Verändern heißt verstehen: Warum Kompetenzmanagement bei Veränderungsprozessen notwendig ist

Einmal angenommen, Ihr Unternehmen entwickelt neue Produkte und geht in die Prozessplanung, um diese entsprechend der Kundenanforderungen zu realisieren. Doch was helfen all die planerischen und ökonomischen Fähigkeiten der Geschäftsleitung, wenn die Belegschaft sich darin nicht zurechtfindet, die Prozesse nicht lebt und die Tätigkeiten nicht umsetzen kann? Alles kein Problem, sagen die Personaler, schulen wir die Belegschaft – leider fast immer nach dem Prinzip »Schrotflinte«: Formal wurde Wissen vermittelt, doch unter der Hand herrscht das geregelte Chaos in der Einführungsphase neuer Prozesse und Produktlinien. Resultat: Durch Überforderung frustrierte Mitarbeiter, Kunden, die sich als »Beta-Tester« verstehen und Personaler, die am Ende als Sündenböcke bei der Geschäftsleitung herhalten müssen. Systematisches Kompetenzmanagement schließt die Lücke zwischen der Unternehmensperformance und der Mitarbeiterschaft.

Welche konkreten Vorteile bringt systematisches Kompetenzmanagement?

Mit regelmäßigem Kompetenzmanagement lässt sich viel zuverlässiger prognostizieren, ob die Kompetenzen der Mitarbeiter ausreichend sind, um Veränderungsprozesse zu bewältigen oder nicht. Identifizierte Kompetenzlücken, also das Delta zwischen benötigten Kompetenzen und vorhandenen Kompetenzen, um Tätigkeiten und Prozesse zu bewältigen, lässt sich deutlich besser schließen als mit herkömmlichen »Hand am Arm«-Lösungen. Durch die Identifikation der Kompetenzlücken lernen auch Trainer, »worauf es beim Training ankommt« und können ihre Trainings exakt darauf ausrichten, Kompetenzlücken passgenau zu schließen. Umgekehrt ermöglicht es Personalern, potenziellen Trainern einen exakten Anforderungskatalog vorzulegen, um Trainings entsprechend auszurichten. Sieger am Ende des Tages sind somit alle: Mitarbeiter, Trainer, Personaler und die Geschäftsleitung selbst im Bewusstsein, Geld sinnvoll investiert zu haben und nicht in ein Bermudadreieck zu pumpen, welches von Personalern mit unbestimmten Effekt auf die Unternehmensperformance ausgegeben wird.

Diese Thesen werden von unserer aktuellen Studie »Kompetenzmanagement in deutschen Unternehmen« gestützt. Wir geben darin auch konkrete Empfehlungen zu »Dos und Don‘ts«, Erfolgskonzepten und Stolpersteinen und beleuchten die systematische Einführung genauer. Einen Vorgeschmack auf die einzelnen Kapitel und wichtigsten Erkenntnisse der Studie werde ich in den kommenden Beiträgen hier im IAO-Blog geben:

  • Status quo und zukünftige Trends im Kompetenzmanagement
  • Promotoren für erfolgreiche Kompetenzmanagement-Aktivitäten
  • Hindernisse und Verbesserungspotenziale
  • Kompetenzmanagement zielorientiert ein- und durchführen
  • Kompetenzmanagement als systematische Vorgehensweise begreifen
  • Chancen für kleine und mittlere Unternehmen durch Kompetenzmanagement

Wer jetzt schon neugierig geworden ist, kann die Studie im IAO-Shop gleich bestellen (495 €), hier im IAO-Blog diskutieren oder sich direkt mit mir in Verbindung setzen.