MWare

Konsequenzen der Multicore-Revolution für die Software-Industrie

Noch vor wenigen Jahren war von einer Prozessorgeneration zur nächsten jeweils eine beachtliche Leistungssteigerung zu verzeichnen, die, neben einer Erhöhung der Transistordichte auf den Chips, in großem Maße auf eine Erhöhung der Taktrate zurückzuführen war. Die Taktrate wird für Prozessoren in Hertz angegeben und steht für die Geschwindigkeit, mit der Daten von einem Prozessor verarbeitet werden können. Durch die immerwährende Erhöhung dieser Taktrate konnten immer komplexere Anwendungen immer größere Datenmengen in kürzerer Zeit verarbeiten – der wachsende Funktionsreichtum des Office-Pakets von Microsoft ist hierfür ein gutes Beispiel.

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»The free lunch is over« ist ein bekanntes Zitat der Software-Koryphäe Herb Sutter, der sich damit auf den immerwährenden »Hunger« der Software-Anwendungen nach Leistungssteigerungen auf der Hardware-Seite bezieht. Denn unabhängig davon, um wie viel schneller die Prozessoren wurden, die Software-Industrie hat es immer geschafft, zusätzliche Kapazitäten mit neuen Funktionen auszulasten. War eine Anwendung in der Vergangenheit zu langsam, so konnten die Programmierer darauf vertrauen, dass die mit einer neuen Prozessorgeneration einhergehende Leistungssteigerung der Ausführungsgeschwindigkeit der Anwendung direkt zugute kommt. Doch dieser »Free Lunch« ist nun vorbei.