Nachhaltigkeit

Telearbeit – ein viraler Hit

First-Science-KIT: IAO-Blogreihe zum Corona Krisenmanagement
First-Science-KIT: Blogreihe zum Corona Krisenmanagement
Die Coronakrise fordert von uns allen ganz neue Herangehensweisen und Lösungen im beruflichen Miteinander. Das Fraunhofer IAO hat deshalb eine Blogreihe gestartet, mit der wir schnell anwendbare Praxistipps weitergeben, gut funktionierende Beispiele vorstellen und Lösungswege während und aus der Krise aufzeigen wollen.

…so steht es im Untertitel eines aktuellen Beitrags zum Thema Corona-Virus in der Neuen Zürcher Zeitung. Dort wird unter anderem beschrieben, wie stark sich die japanische Arbeitswelt angesichts der Corona-Epidemie wandelt. Berichtet wird von Meetings, die auf einmal nur noch von Einzelarbeitsplätzen aus mit Gesichtsmasken per Telekonferenz abgehalten werden. Und davon, dass es angesichts der Infektionsraten selbst in Japan seit neuestem möglich ist, von daheim aus zu arbeiten, um dem Gedränge und den Ansteckungsgefahren in der total überfüllten U-Bahn zu begegnen. Damit würde, ganz nebenbei, auch etwas, was bei uns unter »Work-Life-Balance« verbucht wird, auch in Japan ein Thema. Man muss nicht nur nach Japan sehen.

Was ist nachhaltiges Projektdesign? Eine Annäherung auf dem Zukunftsforum 2020

GREEN PRESSURE ist laut einer Umfrage des Zukunftsinstituts unter Community-Mitgliedern das »Zukunftswort des Jahres 2020«, kein Wunder: Die Jugendlichen streiken jeden Freitag für mehr Klimaschutz, die Bundesregierung verabschiedet ein Klimapaket, sogar die Finanzwelt sagt: Es ist höchste Zeit für Unternehmen und Anleger aller Welt anzufangen, die Klimafrage bei ihren Entscheidungen und in ihrem Handeln zu berücksichtigen. Wenn den Worten Taten folgen sollen, wenn der grüne Druck wirklich zu effektiven Veränderungen unserer Wirtschafts- und Lebensweise führen soll, brauchen wir neue Werkzeuge, um Nachhaltigkeit zur neuen Normalität unseres Alltags werden zu lassen.

Die Landwirtschaft als Klimapraktikerin – wie Bauern zum Teil der Lösung werden

In der Debatte über die Landwirtschaft der Zukunft haben sich die Fronten verhärtet. Viele Bauern und Bäuerinnen fühlen sich missverstanden und zu Unrecht für eine Reihe von Umweltproblemen verantwortlich gemacht. Ihnen fehlt Wertschätzung für ihre lebenserhaltende Arbeit. Um von ihr aber auch leben zu können, müssen sie schon jetzt so produktiv sein, dass Tier, Boden, Pflanze und nicht zuletzt der Mensch und die Umwelt enorm belastet werden. Kommen schärfere Vorgaben dazu, etwa bei Düngeverordnung und Insektenschutz, wie im Agrar- und Klimaschutzpaket der Bundesregierung jetzt vorgesehen, gerät das Geschäftsmodell in Schieflage: Erträge sinken, Kosten steigen. Auf der anderen Seite artikulieren Gesellschaft und Politik ein legitimes Bedürfnis nach dem Erhalt einer gesunden Natur und dem dauerhaften Schutz des Klimas. Wie lassen sich in solch einer Situation emotional aufgeladene Antagonismen auflösen oder neu vermitteln? Hier braucht es neue Impulse.

Kann Ultraeffizienz den Widerspruch zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit lösen?

Was hat Eure Weihnachtsferien geprägt? Meine waren bestimmt von jeder Menge Meldungen über die Feuer in Australien, Diskussionen zur Klimadebatte und als Konsequenz die möglichen drastischen Einschnitte für unsere Wirtschaft (VW nur noch E-Autos, CO2-Abgabe, etc.). Wieder scheint Umwelt- und Klimaschutz gegen Wirtschaftlichkeit zu stehen. Doch diese Debatten greifen zu kurz: Wir müssen diesen Widerspruch lösen, wenn wir unsere Wirtschaft nachhaltig verändern wollen – und wir haben die Mittel dazu.

BSR 2030+: Im Zukunftsdialog mit Berlinern für Berlin

In Berlin wird es zukünftig hängende Gärten an den Hausfassaden geben. Ehemalige Parkplätze werden zu begrünten Wohlfühlorten. Beides angepflanzt und gepflegt durch die Berliner Stadtreinigung (BSR). In Nachhaltigkeits-Centern der BSR gibt es Repair-Cafés und Re-Use Geschäfte, wo alte Dinge neuen Wert bekommen. Außerdem bietet die BSR einen Verleihservice für Grills und andere Produkte an, die nicht täglich gebraucht werden – Stichwort: Teilen statt besitzen.

Was treibt das Land (an)? – Gemeinsam gegen einsam

Jeder kennt jeden über mehrere Ecken – dieser Grundsatz, der eigentlich im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken entstand, ist auf dem Land nichts Neues: Während ich in der Stadt meine Nachbarin Frau Müller nur vom Namensschild kenne, leihe ich den Nachbarn auf dem Dorf Eier für den Kuchen und vertraue ihnen meine Blumen an, wenn ich in den Urlaub fahre. Durch diese engen Kontakte entwickelt sich auf dem Land ein Verantwortungsgefühl, das beim Angehen gemeinsamer Aufgaben von Vorteil ist, ganz nach dem Motto: »Gemeinsam sind wir stark«.

Was treibt das Land (an)? – Neue Vorbilder für den ländlichen Raum gesucht!

Wären Regionen aufgebaut wie Sonnensysteme, so wären die Großstädte wohl die Zentren, um die sich alles dreht. Und wie die Sonne scheinen auch die Städte heller zu strahlen als alles andere – sie sind Finanzzentren, Transport-Hubs oder bieten kulturelle Höhepunkte. Doch diese Aufmerksamkeit bringt auch Nachteile mit sich: Die immensen Immobilienpreise, fehlende Grünflächen, Lärm und Abgase sind nur einige Beispiele, die das Leben in der Stadt unattraktiv machen. Die Bevölkerung zieht deshalb immer weiter »aufs Land«. Der Arbeitsplatz bleibt allerdings im Zentrum. Enorme Verkehrsströme und Staus sind das Resultat. Doch es lassen sich auch andere Abhängigkeiten feststellen: Die Energiewende ist beispielsweise nur mithilfe des ländlichen Raums machbar! Solar- und Windparks brauchen Platz. Biogasanlagen müssen mit Rohstoffen gefüttert werden, die (fast immer) vom Land kommen. Der ehrfürchtige Blick vom Land in die Stadt kann also als Hochnäsigkeit der Städter interpretiert werden.

Was treibt das Land (an)? – Blogreihe im Winter

»Deutschland – Land der Ideen«: Woher kennen wir diesen Slogan? Fußball-WM 2006 in Deutschland! Klingelt es? In diesem Jahr wurde die Initiative »Deutschland – Land der Ideen« gegründet und seitdem gibt es einen jährlichen Wettbewerb, der innovative deutsche Projekte in den Kategorien Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Umwelt und Kultur prämiert. »Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen« stand 2013 unter dem Motto »Ideen finden Stadt«. 2014 wurde das Land adressiert, mit dem Jahresthema »Innovationen querfeldein«. Am Fraunhofer IAO erstellen wir begleitend zum Wettbewerb eine Studie, welche die jeweils 100 prämierten Projekte quantitativ und qualitativ analysiert.

Grüner wird‘s nicht: Wie Sie Ihr Event CO2-neutral konzipieren

Verabschieden wir uns vom Modethema Nachhaltigkeit und blicken wir den Tatsachen ins Auge: Bei vielen nachhaltigen Events ist das grüne Element im Wesentlichen die Farbe des Event-Prospekts. Sogar auf Kongressen für Umweltschutz werden gigantische Mengen an Papier, Strom, Sprit verbraucht – ganz zu schweigen von den Kompetenzen, Arbeitsstunden und Budgets, die die Veranstalterteams intern einsetzen und stemmen müssen. Bei uns am IAO war das bislang wenig besser, auch wenn wir bereits seit Jahren in vielen Projekten diverse ökologische und soziale Standards verfolgen. Unser Institut nutzt natürliche Ressourcen, um mit unseren Projektpartnern neue Potenziale zu realisieren. Das ist unser Forschungsauftrag. Somit ist der Ressourceneinsatz gerechtfertigt. Aber in der Höhe? Auch in Zukunft? Welche grünen Potenziale sind noch unentdeckt und nicht gehoben? Unser Forschergeist galt beim Zukunftsforum 2014 unserer eigenen Ökobilanz und den Verbesserungspotenzialen, die über die etablierten Standards hinaus noch möglich sind. Unser Vorgehen war dabei ebenso simpel wie effizient – und am Ende erstaunlich nachhaltig: