Digitalisierung

Auftaktbeitrag Blogreihe »Digitale Disruption«: Modebegriff, echte Herausforderung oder gar richtige Chance?

Digitale Disruption
Blogreihe »Digitale Disruption«: Technologien und Anwendungsfelder mit Disruptions­potenzial: »Das Bessere ist des Guten größter Feind« – frei nach diesem alten Sprichwort von Voltaire lädt das Fraunhofer IAO zu einer Blogreihe ein, in der unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler disruptive Trends und Technologien vorstellen und deren Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft aufzeigen. Diskutieren Sie mit!


Der Begriff »Disruption« wird momentan geradezu inflationär verwendet: ob in Vorträgen, Presseartikeln, von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik: Kein Vortrag über die Zukunft, kein Artikel, in dem nicht von Disruption die Rede ist. Aber was bedeutet Disruption im eigentlichen Wortsinn? Nach Duden meint es einfach »zerrüttend«, »zerreißend«, »durchschlagend«. Mit anderen Worten: grundsätzliches Anderssein des Nachherigen. Eingeführt hat den Begriff vor 20 Jahren der Harvard-Professor Clayton Christensen: in seinem Buch »The Innovator’s Dilemma« schrieb er über »disruptive Technologien«. Etablierte, erfolgreiche Unternehmen scheitern, so seine These, wenn sie von umstürzenden Innovationen attackiert werden. »Schöpferische Zerstörung« nannte das schon ein halbes Jahrhundert zuvor der österreichische Harvard-Ökonom Joseph Schumpeter.

Produktentwicklung in Zeiten der Digitalisierung: 3 Prinzipien, die Sie beachten müssen

Das große Wort mit »D« ist in aller Munde. Kunden schreien danach und Zulieferer wehren sich. Bedeutet Digitalisierung »nur« die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln oder ist es ein Wandel, dem wir uns fügen müssen? Unabhängig davon, ob Sie mit Digitalisierung Ihre eigenen Abläufe verbessern (möchten) oder die Prozesstechnologien dazu liefern (müssen), spüren Sie in Ihrer Entwicklungsabteilung den Druck der steigenden Individualisierung und der kürzeren Durchlaufzeiten. Wo und wie soll man sich aber in diesen Wandel einreihen, um nichts zu verpassen?

»Internet der Dinge«: Einläuten einer neuen Ära

Smarte TV-Geräte, Spielekonsolen mit Virtual Reality-Technologie, Smart Watches, Fitness Tracker… Die Weihnachtsprospekte sind derzeit gespickt mit neuen, vernetzten Produkten. Sie eröffnen uns ganz neue Interaktionsmöglichkeiten mit unserer Umwelt. Mithilfe einer Smart Watch erfahre ich zum Beispiel mehr über meine eigene Fitness, kann mich aber gleichzeitig einer Community anschließen und mich so mit anderen vernetzen. Klar ist: Das Internet der Dinge (englisch: Internet of Things, kurz: IoT) bietet ein riesiges Ideen- und Entwicklungspotenzial. Viele kleine und große Unternehmen tüfteln daher momentan an neuen, einzigartigen Produkten und Kundenerlebnissen. Doch grade angesichts dieses enormen Gestaltungsrahmens gilt es, systematisch vorzugehen und zuerst ein paar Fragen zu beantworten: Wie sehen intelligente, vernetzte Services der Zukunft aus? Welche Daten benötige ich, um meine Produkte intelligenter zu gestalten? Und wie muss ich mich organisieren, um innovativ, kreativ und am Puls der Zeit zu arbeiten?

Digitalisierung trifft Innovation oder die Kunst der »TrInnovation« (Teil 2)

Die Digitalisierung ist ein Glücksfall für alle Unternehmen, die innovationswillig und -fähig sind: Kontinuierlich entstehen neue technologische Möglichkeiten, Innovationen auf verschiedenen Ebenen zu schaffen, sei es für Systeme oder für kreative Anwender. Woran es jedoch häufig noch hapert, ist die aktive und strategische Erschließung dieser Möglichkeiten.

Wolfsburgs wilde 13!?

Wir haben Advent; Zeit des Wartens – Kinder warten ungeduldig auf ihre Weihnachtsgeschenke, Verwaltungsmitarbeiter auf die letzten Abrechnungen ihrer Kollegen und die meisten von uns vermutlich einfach auf ein paar ruhige, erholsame Tage zum Jahresende. Wer über die vergangenen Monate die wilde Fahrt des VW-Konzerns verfolgt hat, wartet derzeit aber vielleicht auch auf Neuigkeiten aus Wolfsburg – die Geburt der 13. Konzernmarke wie sie VW-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller im Rahmen des Pariser Automobilsalons angekündigt hat:

Digitalisierung trifft Innovation oder die Kunst der »TrInnovation«

Digitalisierung und Innovation haben in den letzten Jahren in fast allen Branchen zu einer Fülle neuer Konzepte und Anwendungen geführt. Wichtige Treiber der Digitalisierung wie Big Data, Internet der Dinge, automatisierte Prozesse etc. lassen physische Produkte und Dienstleistungen intelligent werden und schaffen eine Vielzahl neuer, smarter oder sogar disruptiver Innovationsmöglichkeiten. Sie verändern nicht »nur« Geschäftsfelder oder Produkte, sondern das Paradigma für Innovationen im digitalen Umfeld insgesamt:

Open Data – das Ende des digitalen Wirtschaftswachstums?

Die kostenlose Bereitstellung aller Daten für jedermann: Das ist der Horror für ein Wirtschaftssystem, welches zunehmend auf digitalen Daten und Informationen beruht. So weit sind wir von diesem Szenario aber gar nicht mehr entfernt. Die Gesetzesgrundlagen dazu sind bereits geschaffen.
Dies könnte der hiesigen Wirtschaft das Genick brechen – zumindest, wenn wir uns den neuen Anforderungen durch Open Data nicht stellen. Denn eigentlich ist das Potenzial enorm. Für Deutschland wird dieses in einer McKinsey-Studie auf etwa 130 Milliarden Euro geschätzt. Ob dieses Potenzial genutzt werden kann, ist aber vor allem eine Frage der richtigen Nutzungs- und Geschäftsmodelle.

Geht nicht. Geht doch! Große Forschung für kleine Unternehmen und Mittelstand

Ein großer Name öffnet viele Türen, schafft Grundvertrauen bei potenziellen Auftraggebern und steht für ausgewiesene wissenschaftliche Prinzipien. Als Fraunhofer-Institut profitieren wir am Fraunhofer IAO natürlich von einem Namen, der für lange Tradition in der angewandten Forschung und eine weltweit anerkannte Wissenschaftsmarke steht. Doch gerade für kleine und mittlere Unternehmen scheint der Ruf der großen Forschung bisweilen abschreckend zu wirken: Große Namen kann man sich nicht leisten, so ein gängiges Vorurteil vieler kleinerer Unternehmen. Dabei bildet gerade der Mittelstand in vielen Branchen und Themenfeldern den Schwerpunkt unserer Forschungsarbeit. Grund genug für uns, einen Blick auf die zahlreichen Möglichkeiten zu werfen, die gerade kleinen Unternehmen und dem Mittelstand in der Fraunhofer-Forschungswelt zur Verfügung stehen.

Vernunft und Unvernunft von Digitalisierungsinitiativen

Ist die »Digitalisierung« ein Megatrend oder einfach nur ein Modewort? Die Frage stellt sich derzeit immer öfter, da das Wort im Jahr 2015 wahllos und beliebig oft in unterschiedlichsten Berichten und Artikeln aufgetaucht ist. Genauso haben es viele Unternehmen aufgenommen und als Aufhänger genutzt, um Veränderungen zu rechtfertigen oder anzustoßen. Fragt man jedoch die entsprechenden Entscheider im Unternehmen, was sie unter Digitalisierung verstehen, wird man keine einheitliche Definition finden. Von Industrie 4.0 über Internet of Things und Connected Devices bis hin zu optimierten End-to-End-Prozessen und digitalen Geschäftsmodellen wird so gut wie alles mit »der Digitalisierung« in Verbindung gebracht. Missverständnisse sind vorprogrammiert.