Vom Notfallplan zur Krisenfähigkeit: Warum Rollen und Übungen entscheiden
Mehr lesen »

Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie heute schon KI genutzt?
Inzwischen ist die Technologie aus dem Alltag vieler Menschen kaum noch wegzudenken. Häufig kinderleicht in der Anwendung liefert sie scheinbar mühelos hochqualitative Ergebnisse, die den eigenen Aufwand stark reduzieren. Doch wo ist da der Haken und lässt sich der besagte eingesparte Aufwand messen?
In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf Green AI und die oft vernachlässigten Umweltauswirkungen Künstlicher Intelligenz.
Künstliche Intelligenz wird häufig als Softwarethema diskutiert, doch das greift zu kurz: Mit dem KI-Boom steigt der Bedarf an Rechenleistung, Energieversorgung und spezifischer Infrastruktur. KI ist nicht nur eine Technologie-, sondern eine Systemfrage: Welche Voraussetzungen braucht KI, um langfristig ressourceneffizient, resilient und souverän betrieben zu werden? Die Antwort auf diese Frage wird auch darüber entscheiden, welche Standorte im Wettbewerb um diese Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts erfolgreich sein werden.
Ab dem 2. Januar 2027 müssen deutsche Behörden die EUDI-Wallet als Identifizierungsmittel akzeptieren. In den vergangenen Wochen haben wir mit mehreren Kommunen darüber gesprochen. Viele schildern eine ähnliche Lage: Das Thema kam plötzlich, Details der Umsetzung waren lange unklar und in den Haushalten für 2026 ist meist kein Budget eingeplant. Zudem entwickeln sich technische Hintergründe und rechtliche Vorgaben teilweise noch weiter. Für die Umsetzung fehlt daher oft Planungssicherheit und Geld.
Die Antwort, auf die sich viele Kommunen verständigt haben, lautet: Anbindung über die BundID. Das erfüllt die Pflicht mit geringem Aufwand. Diese Entscheidung ist nachvollziehbar, deckt weitergehende Wallet-Funktionen aber nicht ab und lässt Digitalisierungspotenziale liegen.
Eine KI, die Texte formuliert, ist ein Werkzeug. Eine KI, die auf Datenbanken zugreift, Programme ausführt, Nachrichten versendet oder Systeme konfiguriert, ist mehr als das: Sie wird zu einem handelnden Akteur innerhalb der Organisation.
Damit entsteht eine neue Herausforderung für das Identitäts- und Zugriffsmanagement. Unternehmen müssen künftig nicht mehr nur klären, welche Menschen auf welche Informationen zugreifen dürfen. Sie müssen auch entscheiden, welche Rechte ein KI-Agent erhält, welche Anweisungen für ihn gelten – und wie verhindert wird, dass er die Grenzen seines Auftrags überschreitet.
Ein aktueller Sicherheitsvorfall bei OpenAI und Hugging Face zeigt, dass diese Fragen nicht mehr theoretischer Natur sind.
Die Signal-Attacke, die unter anderem die Bundestagspräsidentin getroffen hat, bewegt die Gemüter. Was ist passiert? Betroffene erhielten eine Signal-Nachricht angeblich vom offiziellen technischen Support von Signal. Man solle seine PIN bestätigen oder einen Bestätigungscode eingeben. Einige Betroffene haben dies getan und so ihren Signal-Account kompromittiert. Oft ist die Reaktion: »Wie konnte man nur so blöd sein, darauf reinzufallen?«. Genau diese Überheblichkeit ist gefährlich. Erstens wird sie der Situation, in der den Betroffenen der Fehler unterlaufen ist, nicht gerecht und zweitens vermittelt sie den Eindruck, man selbst sei immun gegen solche Angriffe. Social Engineering-Expertinnen und-Experten können nur bestätigen: das ist niemand.