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Metaverse – Definitionen und Perspektiven

| 24. Februar 2026 | Kommentare

Zukunft strategisch gestalten – Blogreihe zum Metaverse
Neulich habe ich bei einem Event unseren Metaverse-Demonstrator gezeigt und ein Teilnehmer hat gefragt: »Warum eigentlich ›Metaverse‹? Ist das nicht – zumindest unter diesem Namen – tot?« Die Frage ist berechtigt (siehe auch den Blogbeitrag von Niklas Effenberger). Warum verwenden wir den Begriff dann trotzdem? Ich persönlich finde ihn erstens schön, weil er das »Meta-« – also das Übergeordnete – gut trifft: Nicht ein einzelnes virtuelles Paralleluniversum, sondern etwas, das verschiedene Technologien und Räume zusammenführt. Ich kenne keinen Begriff, der diese Konvergenz ähnlich kurz und verständlich auf den Punkt bringt (obwohl ich genug Kandidaten gelesen habe). Und zweitens lassen sich über den Begriff sinnvolle Unterkategorien bilden: Industrial Metaverse, Urban Metaverse, Service Metaverse, Social Metaverse usw. Wir könnten natürlich auch von Industrie 5.0 und Citiverse (Citizen-Metaverse), von Digitalen Zwillingen im Allgemeinen und Speziellen, oder von Web3 sprechen, aber das würde eben nicht so schön verdeutlichen, dass alles zusammengehört und zusammenwächst.

Das Metaverse als Schnittstelle zwischen Modell und Wirklichkeit

| 23. Februar 2026 | Kommentare

Zukunft strategisch gestalten – Blogreihe zum Metaverse
Stellen Sie sich vor: Ein ganz normales Projektmeeting. Sagen wir: Kommunale Wärmeplanung. Am Tisch sitzen Bauamt, Stadtwerke, Wohnungsbaugesellschaft, ein Vertreter des Industriegebiets, die Bürgervertretung. Auf dem Beamer: Karten, Trassenvarianten, Förderbedingungen und Zeitpläne auf Powerpoint Folien.

Jeder sieht dasselbe… und versteht doch etwas völlig anderes.

Das Bauamt denkt in Genehmigungsverfahren und Sperrzeiten. Die Stadtwerke rechnen Anschlusskosten durch. Die Wohnungsbaugesellschaft fragt sich, wie sie das den Mieterinnen und Mietern erklärt. Die Industrievertreterin will wissen, ob die Abwärme wirklich eingespeist werden kann. Und die Bürgervertretung? Die möchte verstehen, warum ausgerechnet durch die Kleingartenanlage gebaggert werden soll.

Zwei Stunden später: Viele Fragen notiert, einige Missverständnisse aufgeklärt, neue Missverständnisse entstanden. Der Termin fürs nächste Meeting steht.

Das kennen Sie. Das kennen wir alle. Ob bei der Einführung einer neuen Software im Unternehmen, der Abstimmung zwischen Vertrieb und Entwicklung über ein Produktfeature, beim Glasfaserausbau oder bei der Quartiersentwicklung - komplexe Projekte sehen fast immer so aus. Und auf den ersten Blick scheint das auch in Ordnung. So läuft es eben.

Aber muss das so bleiben?


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Warum GenAI für mich kein Werkzeug mehr ist und wie das meine Denkweise verändert

| 18. Februar 2026 | Kommentare

Meine Kollegin Josephine Hofmann warnt in ihrem Blogbeitrag vor Deskilling. Da ich Generative KI selbst intensiv nutze, hat mich diese Frage stärker beschäftigt, als mir lieb war. Und ich gehe noch einen Schritt weiter: Berufliche Skills und auch der Beruf selbst sind Teil meiner Identität. Für mich ist die eigentliche Frage, die Generative KI stellt, deshalb nicht: »Verliere ich meinen Job?«, sondern eine deutlich unangenehmere. Die Frage nach meinem Selbstbild: »Wer bin ich noch, wenn die Maschine das auch kann?«

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Die größte Hürde für mehr Elektroautos in Unternehmensflotten – Das Fahrtenbuch

| 17. Februar 2026 | Kommentare

Im Alltag einer Sozialstation wirkt Mobilität unspektakulär. Eine Pflegekraft steigt morgens ins Auto, fährt zu einem Patienten, trägt die Fahrt später in ein Papierfahrtenbuch ein und macht sich auf den Weg zur nächsten Adresse. So entstehen Tag für Tag, Jahr für Jahr viele zehntausend Fahrten. Am Standort Rastatt der Katholischen Sozialstationen in Mittelbaden stehen dafür 19 Verbrennerfahrzeuge und 6 Elektroautos bereit, dazu fünf Wallboxen auf dem Parkplatz.

Auf den ersten Blick scheint die Frage nach der optimalen Flottengröße und der sinnvollen Elektrifizierung eine typische Fuhrparkfrage zu sein. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Frage der Daten.

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Do’s and Dont’s für konzentriertes Arbeiten – Dein Spickzettel für mehr Fokus im Job

| 10. Februar 2026 | Kommentare

Feinfühlige Technik - Blogreihe des Teams »Applied Neurocognitive Systems«
Konzentration ist keine Frage der reinen Willenskraft und kann nicht auf Knopfdruck eingeschaltet werden. Sie ist eine begrenzte kognitive Ressource und sie wird im Arbeitsalltag häufig unnötig verbraucht. Kognitive Ergonomie setzt genau hier an. Sie fragt nicht: Wie kann ich mich besser zwingen? Sondern: Wie muss Arbeit gestaltet sein, damit mein Gehirn effizient arbeiten kann? Die folgenden Tipps aus der Forschung für die alltägliche Praxis im Arbeitsalltag sind bewusst niedrigschwellig. Keine Produktivitäts-Hacks. Keine Selbstoptimierung. Sondern kleine Veränderungen mit großer Wirkung.
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The free KI-ULTRA tools for the introduction of AI in the workplace

| 5. Februar 2026 | Kommentare

Adopting AI into working routines in a reasonable and economical manner will be crucial for small and big businesses. However, a recent study by the OECD shows that large firms are much faster in adopting AI technology than smaller companies. The study also shows that the obstacles to productive AI use differ depending on the company size. In a study for the project “Zentrum Zukunft der Arbeitswelt”, our colleagues from the University of Stuttgart IAT found that even German small and medium enterprises (SMEs) face a wide range of obstacles that hinder faster AI adoption. Thus, there is no quick and easy solution for companies that genuinely want to benefit from the technology. Especially SMEs may need different tools and formats of support at different stages on their AI learning journey.

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Back-to-Office und die Debatte um die Leistungsbereitschaft der Deutschen

| 4. Februar 2026 | Kommentare

»Lifestyle-Teilzeit« und »Back-to-Office« als Rezept zur Generierung von Schwarmintelligenz: Die vergangene Woche war für eine Arbeitswissenschaftlerin spannend und hatte in Bezug auf die Auseinandersetzung mit modernen Arbeitsumgebungen einiges an Debatte im Programm. Und es gab mal wieder einiges zu besprechen. Auch unser Institut hat dazu einen Teil beitragen können. Ich fasse in diesem Beitrag einige Fakten und Erkenntnisse aus jahrelanger empirischer Forschung und ganz praktischer Begleitung einer Vielzahl von Organisationen zusammen.

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Virtual Reality: So sieht Quantentechnologie für Ihr Unternehmen aus

| 29. Januar 2026 | Kommentare

Die Schlagworte Quantencomputing, Quantensensorik und Quantenkommunikation sind omnipräsent – und Sie fragen sich: Was bringt das meinen Unternehmen konkret, warum soll ich jetzt investieren, und wie gelingt mir ein sinnvoller und sicherer Einstieg? Virtual Reality kann den Einstieg in die Welt der Quantentechnologien für Unternehmen erleichtern und die Potenziale dahinter aufzeigen.

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Deskilling durch KI: Reale Gefahr oder bloßer Technikpessimismus?

| 15. Januar 2026 | Kommentare

Work Forward: Blogreihe zu zukunftsfähigen Arbeitswelten in turbulenten Zeiten
Auch zu Beginn des Jahres 2026 sind die Schlagzeilen voll mit KI bezogenen Meldungen. Nach generativen Sprachmodellen beschäftigt uns jetzt agentische KI, KI in Kombination mit Robotics, etc.; Die Entwicklungsgeschwindigkeiten nehmen weiterhin zu, die transformative Bedeutung dieser Technologie in allen Lebensbereichen kann kaum überschätzt werden. Den technologischen Entwicklungssprüngen folgen unterschiedlichste betriebliche und individuelle Adaptionsstrategien, Upskilling-Anstrengungen, mehr oder weniger langfristige Vorgehenskonzepte in Bezug auf die erforderliche Workforce Transformation. Die Schätzungen zu den Folgen auf Jobprofile, Arbeitsmarkt, Beschäftigungsbedingungen, Chancen- und Risikoverteilung für die Arbeitnehmenden divergieren stark. Es besteht breiter Konsens, dass es erheblicher Weiterbildungs- und Anpassungsstrategien von Unternehmen wie dem einzelnen Mitarbeitenden bedarf, um Chancen neuer Geschäftsmodelle und Produktivitätseffekte zu nutzen und Folgen wie breitflächige Jobverluste zu vermeiden. Weniger diskutiert werden Fragestellungen, welche mittel- und langfristigen Wirkungen die Nutzung dieser Technologie auf unsere Art des Wissenserwerbs hat und ob zumindest bestimmte Formen der KI-Nutzung nicht auch die Gefahr bergen, basale Grundkompetenzen zu verlernen. Deskilling durch KI – ist da was dran, oder ist das nur eine Befürchtung von Technologieskeptikern und Ewig-Gestrigen?
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