Smart Cities

Smarte Stadt, smarte Verwaltung – Hype oder Chance?

Ein neuer Trend ist da. In den letzten Jahren war es noch der Nachhaltigkeitshype, nun ist es die Digitalisierung und der Versuch alles zu »versmarten«. Städte wollen eine »smart city« werden und überbieten sich in ihren Digitalisierungsstrategien. Nachdem bereits in einigen europäischen Städten wie Santander, Dublin, Wien oder Eindhoven Sensoren zur Verbesserung der Dienstleistungen installiert wurden und es innovative Beispiele im Bereich Verwaltung gibt, ziehen nun die deutschen Städte nach.

Summer in the City: Wie Städte mit dem Klimawandel umgehen können

Es ist wieder soweit: Sommer in Stuttgart. Tagelange Höchsttemperaturen von über 30 Grad, stehende Luft, drückende Feuchtigkeit, unangenehme Gerüche im öffentlichen Nahverkehr und keine Gelegenheit, mal eben im naheliegenden See Kopf und Körper abzukühlen. Auch die vom Wetterbericht angekündigten Gewitter bringen nur selten die vom braun gebrannten Gras so dringend benötigten Niederschläge und in den teils tropischen Nächten bleibt eine echte Abkühlung oftmals aus. Inzwischen ist sogar das Grillen vielerorts wegen Brandgefahr untersagt. Der Sommer in Stuttgart ist in einer Dachgeschosswohnung, in unklimatisierten Büros oder für (ältere) Menschen mit Kreislaufproblemen wirklich kein Zuckerschlecken!

Blockchain & Smart Contracts: Führt der Hype von einer sinnvollen Technologie zu unsinnigen Anwendungen?

Wer auch immer Satoshi Nakamoto sein mag, er oder sie hat uns wohl eine der größten Innovationen im Finanzsektor der letzten Jahrzehnte beschert. Jeden Tag entstehen neue Ideen zu lukrativen Einsatzbereichen, vom Wallet beim autonomen Fahren bis hin zur Blockchainisierung ganzer Städte. Doch sollte in vielen Fällen die Frage nach dem Sinn der Anwendung erlaubt sein. Denn nicht alles was glänzt, ist Gold oder Bitcoin.

Corporate Smart Citizens: Unsere Hitliste der Smartcity Unternehmensblogs (Teil 2)

Smartcities vernetzen nicht nur Städte und Stadtbewohner. Sie ermöglichen auch neue Interaktionsmöglichkeiten zwischen Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern sowie gesellschaftlichen Initiativen. Vor Kurzem haben wir hier unsere Favoriten unter den Smartcity-Blogs von Initiativen der Zivilgesellschaft vorgestellt. Jetzt folgt unsere Hitliste lesenswerter Corporate Blogs zur Smarten Stadt von morgen:

Open Data und Logistik – ein unschlagbares Duo

Urbane und regionale Logistik sind Schlüsselherausforderungen für die Städte der Zukunft, die wir nicht bewältigen werden, wenn wir nicht zu einem neuen Umgang mit Daten finden. Während im Bereich städtischer Logistik oft ein Mangel an Daten herrscht, so sind es bei Open Data meist die Anwendungen. Durch die Schaffung und Nutzung von Synergien in den Bereichen Open Data und urbaner sowie regionaler Logistik können zahlreiche neue Anwendungen entstehen. Zukünftig müssen Lösungen in diesem Zusammenhang aber vor allem die Entsorgungslogistik adressieren. Denn wo versorgt wird, muss auch entsorgt werden!

Smart Cities und der Stadtverkehr von übermorgen: Vision 50:50?

Städte waren schon immer Orte des Verkehrs. Die ersten Siedlungen bildeten sich entweder an strategisch wichtigen Orten oder an Wegkreuzungen. Entlang der technischen Evolution beschleunigten sich das Reisen und der Informationsaustausch zwischen Städten über Pferdetrams, Eisenbahn, Telegrafie, U-Bahnen, Automobil und Busse. Man kann offen zugeben, dass die meisten unserer heutigen Mobilitätslösungen in ihrem grundsätzlichen Prinzip aus dem 19. Jahrhundert stammen: Die Eisenbahn wurde 1829 »pilotiert«, die U-Bahn 1863 und das Automobil 1886. Meilensteine wie die Charta von Athen haben in der Nutzungstrennung der städtischen Funktionen eine tiefsitzende Logik etabliert, die mit den Herausforderungen im 21. Jahrhundert schwer vereinbar scheint. Heutige Städte nutzen Systeme und Infrastrukturen, die auf teilweise veralteten Technologien basieren und äußerst schwerfällig sind, wenn es um Anpassungsfähigkeit, Erweiterbarkeit und Transformation geht. Fragen Sie beispielsweise die Betreiber der New York Subway zur Zukunftsperspektive angesichts erwarteter Modernisierungs- und Betriebskosten (Tipp: e-Bay spielt bei der Beschaffung von Ersatzteilen bereits eine gewisse Rolle).

Raspberry Pi & Co: Chancen für eine smarte Supply Chain in Afrika

Seit Jahren erfreuen sich Minicomputer wachsender Beliebtheit für technische Spielereien. Mit Ihnen werden Wetterstationen, 3D-Drucker oder autonome Fahrzeuge realisiert. Doch gerade für weniger entwickelte Regionen und KMU mit limitierten Budgets besteht hier die realistische Chance, eine smarte Supply Chain zu etablieren und einen nachhaltigen Wissenstransfer mitzugestalten.

Nutzergenerierte Daten für Entwicklungsländer, ihre Städte und Bewohner

Wir alle generieren jederzeit Daten – sei es, wenn wir uns mit Handy in der Tasche bewegen, dem Shoppingwahn 3 Uhr Nachts am Heimcomputer erliegen oder uns an irgendeinem Ticketautomaten eine Fahrt ins Nirgendwo buchen. Auch wenn der Umgang mit diesen Daten in letzter Zeit ab und an Teil des gesellschaftlichen Diskurses war, so wissen wir Endanwender und Nutzer dennoch weitestgehend überhaupt nicht, was mit unseren Daten passiert. Einig sind sich jedoch die meisten Menschen darin, dass die Daten sicher nicht zu unserem Besten gesammelt werden. »Die können uns dann gezielter Dinge verkaufen! « ; »Die wollen einfach nur alles über dich wissen!«; »Die spionieren dich aus!«. Typische Sätze, die man von Menschen hört, die meist auch gar nicht genau sagen können, wen sie mit »Die« meinen.

Smart Cities sind kein Privileg reicher Industrienationen

Möglicherweise war unsere letzte Darstellung zu düster, vielleicht auch nicht. Der springende Punkt jedoch ist, dass eine Smart City auch sinnvolle Perspektiven für Städte in Entwicklungsländern bieten muss. Denn »Smart City« bedeutet zuallererst nicht, eine Stadt mit möglichst teurer, intelligenter Infrastruktur »vollzustopfen«. Der Grundgedanke ist Vernetzung. Es geht darum, alle relevanten Planungsbereiche, Unternehmen und Bürger zu vernetzen, um somit Synergien und Mehrwert für alle zu schaffen.

Smart Cities und Smart Services: Eine lohnende Perspektive für Entwicklungsländer

Das Internet sowie die mobile Kommunikation haben unsere Lebenswelten auf ungeahnte Weise verändert und unseren Alltag durch zahlreiche Innovationen manchmal verkompliziert, grundsätzlich aber vor allem vereinfacht. Die nächsten technologischen Innovationssprünge sind bereits absehbar: Das Internet wird mit der realen Welt oder was auch immer wir dafür halten »verschmelzen«. Über Sensoren und vernetzte Kommunikation ermöglicht es das »Internet of Things«, Systeme intelligent und autonom zu gestalten und den Informationsfluss in Echtzeit zu managen. So kann zukünftig vielleicht der Kühlschrank das Auto einkaufen schicken, wenn mal wieder die Milch alle ist. Dieser Gedanke liegt dem Smart-City-Ansatz zugrunde. Zahlreiche Forschungsprojekte beschäftigen sich mit den Möglichkeiten und Vorteilen von intelligenten Infrastrukturen und smarten Services. Doch sind die Projekte meist auf reiche und hochentwickelte Länder und Städte fokussiert. Vernachlässigt wird in der Smart-City-Debatte der Fakt, dass die Brennpunkte der Urbanisierung nicht in der westlichen Hemisphäre zu finden sind.