Die demografische Chance (Wissenschaftsjahr 2013)

Demografischer Wandel in KMU: Nichts tun zahlt sich nicht aus!

Wissenschaftsjahr 2013: Die demografische Chance

»Den demografischen Wandel gestalten« – IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2013: »Die demografische Chance«

Erfolgreich sein heißt, auch bei veränderten Bedingungen nicht an Schwung zu verlieren und den Anschluss an die Spitze zu halten. In diesem Sinne fand am 16. und 17. Mai 2013 in Berlin die BMBF-Konferenz »Innovationsfähigkeit im demografischen Wandel« statt, bei welcher das Ministerium wichtige Träger aus Politik, der Sozialpartner, Industrie und Wissenschaft zum gemeinsamen Diskurs zusammenführen konnte.

Einfach GeniAAL: Entdeckungsreise zur optimalen AAL-Lösung

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»Den demografischen Wandel gestalten« – IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2013: »Die demografische Chance«

In meinem gestrigen Blogbeitrag habe ich versucht zu zeigen, warum eine frühe Integration von Älteren und Pflegekräften die Marktchancen von Ambient Assisted Living (AAL)-Lösungen verbessern kann. Heute möchte ich am Beispiel des Forschungsprojekts »GeniAAL« zeigen, wie eine solche Nutzerintegration funktionieren kann und welche weiteren Vorteile sie bringt.

Wie sich die Marktchancen von Ambient Assisted Living-Lösungen erhöhen lassen

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»Den demografischen Wandel gestalten« – IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2013: »Die demografische Chance«

Warum kommen Ambient Assisted Living (AAL)- Technologien nur selten über den Status von Forschungsprojekten hinaus und schaffen den Durchbruch am Markt? Auf zwei wesentliche Stolpersteine bei der Umsetzung hat mein Kollege Thomas in seinem Blog-Beitrag kürzlich hingewiesen: Einerseits werden bei der Entwicklung neuer Assistenzsysteme die Bedürfnisse und Anforderungen der zukünftigen Anwender zu wenig beachtet. Andererseits fehlt es, abgesehen von wenigen Ausnahmen, an nutzer- und dienstleistungsorientierten Geschäftsmodellen , sowohl bei Assistenzsystemen für das häusliche Umfeld als auch für die stationäre Pflege. Ziel der Unternehmen und Forschungseinrichtungen muss es also sein, ihre Produkte und Geschäftsmodelle stark an den älteren Menschen und Pflegekräften auszurichten, um marktfähige AAL-Lösungen zu entwickeln.

Studie zu »Alternsgerechtem Arbeiten«: Sind Sie produktiv in Richtung Zukunft unterwegs?

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Ökonomischer Handlungsbedarf: Die Pro-Kopf-Produktivität muss steigen

Der demografische Wandel hängt über Deutschland wie ein Damoklesschwert an einem einzigen Rosshaar. Während der Fachkräftemangel bisher nur kleine Vorboten sendet, sieht die Zukunft aus ökonomischer, ressourcenorientierter Perspektive alles andere als rosig aus: Bis 2030 wird das Erwerbspersonenpotenzial mit eingerechnet steigenden Erwerbsquoten in Deutschland um etwa 16 Prozent sinken (bis 2050 sogar um 36 Prozent), sagt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit. Daran ändern im Trend auch keine spanischen Zuwanderer etwas. Das bedeutet, dass Unternehmen 2030 durchschnittlich auch 16 Prozent weniger Mitarbeiter zur Verfügung stehen werden. Ein solches Durchschnitts-Unternehmen muss die Pro-Kopf-Produktivität bis dahin um 20 Prozent (bis 2050 um 56 Prozent) steigern, allein um das bisherige (!) Leistungsniveau halten zu können. Und das zusätzlich zu den bestehenden jährlichen Wachstumsanforderungen von durchschnittlich 3-5 Prozent und zusätzlich zu den gegenwärtig anstehenden Verrentungswellen der Baby-Boomer-Jahre, der die Unternehmen mit spontanem Wissensabfluss treffen wird.
Wem diese Zahlen Lektion genug sind, versteht, dass heutiger Erfolg kein Schutz vor kommenden Gefahren darstellt. Der tut wirtschaftlich heute schon gut daran, angesichts des demografischen Wandels ein zusätzlich notwendiges jährliches Plus an Pro-Kopf-Produktivität von 2-3 Prozent zu erzielen (on top versteht sich).

Stress und Burnout: Pathologie unserer modernen Arbeitsweise?

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»Den demografischen Wandel gestalten« – IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2013: »Die demografische Chance«

Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht ein großes Medium die drastischen Auswirkungen der mutmaßlich überfordernden Arbeitsbelastungen betitelt: Arbeitsverdichtung, Stress und Burnout sind in aller Munde. Auch die einschlägigen Statistiken vermelden, dass die Anzahl der Gesundheitsstörungen am Arbeitsplatz bedrohlich wächst – und dies, obwohl viele Unternehmen umfangreiche Programme zur Gesundheitsprävention durchführen. Bedeutet dieser Widerspruch, dass Wahrnehmung der Menschen und die Arbeitsrealität weit auseinanderklaffen? Oder lässt sich daraus vielmehr ablesen, dass betriebliche Präventionsprogramme und Gesundheitsmaßnahmen nicht wirksam genug eingesetzt werden?

Im »Service Dschungel-Camp«: Simulation zum demografiefesten Unternehmen

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Wie es sich im Dschungel lebt und inwieweit sich dort lebende Kleintiere zum Stillen des Hungers eignen, kann man sich abends vom Sofa aus im Fernsehen ansehen. Die Meinungen zum Dschungelcamp gehen weit auseinander. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Grundkonzeption des Camps jedoch durchaus interessant: Eine ausgewählte Gruppe an Personen wird bestimmten Herausforderungen ausgesetzt, um ihr Sozialverhalten unter veränderten Bedingungen analysieren zu können. In der Wissenschaft nennen wir dieses Verfahren eine Simulation. Anders als im Boulevardfernsehen lassen sich in wissenschaftlichen Simulationen tatsächlich völlig neue Erkenntnisse zu Zukunftsszenarien unserer Gesellschaft gewinnen.

Machen Sie Ihr Produktionssystem fit für den demografischen Wandel!

Wissenschaftsjahr 2013: Die demografische Chance

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Die industrielle Produktionsweise wird sich in den kommenden Jahren wesentlich verändern. Ursachen dieser Entwicklung ist einerseits das variierende Produktportfolio, wie dies die Automobilindustrie beispielhaft verdeutlicht: Hier kommen neue Fahrzeugtypen nicht nur in größerer Vielfalt, sondern auch in immer kürzeren Zeitabständen auf den Markt. Andererseits wirkt sich der demografische Wandel gravierend auf die Arbeitsweise in den Fabriken aus. Industrielle Prozesse werden zukünftig mit einem deutlich erhöhten Anteil älterer Mitarbeiter zu betreiben sein. Das heißt auch: Wir müssen präventive Maßnahmen ergreifen, um absehbare Leistungsschwankungen der älteren Werker zu kompensieren.

Den demografischen Wandel gestalten

Wissenschaftsjahr 2013: Die demografische Chance

»Den demografischen Wandel gestalten« – IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2013: »Die demografische Chance«

Wir leben länger. Wir werden weniger. Wir werden vielfältiger. Die Frage, wie wir aus den Folgen dieses demografischen Wandels Chancen schaffen können, steht im Mittelpunkt des diesjährigen Wissenschaftsjahrs »Die demografische Chance« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die Initiative des BMBF nehmen wir am Fraunhofer IAO zum Anlass, unsere eigenen Forschungsaktivitäten, Erkenntnisse und Visionen aus dem Blickwinkel des demografischen Wandels in einer Blogreihe vorzustellen. Wir werfen dabei auch einen kritischen Blick darauf, ob die Maßnahmen, die Unternehmen im demografischen Wandel ergreifen, in die richtige Richtung gehen und welche Aspekte bisher zu kurz gekommen sind. Dabei haben wir festgestellt, dass das Thema so facettenreich wie unsere Forschung ist – anbei eine kleine Auswahl an Projekten:

Nutzerbasierte Dienstleistungsprodukte und Geschäftsmodelle für den demografischen Wandel in China

Wissenschaftsjahr 2013: Die demografische Chance

»Den demografischen Wandel gestalten« – IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2013: »Die demografische Chance«

Nicht nur bei uns in Deutschland, auch im Land des Roten Drachen altert die Gesellschaft – und zwar rapide. Häusliche Pflege- und Betreuungsdienstleistungen werden aktuell (Stand Januar 2013) für nur ein Prozent (!) der chinesischen Gesamtbevölkerung angeboten. Ein Millionenheer alternder Chinesen kann mit dem bestehenden Instrumentarium an Dienstleistungen in naher Zukunft nicht mehr ausreichend versorgt werden. In der Optimierung bestehender und besonders in der Entwicklung neuer und geeigneter häuslicher Pflege- und Betreuungsangebote in Kombination mit Alterstechnikprodukten liegt demnach ein gewaltiges Potenzial.

Auch die Chinesen entwickeln hierfür Technologien, programmieren Software und vernetzen Sensoren, Software und Produkte über einen Server oder Plattformen. Anders als in Deutschland nehmen die Chinesen die im ZEIT-Artikel geforderten Themen »Gründliche Feldversuche« und »Entwicklung nutzerbasierter Dienstleistungsmodelle« hierbei jedoch sehr ernst.

Wie Ambient Assisted Living funktionieren kann: Eine Replik auf »Der unsichtbare Pfleger«

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Ist AAL in Deutschland gescheitert?

Einem Artikel der Wochenzeitung DIE ZEIT zufolge (DIE ZEIT No 2 vom 3. Januar 2013, Seite 27 und 28) lässt der Durchbruch der Alterstechnikbranche (AAL=Ambient Assisted Living) nach wie vor auf sich warten. Hinter vorgehaltener Hand wird sogar gemunkelt, AAL sei »tot«. Nach den Angaben des Zeitungsartikels hat die Branche mittlerweile selbst zahlreiche Gründe hierfür identifiziert. So liest man u.a.:

  • Die Forschungsförderung seitens des BMBF sei zu sehr auf die Entwicklung grundlegender Technologien ausgerichtet. Das »Investment in funkelnde Technik habe Vorrang vor einem gründlichen Feldversuch«. Ebenso habe eine »gemeinsame und auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnittene Perspektive« gefehlt, erwidert das BMBF. Die Entwicklung grundlegender Technologien sei jedoch notwendig gewesen, um diese zu schaffen.