Inzwischen ist es bei den meisten Betrieben angekommen: Ab 2027 kommt der Digitale Produktpass (DPP) nach und nach für verschiedene Produktgruppen. Nichts scheint die Welle an Regularien und Dokumentationspflichten aus Brüssel aufhalten zu können. Der DPP wird es Konsumenten und anderen Marktteilnehmern in Europa erlauben, je nach ihrer Rolle, nachhaltigkeitsrelevante Daten zu Produkten einzusehen. Die EU gibt vor, dass dies zu geschehen hat, doch wie genau das umgesetzt wird, bleibt zum Großteil den Unternehmen selbst überlassen. Für Unternehmen ergeben sich dadurch ein paar kritische Fragen:

  1. 1. Wie sorge ich dafür, dass innerhalb meines Unternehmens und in der Zusammenarbeit mit Zulieferern die Bereitstellung der Daten möglichst effizient abläuft?
  2. 2. Wie stelle ich sicher, dass ich zwar compliant bin, meine Daten aber nicht in die falschen Hände geraten?

Business Wallet to the Rescue!

Die EU-Business Wallet (EUBW) ist weit mehr als ein reines Compliance-Werkzeug – sie ist eine sichere digitale Identitätsschicht für Unternehmen. Aufgebaut auf den Prinzipien der Self-Sovereign Identity (SSI) und Verifiable Credentials (VCs), ermöglicht sie es Unternehmen, offizielle Geschäftsidentitäten vollständig digital zu speichern, zu verwalten und gezielt weiterzugeben. Für den Digitalen Produktpass entsteht dadurch unmittelbarer praktischer Nutzen. Lieferanten können Zertifizierungen wie ISO-Normen, Compliance-Dokumente, Auditergebnisse sofort nachweisen, ohne langwierige Abstimmungsprozesse. Zollbehörden können Prüfungen deutlich schneller durchführen, und interne Teams können Datenzugriffe granular erteilen oder entziehen. Betriebsgeheimnisse bleiben geschützt, während Transparenzanforderungen dennoch erfüllt werden.

Aber funktioniert das auch wie versprochen?

So viel zur Theorie. Aber klappt das auch in der Praxis so, wie sich die Expertinnen und Experten das vorstellen? Am Fraunhofer IAO soll es dazu bald eine Studie geben. Wir wollen das Ganze einmal durchtesten: Reale IT-Umgebung, reale Lieferketten, reale Produkte. Dafür suchen wir derzeit nach einem Unternehmen, welches in den nächsten Jahren vom DPP betroffen sein wird und mit dem Gedanken spielt, im Zuge dessen sein Identitätsmanagement mit einer Business Wallet aufzuwerten. Wir unterstützen bei der Konzeption und Einführung und lernen dadurch, mit was für unerwartete Hürden Unternehmen zu kämpfen haben. Win – Win.

Ist das was für Sie? Oder haben wir allgemein Interesse an dem Thema geweckt und Sie wollen sich dazu mit uns austauschen? Kommen Sie auf uns zu!

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Isaac Henderson Johnson Jeyakumar

Software-Entwicklungsingenieur und Technischer Projektleiter im Team Identitätsmanagement des Fraunhofer IAO in Stuttgart.Er ist Informatiker und beschäftigt sich mit der Entwicklung von IoT- und Robotik-Projekten und ist außerdem Experte in der Forschung und Entwicklung von Trust-Frameworks für Digitale Identitäten.

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Kategorien: Arbeitswelten (New Work, Connected Work), Digitale Transformation
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