Krisenresilienz braucht Pflegekompetenz
Petra Gaugisch | 8. Oktober 2026 | Kommentare
Blogreihe »Sicherheit neu denken, Resilienz stärken«
Was passiert, wenn ein Pflegeheim evakuiert werden muss, ambulante Dienste ihre Touren nicht mehr fahren können oder lebenswichtige technische Hilfsmittel ausfallen? Stromausfälle, Hitzewellen, Pandemien oder Cyberangriffe können gewohnte Versorgungsstrukturen innerhalb kürzester Zeit an ihre Grenzen bringen. Besonders betroffen sind Menschen, die dauerhaft auf pflegerische Unterstützung angewiesen sind.
Eine verlässliche pflegerische Versorgung ist auch im Krisenfall unverzichtbar. Doch Deutschland ist auf solche Krisenlagen noch nicht ausreichend vorbereitet. Zu diesem Schluss kommt der Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege in seinem Gutachten zur Resilienz des Gesundheitswesens. Zu den zentralen Empfehlungen gehören das regelmäßige Üben von Krisenkonzepten, eine stärkere Nutzung von Daten sowie ein All-Gefahren-Ansatz, der den Blick nicht auf einzelne Ereignisse, sondern auf ein breites Spektrum möglicher Gefahren und deren Wechselwirkungen richtet.
Damit stellt sich eine zentrale Frage: Wie kann die gesundheitliche und pflegerische Versorgung aufrechterhalten werden, wenn der Normalbetrieb nicht mehr funktioniert – und welche Rolle muss die professionelle Pflege dabei übernehmen? Mehr lesen »
