Gerontologie

Pflegebedürftigkeit: Tabuthema am Arbeitsplatz?

Eine jüngste Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) besagt: 86 Prozent der Bundesbürger wünschen sich eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Im Vordergrund der Diskussion steht heute häufig noch die Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung. Sicher nach wie vor ein wichtiges Thema, doch viel drängender wird bald die Frage werden, wie Arbeiten und Pflegen sich vereinbaren lassen: schon jeder zehnte Beschäftigte pflegt laut BMFSFJ bereits einen Angehörigen – Tendenz steigend.

Seniorenreisen – organisiert aber dennoch individuell?

Wissenschaftsjahr 2013: Die demografische Chance

»Den demografischen Wandel gestalten« – IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2013: »Die demografische Chance«

Ältere Menschen auf Reisen haben häufig andere Bedürfnisse als jüngere. Eine wachsende Zahl älterer Reisender ist sogar auf eine besondere Infrastruktur angewiesen, die eine Reise überhaupt erst möglich macht. Fragen, die schnell auftauchen, sind:
Wer trägt die Koffer? Wie finde ich mich zurecht? Was kann ich unternehmen? Was ist, wenn ich mal Hilfe brauche?
Hier klaffen die Bedürfnisse und die vorhandenen Angebote weit auseinander.

Zukunftschance für die Jugend: Integrierte Gerontologie

Gastbeitrag
Wissenschaftsjahr 2013: Die demografische Chance

»Den demografischen Wandel gestalten« – IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2013: »Die demografische Chance«

In Deutschland folgt man dem Trend bisher nur zögerlich. Vielleicht aufgrund der mangelnden Wertschätzung der Älteren in der Gesellschaft? In Japan etwa, dem Industrieland mit dem höchsten Anteil älterer Menschen, sind die Senioren auch bei der Produktentwicklung viel stärker im Blick. Ähnlich wie in Japan wird in 10-15 Jahren auch in Deutschland die Altersentwicklung aussehen.

Deutschland – Entwicklungsland in Sachen Seniorentechnologie?

Gastbeitrag
Wissenschaftsjahr 2013: Die demografische Chance

»Den demografischen Wandel gestalten« – IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2013: »Die demografische Chance«

Am Anfang waren riesige Handy-Tasten. Sie sollten älteren Menschen eine Hilfe sein. Doch als sie Mitte der neunziger Jahre auf den Markt kamen, wollte sich kaum jemand damit sehen lassen: Denn schon von weitem war sichtbar: Hier ist jemand nicht mehr ganz auf der Höhe. Die gut gemeinten Senioren -Telefone mit dem Altersstigma verschwanden schnell wieder vom Markt. »Gut gemeint« entpuppte sich in den Anfängen der Spitzentechnologie für Senioren einmal mehr als das Gegenteil von »Gut« – nicht etwa weil es uns in Deutschland an den technologischen Voraussetzungen mangelt, sondern am fehlenden Verständnis für die wirklichen Bedürfnisse älterer Menschen. Wenn sich das nicht ändert, sind weitere Millionenflops absehbar.

Wie sich die Marktchancen von Ambient Assisted Living-Lösungen erhöhen lassen

Wissenschaftsjahr 2013: Die demografische Chance

»Den demografischen Wandel gestalten« – IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2013: »Die demografische Chance«

Warum kommen Ambient Assisted Living (AAL)- Technologien nur selten über den Status von Forschungsprojekten hinaus und schaffen den Durchbruch am Markt? Auf zwei wesentliche Stolpersteine bei der Umsetzung hat mein Kollege Thomas in seinem Blog-Beitrag kürzlich hingewiesen: Einerseits werden bei der Entwicklung neuer Assistenzsysteme die Bedürfnisse und Anforderungen der zukünftigen Anwender zu wenig beachtet. Andererseits fehlt es, abgesehen von wenigen Ausnahmen, an nutzer- und dienstleistungsorientierten Geschäftsmodellen , sowohl bei Assistenzsystemen für das häusliche Umfeld als auch für die stationäre Pflege. Ziel der Unternehmen und Forschungseinrichtungen muss es also sein, ihre Produkte und Geschäftsmodelle stark an den älteren Menschen und Pflegekräften auszurichten, um marktfähige AAL-Lösungen zu entwickeln.

Wie Ambient Assisted Living funktionieren kann: Eine Replik auf »Der unsichtbare Pfleger«

Wissenschaftsjahr 2013: Die demografische Chance

»Den demografischen Wandel gestalten« – IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2013: »Die demografische Chance«

Ist AAL in Deutschland gescheitert?

Einem Artikel der Wochenzeitung DIE ZEIT zufolge (DIE ZEIT No 2 vom 3. Januar 2013, Seite 27 und 28) lässt der Durchbruch der Alterstechnikbranche (AAL=Ambient Assisted Living) nach wie vor auf sich warten. Hinter vorgehaltener Hand wird sogar gemunkelt, AAL sei »tot«. Nach den Angaben des Zeitungsartikels hat die Branche mittlerweile selbst zahlreiche Gründe hierfür identifiziert. So liest man u.a.:

  • Die Forschungsförderung seitens des BMBF sei zu sehr auf die Entwicklung grundlegender Technologien ausgerichtet. Das »Investment in funkelnde Technik habe Vorrang vor einem gründlichen Feldversuch«. Ebenso habe eine »gemeinsame und auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnittene Perspektive« gefehlt, erwidert das BMBF. Die Entwicklung grundlegender Technologien sei jedoch notwendig gewesen, um diese zu schaffen.

Ambient Assisted Living: Zukunftsmarkt oder Rohrkrepierer?

Ambient Assisted Living (kurz AAL) sind im Alltag unterstützende Assistenzsysteme. Eigentlich sind die Aussichten dafür in Deutschland günstig: Die Bevölkerung hat eine immer höhere Lebenserwartung. Mit zunehmendem Alter sind unwillkürlich auch zunehmende körperliche und – auch wenn man nicht gerne darüber spricht – geistige Beeinträchtigungen verbunden. Mikrosystem- und Kommunikationstechnik kann uns trotz altersbedingter Beeinträchtigungen zu einem möglichst lange selbstbestimmtem und unabhängigen Leben im gewohnten Umfeld verhelfen. Wann und ob und welche AAL-Technologien sich durchsetzen werden, loten Forschung und Industrie derzeit in zahlreichen Projekten und Versuchen aus (siehe www.aal-deutschland.de).