Zwei Tage in der Stadt von morgen

Es gibt viele Wege Ideen zu verwirklichen oder Probleme zu lösen.

Charles Babbage entwickelte im 18. Jahrhundert die erste Dampf-Rechenmaschine und Leonardo da Vinci baute dreihundert Jahre zuvor die Luftschraube. Inzwischen wurden mechanische durch elektronische Computer abgelöst und auch die Luftschraube findet man eher im Museum als im Alltag. Doch beide Erfindungen waren Wegbereiter für nachfolgende, realisierbare Technologien und zeigen, dass es bei der Umsetzung von Ideen vor allem um eines geht: machen.

Naheliegend also, dass für unser Vorhaben – schlaue Lösungen für eine lebenswerte Stadt erarbeiten – besonders ein Veranstaltungsformat geeignet war: der Makeathon. Makeathons bieten motivierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, den Funken einer Idee in einen Prototyp zu verwandeln und gleichzeitig andere für dessen Potenzial zu begeistern.

Nimm eine Idee – egal ob groß oder klein, vernünftig oder verrückt – und verwandle sie in etwas Reales damit andere Menschen darauf reagieren

Am Dienstagmorgen ging es los. 50 Teilnehmende stellten sich der Herausforderung, in verschiedenen Gruppen an zwei Tagen Prototypen zu entwickeln. Einzige Bedingungen: Stadtrelevant mussten die Projekte sein und auf kommunaler Ebene umsetzbar. Inspiriert durch kurze Lightning Talks über aktuelle Stadtvorhaben oder zukünftige Entwicklungen organisierten sich die Maker in Teams und konzipierten, programmierten, tüftelten und bastelten

Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO
Smart City Makeathon
Foto: Ludmilla Parsyak, © Fraunhofer IAO

Mittwochabend wurde präsentiert. Die Bandbreite der Konzepte und Prototypen spiegelte die Vielfalt der Themen in einer Stadt wider:

  • TranSpace (mit Hilfe von Augmented Reality werden Bürgern öffentliche Projekte im Bereich Stadt- und Raumplanung visualisiert und dadurch nähergebracht);
  • kommune.digital (Digitalisierung und Optimierung des Wohnsitz-Ummeldeprozesses für Verwaltung und Studenten in Universitätsstädten);
  • Sicherheit auf Veranstaltungen (ein Projekt von und mit der Polizeidirektion Stuttgart);
  • Mitfahr|DE|zentrale (Open Source App für Kurzstreckenmitfahrgelegenheiten);
  • Future Graveyards (ein Ausblick darauf, wie städtische Friedhöfe in zwanzig, fünfzig oder hundert Jahren aussehen könnten – verabschiedet euch schon mal vom herkömmlichen Grabstein), sowie
  • werkmatch.org, zukünftige Online-Plattform des Hobbyhimmel in Stuttgart.

Werkstadt

Sinnbildlich für den Makeathon, die Morgenstadt-Werkstatt-Veranstaltung und die Stadt selbst, steht dieses letzte Projekt. Denn ähnlich dem Konzept der offenen Werkstatt, in der Bürgerinnen und Bürger Neues schaffen, Altes reparieren, Erfahrungen und Fähigkeiten austauschen und Materialien teilen, gestalten wir auch die Räume und das Leben in unseren Städten. Miteinander, jeder mit seinem liebsten Werkzeug.

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