Gesundheit

Geschäftsmodelle im Bereich Gesundheitsprävention und Wellness: Was im Markt funktioniert und was die Zukunft bringt

Medizintechnische Produkte und Lösungen für Gesundheit und Wellness unterscheiden sich in vielem, haben aber eines gemeinsam: Ihr Marktpotenzial ist immens und keineswegs erschlossen. Medizinprodukte mussten allerdings bisher hohe Hürden für die Zertifizierung und Zulassung am Markt zu überwinden. Das könnte sich zumindest auf dem wichtigen US-amerikanischen Markt in Kürze ändern: Laut einem Beitrag in der Bloomberg Businessweek von Olga Kharif wird die zuständige Behörde FDA 2012 neue Richtlinien veröffentlichen, die die Zulassung von Apps für medizinische Anwendungszwecke deutlich beschleunigen und vereinfachen werden. Dabei spielen Smartphones, allen voran Apples iPhone und Android-Geräte, eine entscheidende Rolle. Sie sind nahezu für jede Behandlung und Therapie denkbar, vereinfachen Abläufe, tragen zu erhöhter Transparenz bei und haben hohe Potenziale gerade in mobilen Einsatzszenarien. Das durch die gemeinsame »Hardwareplattform« Smartphone auch noch Kosten gespart werden können, ist das sprichwörtliche Sahnehäubchen.

Wertsteigerung durch betriebliche Gesundheitsprävention

Demografischer Wandel, Stress und Leistungseinschränkungen – die Verantwortlichen in den Unternehmen erkennen immer konkreter die Notwendigkeit einer gesundheitlichen Prävention. Doch häufig wird Gesundheit auf einen betriebspolitischen Hygienefaktor mit vermeintlich geringer betriebswirtschaftlicher Relevanz reduziert. Die Folgen: Präventionsmaßnahmen bleiben unspezifisch und allgemein, der Aufwand steigt und führt nur selten zu den angestrebten Wirkungen. Dass Gesundheit ein »harter« betriebswirtschaftlicher Faktor sein kann, eine Investition, die sich wirklich rechnet, zeigen Betriebe, die die Gesundheitsthematik systematisch in ihre Unternehmensstrategie einbinden. Sie verstehen Gesundheit dabei weniger als ein eigenständiges Unternehmensziel, sondern betrachten sie als eine erfolgskritische Bedingung für die betriebliche Wertschöpfung.

Gesundheitsprävention: Die falschen Versprechen für die richtigen Produkte?

Das Nutzenversprechen ist bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen die »Brücke« zwischen Ressourcen und Markt. Oder eben dem, was das Unternehmen leisten bzw. verkaufen kann und dem, was Kunden nachfragen, respektive zu kaufen bereit sind. Was ist es nun, das Kunden im Markt für Gesundheitsprävention kaufen möchten? Gesundheit? Sicherheit? Lifestyle? Wie können in diesen Bereichen Nutzen angeboten und – ganz wichtig – kommuniziert werden?

Gesundheit ist ein geradezu postmoderner Begriff, der sehr unterschiedlich interpretiert und genutzt werden kann – aber genau von dieser Interpretation hängt der Erfolg eines Geschäftsmodells im Bereich Gesundheitsprävention ab.

Die beste Finanzierung fürs Gesundheitswesen? Erfolgreiche Geschäftsmodelle!

Warum kosten Rasierer nahezu nichts, Rasierklingen jedoch ein kleines Vermögen? Wie können Mobilfunkanbieter Handys für 1 Euro anbieten, die regulär im Elektro-Handel 499 Euro kosten? Warum gibt es in Fitnessstudios Premium Tarife mit Personal Trainer, Getränkeflatrate und unbegrenzter Spa-Benutzung, wenn die meisten Mitglieder nur in den ersten zwei Wochen des Jahres trainieren? Viele Fragen – eine simple Antwort: hinter all diesen Fällen stecken relativ einfache Leistungen. Im Bereich der Gesundheitsprävention finden wir häufig die umgekehrte Konstellation: sehr anspruchsvolle Leistungen, aber z.T. simple Geschäftsmodelle. Der Blick über den Tellerrand der eigenen Branche auf die Geschäftsmodelle anderer kann also hier wirklich etwas bewirken.

Gesundheit! Das Triple Win-Prinzip in der betrieblichen Prävention

Wir wissen genau, wie sich der Krankheitsstand in unseren Unternehmen entwickelt – dank ausgefeilten betrieblichen Reportings. Wir wissen sogar, wie sich der Bundestrend der Krankmeldungen entwickelt und was die häufigsten Ursachen für »krankheitsbedingte Fehltage« waren.

Aus strenger Unternehmersicht müsste es aber um eine ganz andere Fragestellung gehen: Wie schaffe ich es, dass meine Mitarbeiter gesund bleiben?

Gesund arbeiten: eine Aufgabe für die Arbeitsforschung und -gestaltung

Das Wissenschaftsjahr 2011 widmet sich Thema »Forschung für unsere Gesundheit«. Ernährung, Bewegung, Nichtrauchen und die daraus resultierende Lebensqualität – solche Themen verbinden wir spontan mit dem Gesundheitsbegriff. Zweifelsohne beeinflussen ebenso viele Faktoren die Gesundheit, wie es individuelle Erfahrungen mit ihr gibt. Alle reden über Gesundheit – dabei ist es keinesfalls trivial, das eigene gesundheitliche Befinden zu definieren. Und vor allem: Was hat Gesundheit mit Arbeit zu tun?