurch deren Bedarfe adäquater adressieren zu können. Eine Ode an eine der ältesten Methoden der Welt.