Die Schlagworte Quantencomputing, Quantensensorik und Quantenkommunikation sind omnipräsent – und Sie fragen sich: Was bringt das meinen Unternehmen konkret, warum soll ich jetzt investieren, und wie gelingt mir ein sinnvoller und sicherer Einstieg? Virtual Reality kann den Einstieg in die Welt der Quantentechnologien für Unternehmen erleichtern und die Potenziale dahinter aufzeigen.

Quantenphänomene sind kontraintuitiv – Formeln, Slides und Whitepaper reichen für die Entscheider*innen in Unternehmen selten aus, um ein Verständnis für diese komplexe Materie zu entwickeln. Informationen darüber, warum Quantencomputer so mächtig sind und auf welchen quantenmechanischen Prinzipien sie beruhen, sind wichtig – doch oft sind sie schwer greifbar. Auf Anhieb visualisiert das Gehirn keine Bilder über eine mögliche Zukunft, in der industrierelevante und gesellschaftliche Probleme gelöst werden. Und genau hier setzt der flaQship VR-Demonstrator an:

VR: Türöffner für Quantentechnologie

Der VR-Demonstrator verwandelt abstrakte Informationen über Quantencomputing in eine immersive Erfahrung und verdeutlicht, was das für die Zukunft Ihres Unternehmens bedeuten kann. Ein themenspezifischer virtueller Charakter in Form eines Qubits führt die Nutzerinnen und Nutzer durch Animationen von möglichen Szenarien im Bereich Medizin, Erneuerbare Energie, Finanzen und spezifischen Herausforderungen des Quantencomputings. Wie ein persönlicher Begleiter erklärt er wichtige Kernthesen und lässt um sich herum ikonographische Objekte entstehen, die das Gesprochene verdeutlichen.

Der VR-Demonstrator stellt potenzielle Anwendungsfelder mithilfe einer Use-Case-Galerie vor. Hier unterstützt der Qubit mit seinem Expertenwissen und erklärt die möglichen Potenziale der unterschiedlichen Forschungsfelder. Der personifizierte Qubit visualisiert Quantenanwendungen, liefert auditiv begleitende Erklärungen dazu und lässt Sie haptisch erspüren, wie die Umsetzung in Ihrem Unternehmen konkret aussieht. Sie fühlen sich persönlich eingebunden und angesprochen. Das erzeugt Motivation, sich sowohl auf Kernthesen als auch auf Details einzulassen und schafft dadurch ein ganz persönliches Erleben. Meine Einschätzung: Die immersive, multisensorische Vermittlung komplexer Sachverhalte verknüpft Kernbotschaften und Detailwissen innovativer und umfangreicher als traditionellere 2D-Medien. Für Führungskräfte mit wenig Fachkenntnissen in diesem schwer greifbaren Thema kann hier der entscheidende Unterschied liegen: Ein Bewusstsein für Quantencomputing entstehen lassen, dass nicht im Hype stecken bleibt, sondern Potenziale für eine handlungsfähige Strategie aufzeigt. Ein Bewusstsein, das durch die multisensorische Vermittlung aus mehr Verständnis statt Überforderung entsteht.

Genauso interdisziplinär wie das Forschungsfeld Quantencomputing beschaffen ist, war auch der Entstehungsprozess des VR-Demonstrators. Am Fraunhofer IAO entstand eine interdisziplinäre Kooperation zweier Teams, die eine neue Form der Präsentation und Kommunikation mit Mehrwert hervorbrachte: Das Team eXtended Enviroment (Lars Weber, Jörg Frohnmayer und Moritz Häcker) erstellte in enger Zusammenarbeit mit dem Team Quantencomputing (Yeama Bangali, Niclas Schillo und Dr. Anne Tombeil) das Konzept des VR-Demonstrators, mit dem Ziel, den Einstieg in das komplexe Feld der Quanten erlebbar zu machen. Ein besonderer Fokus lag darauf, einem fachfremden Publikum einen leichten Einstieg zu ermöglichen und somit auch eine Basis für Austausch unterschiedlicher Disziplinen sowie von Forscherinnen und Forschern mitspäteren Anwenderinnen und Anwendern zu schaffen.

Einblick in den flaQship-VR-Demonstrator: Ein Qubit-Guide führt in die Quantenzukunft.
Team und Interdisziplinarität: Der Guide erklärt die Rollen, unterstützt durch 3D-Icons.
Szenariovergleich: Links Realität, rechts mögliches Quantenszenario.
flaQship-Auftrag: Sicher, zugänglich, nachhaltig (Secure, Accessible, Sustainable).
Fahrt ins Quantum Valley: Qubits in Aktion.

Der Mehrwert von VR in der Wissensvermittlung von Quantencomputing

Wie könnte sich Quantencomputing in Zukunft auf verschiedene Anwendungsbereiche auswirken?

Meiner persönlichen Meinung nach hilft VR-basierte Vorstellung von vielversprechenden Quantencomputing-Anwendungsfeldern, schnell vom Hype zur aktiven Handlung zu kommen. Das immersive, multisensorische Erklärkonzept erhöht die Erinnerung an relevante Kernthesen und erweitert diese durch Verknüpfung mit Detailwissen. Lohnende Schritte, die Sie heute vorbereiten, um in Zukunft gut aufgestellt zu sein könnten sein: Wissensvermittlung und Training (z.B. mit VR-Demonstratoren), Transferhürden von Forschung und Entwicklung zu späteren Anwenderinnen und Anwendern im Blick behalten, langfristige Strategie entwickeln mit regelmäßigen Marktanalysen, risikobewusst und skalierbar. Somit halten Sie mit einem überschaubaren Aufwand das große Potenzial von Quantencomputing im Blick und sind für die Zukunft gut vorbereitet. Gerne begleiten wir sie neutral und kompetent auf diesem Weg.

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Jörg Frohnmayer

Jörg Frohnmayer ist Mitarbeiter im Team Visual Interactive Technologies am IAT der Universität Stuttgart. Er forscht und lehrt seit 2006 im Bereich XR und interessiert sich besonders für spatial interaction und Storytelling. Jörg bloggt am liebsten über interdisziplinäre Kooperationen. Im Leben praktiziert er Meditation.

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Kategorien: Virtuelle Welten, Zukunftstechnologien
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