autonomes Fahren

Autonomes Fahren: Blogreihe zur Zukunft der Mobilität

Wie weit ist die deutsche Automobilindustrie im Transformationsprozess zum autonom fahrenden Auto? Welche Probleme müssen wir noch lösen, damit der Weg frei wird für die Technologie und welche wirtschaftlichen Potenziale birgt die Entwicklung auch für andere Branchen wie die IT- und Dienstleistungsbranche? Das Fraunhofer IAO beleuchtet in einer Blogreihe unterschiedliche Aspekte der Entwicklung vom assistierten Fahren über teilautomatisiertes Fahren bis hin zum autonomen Fahren und zeigt die teils sehr unterschiedlichen Perspektiven und Wissensstände in einem systemischen Ansatz.
www.autonomes-fahren.fraunhofer.de

Vom Elektroauto zur U-Bahn – eine neue Mobilität entsteht

Auf dem Weg zu einer neuen Mobilität – werden unsere Autobauer in die Röhre schauen?

Wie konnte Tesla die deutschen Automobilbauer so schnell einholen, ja fast überholen? Schließlich bietet gerade BMW mit dem i3 ebenfalls ein auch als solches konsequent konzipiertes und entwickeltes Elektrofahrzeug im Preisbereich des Tesla Model 3 an. Wie ist es möglich, dass eine neue, junge Firma sich gegen als eigentlich zementiert geltende Marktgesetze behaupten kann? Ganz einfach: Tesla spielt nicht innerhalb der geltenden Regeln des Automobilmarkts. Während (vor allem unsere deutschen) etablierte Automobilhersteller gemäß ihrer originären Rolle als Unternehmen, getrieben von ihren Aktionären und Anteilseignern, darauf abzielen, Gewinne zu erwirtschaften und langfristig stabil zu wachsen, hat Tesla die Betrachtung der Profitabilität erstmal weitgehende ausgeklammert, um sich zunächst eine entscheidende Marktmacht aufbauen zu können. Eine Strategie, die im Automobilbau bisher völlig undenkbar war, in anderen Industrien aber gang und gäbe ist. Insbesondere IT-Konzerne agieren nach diesem Muster – beispielhaft sei Amazon genannt, das lange unprofitabel operierte, gleichzeitig aber eine dominante Vormachtstellung im Online-Handel aufbaute und etablierte, die nur wenig Platz für weitere Anbieter lässt. Im Fokus entsprechender Strategien steht dabei das Sammeln möglichst vieler Kundenkontakte. EFragen Sie sich mal selbst: Haben Sie noch nie etwas bei Amazon bestellt?

Von der U-Bahn zum Elektroauto – Monopolstellungen gelten nicht für die Ewigkeit

Auf dem Weg zu einer neuen Mobilität – werden unsere Autobauer in die Röhre schauen?

Um für die Zukunft der Mobilität gerüstet zu sein, lohnt sich manchmal ein Blick in deren Vergangenheit. Denn Geschichte ist nicht nur sehr lehrreich, sondern wiederholt sich bekanntermaßen auch. Daher möchte ich Sie zu einem kleine Ausflug in die Geschichte der Mobilität einladen: 1863 wurde in London die erste U-Bahnlinie der Welt eröffnet. Während der Überlandverkehr zur damaligen Zeit von dampfbetriebenen Eisenbahnen dominiert wurde, standen die stark wachsenden Metropolen vor scheinbar unlösbaren Verkehrsproblemen. Pferdekutschen waren Jahrhunderte lang die einzige Alternative zum Zu-Fuß-gehen und kamen nun an ihre Grenzen, da immer mehr Menschen in immer größer werdenden Stadtgebieten zunehmend mobil sein wollten. Mitte des 19. Jahrhunderts besagten Prognosen, dass die Straßen von Städten wie New York oder Frankfurt bei anhaltendem Wachstum eines Tages in meterhohem Pferdemist versinken werden.

Car Office statt Home Office? Wie sich die Automatisierung auf unseren Tagesablauf auswirkt

Wie könnte sich unser gewohnter Tagesablauf durch die Automatisierung von Fahrzeugen ändern? Viele der frühmorgendlichen Beschäftigungen wie Schlafen, Körperpflege, Kleidungswechsel oder Frühstücken lassen sich im autonomen Fahrzeug während einer Fahrt durchführen. Wenn diese Tätigkeiten von unserem Zuhause in das Automobil verlagert werden, könnten wir später aufzustehen oder einen weiteren Anfahrtsweg auf uns nehmen und trotzdem früher als heute an der Arbeitsstätte ankommen. Wenn es der Job erlaubt, könnten außerdem geschäftliche Aufgaben im Auto ausgeführt werden. Arbeitsbeginn und -ende, Mittagspausen oder Meetings an verschiedenen Standorten würden vom Arbeitsort entkoppelt. Aus dem Home Office könnte eine Art Car Office werden.

Fahren Sie noch oder leben Sie schon? – Wenn Autofahren zur Nebensache wird

Stellen Sie sich vor, Sie sind alleine in Ihrem Auto unterwegs, müssten sich aber weder auf den Verkehr, die Route oder die diversen Verkehrsschilder und -signale konzentrieren. Stattdessen könnten Sie die Fahrtzeit beinahe uneingeschränkt für Tätigkeiten nutzen, die im Auto eigentlich nicht möglich oder gar verboten sind. Welchen Tätigkeiten würden Sie während der Autofahrt nachgehen? Und wie viel wäre es Ihnen wert, diese Tätigkeiten – wie zum Beispiel Arbeiten – ausüben zu können? Kein Zweifel: Das Fahrerlebnis wird sich in vollautomatisierten Fahrzeugen grundlegend verändern. Deshalb haben wir am Fraunhofer IAO diese und weitere Fragestellungen rund um die Transformation des Fahrerlebnisses im Zuge der Automatisierung von Fahrzeugen in der Studie »The Value of Time – Nutzerbezogene Service-Potenziale durch autonomes Fahren« zusammen mit Horváth & Partners untersucht.

»Hallo Auto, du hast Vorfahrt!«

Ambient Mobility Lab

Automatisiert fahrende Autos, die keinen Fahrer mehr benötigen, eignen sich wunderbar als Requisite für einen Film, der in der weit entfernten Zukunft spielt. So in etwa dürfte bis zum letzten Jahr die landläufige Meinung zu automatisierten Fahrzeugen ausgesehen haben. Dass Daimler bereits zu dieser Zeit auf der symbolträchtigen Bertha-Benz-Strecke unauffällig erste Testfahrten mit einer modifizierten S-Klasse durchgeführt hatte, war im Nachhinein eine große Überraschung für die Öffentlichkeit. Dass diese mehrfach durchgeführte Testfahrt zu einem großen Teil auf Basis von Serientechnologien realisiert wurde, war umso erstaunlicher. Spätestens seit in diesem Jahr auch der Internet-Konzern Google seine Vision eines sogar autonom fahrenden Fahrzeugs präsentiert hat, ist der Trend des automatisierten Fahrens in aller Munde und wird als großer kommender Trend der Automobilindustrie gesehen. Ein wesentlicher Punkt wird jedoch ganz zentral sein, wenn autonom fahrende Autos einmal auf unseren Straßen rollen: Wie kommunizieren wir mit diesen fahrerlosen Verkehrsteilnehmern?

Streiks als Forschungsbeschleuniger oder: Wie man am eigenen Gleis sägt

Ein weiteres Mal binnen weniger Wochen stellt sich Deutschland auf einen Streik bei der Bahn ein. Nun sollte man denken, dass Streiks als strategische Mittel genutzt würden, um auf suboptimale Arbeitsbedingungen einer Berufsgruppe hinzuweisen. In den letzten Monaten hatten einige Streiks jedoch einen interessanten Nebeneffekt: die Gefährdung der eigenen Berufsgruppe.

Autonomes Fahren: Sicherheit, Spaß oder gar beides?

Das Thema automatisiertes Fahren ist mittlerweile in der Öffentlichkeit angekommen. Möge der gesellschaftliche Meinungsbildungsprozess beginnen, er ist unabdingbar und hochrelevant auf dem Weg in die Zukunft des immer intelligenter werdenden Automobils. Als Forscher sehe ich meine Aufgabe darin, einerseits den aktuellen Wissenstand und die Fakten zum Thema einzubringen, und andererseits auf die offenen Fragen hinzuweisen und die Bandbreite möglicher Lösungen zu skizzieren.

Anlässlich der von Ford finanzierten Marktstudie und Kampagne »eine-idee-weiter« hat mich die Reisebloggerin Christine Neder interviewt. Der Videoblog gibt das Interview sehr unterhaltsam, aber natürlich auch sehr verkürzt wieder.