Urban Mobility

Future City_Lab: Stuttgart, es hat sich ausgestaut!

Wann standen Sie das letzte Mal auf der Hauptstätter Straße in Stuttgart und haben sich über die Mobilitätssituation in der Landeshauptstadt Gedanken gemacht? Sie denken jetzt sicher an den letzten Feierabendstau, den Sie an irgendeiner Ampel im Auto sitzend allein, hungrig und fluchend eingeläutet haben…ich denke an vergangenen Sonntag, an dem ich seelenruhig vom Feuersee bis zum Marienplatz auf der zweispurigen Fahrbahn dahingeschlendert bin.

Elektromobilität und das Tal der Tränen

Die Welt ist trist für die Liebhaber der Elektromobilität. Kaum ein Tag, an dem nicht die geringen Verkaufszahlen bejammert werden, irgendein E-Fahrzeug Funken sprüht, eine Firma Pleite geht – oder zumindest mehr Geld braucht und überhaupt wird der Strom ja auch immer teurer.

Aus Zukunftsangst kommen die Elektromobilitäts-Forscher des Fraunhofer IAO (mich eingeschlossen) mit zittrigen Händen zur Arbeit, bauen sich ein zweites Standbein durch den massenhaften Kauf von Lottoscheinen auf und durchforsten Jobbörsen, um im Notfall anderswo Unterschlupf zu finden. Glauben Sie?

Fraunhofer IAO elektromobilisiert die Kommunalen Servicebetriebe in Tübingen

Unsere Städte sind die Metropolen des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens, die wirtschaftlichen Kraftfelder des Landes. Zugleich sind sie in unserer hoch mobilen Gesellschaft jedoch auch die Orte, an denen die negativen Auswirkungen eines steigenden Verkehrsaufkommens wie Stau, Luftverschmutzung und Lärm besonders spürbar werden. Wenn wir die negativen Aspekte unseres urbanen Lebens reduzieren und gleichzeitig den neuen Herausforderungen unserer Zeit, wie der sinkenden Verfügbarkeit von Rohstoffen begegnen wollen, müssen wir innovative Lösungen finden. Die Stadt Tübingen geht jetzt in Kooperation mit dem IAO einen solchen Weg der sanften Evolution durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen in der kommunalen Serviceflotte, um wichtige Erfahrungen für zukünftige Entscheidungen und Investitionen zu sammeln.

Wie fühlt sich Elektromobilität im Jahr 2025 an?

Das Fraunhofer IAO hat in Zusammenarbeit mit Unternehmenspartnern Zukunftsszenarios zur Elektromobilität skizziert. Schon wieder, werden Sie sagen. Schließlich herrscht kein Mangel an Zukunftsprognosen zur Mobilität. Was also macht unsere Szenarios besonders?

Es geht bei uns nicht um Zahlen, sondern um mobile Lebenswelten. Die Szenarios zeigen nicht auf, wie die Welt aussehen wird, sondern wie sie aussehen kann. Es gibt keine Eintrittswahrscheinlichkeiten.

Morgenstadt: ein Netzwerk gestaltet die urbane Zukunft

Das Innovationsnetzwerk »Morgenstadt: City Insights« zeigte auf der Hannover Messe: Unternehmen müssen anders lernen, um die Herausforderungen auf dem Weg zu nachhaltigen Stadtsystemen zu meistern.

Wer nachdenkt, entwickelt nachhaltig
Nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und Konzepte sind nicht nur Begriffe aus Hochglanzbroschüren. Für Unternehmen sind sie außerordentliche Chance und Herausforderung zugleich. Für die Städte der Zukunft müssen viele Grundlagen des städtischen Lebens neu gedacht werden, denn die Produkte und Leistungen der Vergangenheit können urbane Probleme wie die Co2-neutrale Energieversorgung, die Folgen des demografischen Wandels oder die Umstellung auf elektromobilen Verkehr nicht mehr bewältigen.

Ein Ausflug in die Morgenstadt

Alle reden von der Morgenstadt: Technologien für urbane Ballungsräume sind das Zukunftsthema Nummer eins – auch auf der Hannover Messe.

Aber wie könnte diese Zukunft konkret aussehen? Wie werden wir leben, arbeiten und uns fortbewegen? Wie kann es uns gelingen, dass sich die Technik an den Menschen anpasst und nicht der Mensch an die Technik? Unser Film nimmt Sie mit auf einen kleinen Ausflug in die Morgenstadt und lässt dabei Raum für Ihre Ideen und Anregungen. Wie sieht Ihre Vision einer lebenswerten Zukunftsstadt aus?

Morgenstadt – City Insights: Ein Fraunhofer Innovationsnetzwerk erforscht Stadtsysteme von Morgen

Kennen Sie das »boiled frog syndrome«? Ein Frosch, den man in kochendes Wasser setzt, springt sofort wieder raus. Setzt man ihn aber in kaltes Wasser und erhitzt es dann langsam, bleibt er brav sitzen, bis er verkocht ist. Ähnlich verhält es sich mit zukünftigen Märkten: Schaffen wir es nicht, das neue Paradigma der wichtigsten Zukunftsmärkte zu erkennen und mitzugestalten, sind unsere derzeitigen Produkte und Technologien bald »verkocht«.

Fraunhofer Hochschulwettbewerb in Kooperation mit Langmatz: Elektromobilität neu denken

Neue Ideen entstehen durch neue Perspektiven und Blicke über den Tellerrand. Die Teams Mobility Technologies und Urban Mobility des Fraunhofer IAO sowie die Langmatz GmbH, ein führender Anbieter in Deutschland für elektromobile Ladeinfrastruktur, hatten deshalb Design-Studenten von fünf renommierten deutschen Hochschulen aus Köln, München, Pforzheim, Braunschweig und Stuttgart eingeladen, die Produkte der Zukunft gemeinsam neu zu denken und zu gestalten.

Viel Lärm um die »Elektrolüge«

Gestern gab die Berliner Tageszeitung (TAZ) einen Bericht über eine Veröffentlichung des Öko-Instituts heraus, der hohe Wellen schlug. Dort wurde – wie in den meisten ökologisch orientierten Publikationen über die Elektromobilität – darauf hingewiesen, dass Elektroautos mit Strom fahren und der Strom in Deutschland bisher mit vergleichsweise hohen Emissionen verbunden ist. All das ist nicht neu und wurde nie bestritten.