Spontanhelfende im Bevölkerungsschutz: Fluch oder Segen?
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Während die IT-Sicherheit für alle Unternehmen eine große Bedeutung hat, stehen produzierende Unternehmen vor ganz neuen Herausforderungen: die Sicherheit der OT, der sogenannten Operational Technology. Hier geht es um den sicheren Betrieb der Maschinen und Produktionszellen auf dem »Shopfloor«, den Produktionsflächen der Fabriken.
Für Jahrzehnte wurden Produktionsanlagen von der IT unabhängig gesteuert und waren nicht mit dem Internet verbunden. Dies ändert sich im Moment rapide, da immer mehr industrielle Prozesse digitalisiert und vernetzt werden. Die dadurch bedingte immer engere Verflechtung von IT und OT machen die Produktion für kriminelle und staatliche Akteure leichter angreifbar. OT-Security ist das Gebot der Stunde.
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Täglich werden in der Automobilindustrie Rohmaterialien und Vorprodukte bis hin zu fertigen Fahrzeugteilen wie Getrieben und Motoren transportiert. Diese werden häufig »Just-In-Time« angeliefert, also genau zu dem Zeitpunkt, an dem sie in der Produktion benötigt werden. Verspätete oder ausgefallene Lieferungen können sich dadurch unmittelbar auf die Fahrzeugfertigung auswirken und schlimmstenfalls eine Unterbrechung der Produktion bedeuten. Neben dem Druck, termingerecht zu liefern, sind Transportunternehmen nun von der Politik ebenso angehalten, den Schadstoffausstoß ihrer Flotten zu reduzieren. Diese neue Herausforderung bringt die Lieferketten zusätzlich ins Wanken.
Störungen in den weltweiten Lieferketten und Produktionsengpässe bei wichtigen Bauteilen erfordern aufgrund der Coronapandemie von den Spediteuren aktuell eine hohe Dynamik in der Reorganisation von Lieferketten.
Die Volatilität in den Lieferketten wird verstärkt durch die gewaltigen Veränderungen in den Lieferbeziehungen im Rahmen von Transformationsprozessen, beispielsweise bei der Elektromobilität in der Automobilindustrie. Die dynamische Kommissionierung könnte für viele Unternehmen ein Weg sein, die aktuellen Unwuchten und Störungen in der Lieferkette auszubalancieren. Wie eine LiDAR-basierte Scantechnologien Unternehmen zu einer dynamischen Kommissionierung verhelfen kann, hat mein Kollege Klaus Richter vom Fraunhofer IFF in unserem Gemeinschaftsprojekt ResiLike untersucht. Seine Erkenntnisse finden Sie im Folgenden.
Mit der Pandemie wurden bestehende Produktionssysteme und Lieferketten massiv ins Wanken gebracht. Es zeigte sich, dass die Kostenoptimierung der letzten Jahrzehnte aus den globalen Wertschöpfungsketten ein gut geöltes, aber fragiles Konstrukt gemacht hatte. Die Auswirkungen, wie beispielsweise am Mikrochip-Mangel in der Automobil-Industrie, Preisanstiege bei den Materialien und Engpässen von Baumaterialien wie Holz oder Bleche spüren wir alle.
In Zukunft brauchen wir resilientere Wertschöpfungsketten: Mehr Wertschöpfungspartnerschaften, global verteilt und mit Kommunikation untereinander auf Augenhöhe – aber handhabbar trotz großer Komplexität!
In den letzten zwei Jahren erlebten Logistik-Experten eine multiple Krise: Die weltweiten Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie führten zu drastischen Lieferengpässen kritischer Komponenten, Materialmangel und wegbrechenden Absatzmärkten. Dadurch wurde offensichtlich, wie komplex und fragil Lieferketten für viele Endprodukte in Wirklichkeit sind. Wenn dann auch noch zu allem Überfluss ein einziges Containerschiff den Suez-Kanal für Tage vollständig blockiert und erneut für weltweites Chaos sorgt, muss man sich fragen, ob nicht ein grundsätzliches Umdenken hin zu resilienteren Liefer- und Wertschöpfungsketten notwendig wäre.
Die Pandemie hat uns auf drastische Weise gezeigt, dass wir es uns nicht mehr leisten können, unvorbereitet auf die nächste Krise zu warten oder diese nur durch enorme Anstrengungen und Inkaufnahme von Verlusten zu bewältigen. Die heutigen Wertschöpfungsketten sind komplexe und sensible Gebilde, die auf eine Krise vorbereitet sein müssen. Wertschöpfung läuft heutzutage Just-in-time und die Zeiten der großen Lagerhaltungen sind meistens vorbei. Daher ist es umso wichtiger, neue Ansätze zu entwickeln.
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Es sind schöne Bilder, die seit einigen Tagen im Netz die Runde machen. Sie zeigen eine bewaldete Pariser Innenstadt und eine großzügige Begrünung des Triumph-Bogens bis zum Place de la Concorde (siehe Leselinks). Selbst die großen Straßen sind ein Stück zu Gunsten von Natur und Mensch zurückgewichen. Diese aktuellen Entwurfszeichnungen zeigen Pläne der Stadt Paris zur Neugestaltung des Zentrums. Bereits in wenigen Jahren sollen aus den Zeichnungen reale Fotomotive werden. Die Vision: Die Stadt wird ein Stück lebenswerter und nachhaltiger. Die Geschichte dahinter: Die Welt hat sich verändert – und auch unsere Städte werden es tun.
Klimacheck – Blogreihe zum betrieblichen Klimaschutz
Klimaschutz ist ein spannendes sowie komplexes Thema zugleich und stellt Unternehmen und insbesondere KMU vor Herausforderungen, Fragezeichen und nicht zuletzt zukunftsweisende Chancen. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe »Klima-Impact« des Fraunhofer IAO hat die Blogreihe »Klimacheck« gestartet, um Orientierung zum Thema betrieblicher Klimaschutz zu geben und Unternehmen anhand von Handlungsempfehlungen und Praxisbeispielen zu ermutigen, ihren Beitrag für eine klimabewusste Zukunft zu leisten.
Dass der Klimawandel eine existenzielle Bedrohung sein kann, sollte mittlerweile den meisten klar geworden sein. Eine durch den Menschen verursachte übermäßig schnelle Veränderung des Klimas stellt nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt vor große Herausforderungen, sondern wird auch der Menschheit gute Lösungen abverlangen. Bevor wir es aber so weit kommen lassen, sollten wir jetzt handeln. Seien es nun Zielsetzungen wie der »Green Deal« oder das »Pariser Klimaschutzabkommen«. Am Ende des Tages ist es entscheidend loszulegen. Aber gerade hier zeigen uns unsere laufenden Projekte zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen: Ohne eine saubere Datenbasis geht gar nichts!

Wie wollen wir leben? Bleibt alles anders? Einfache Antworten auf diese Fragen gibt es keine in dieser lauten und komplexen Welt. Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und hinterlässt Spuren. Wir suchen immer noch händeringend nach Auswegen aus der anhaltenden Corona-Pandemie oder Möglichkeiten, damit zu leben. In der Gesellschaft sind wir trotz »physical distancing« an vielen Stellen näher zusammengerückt, sind in der Not erfinderisch geworden und neue Wege gegangen. Andererseits herrschen angesichts der anhaltenden Krisenlage Unsicherheit und Ängste, die in Verschwörungstheorien, Corona-Leugner*innen und einem politischen Rechtsruck sichtbar werden. Die Klimakrise wurde durch die Corona-Krise zwar ein wenig an den Rand gedrängt, doch ist nicht weniger existent als vorher. Die »Fridays for Future«-Bewegung in Deutschland setzt dabei ein eindrucksvolles Zeichen für ein neues Bewusstsein der Gesellschaft, unser Leben nachhaltiger zu gestalten.