Jobprofile der Zukunft: Zwischen Agilität, Buzzwords und fliegenden Autos
Mehr lesen »

Transformation ist zum »New Normal« in deutschen Unternehmen geworden – die Anforderungen an Anpassungsfähigkeit steigen immer weiter: Digitalisierung, Klimawandel, globale Krisen zwingen selbst traditionsreiche Organisationen zu permanentem Neudenken. Doch während vielerorts Innovationslabore entstehen und Agilität zum Mantra erhoben wird, bleibt ein entscheidender Aspekt häufig unbeachtet – der Umgang mit Fluktuation.
Dienstleistungssouveränität – der Begriff klingt sperrig, ist aber wichtig: Es geht darum, in einer digitalen Welt mit Künstlicher Intelligenz (KI), Daten und Plattformen selbstbestimmt zu entscheiden – über Technologien, Daten, Prozesse und Partnerschaften. Nur so können Dienstleistende für sich selbst und ihre Kunden langfristig Werte schaffen. Aufgrund der zunehmenden Relevanz des Themas stellte das Deutsche Forum Dienstleistungsforschung (DF)² diesen dennoch neuzeitigen Begriff in den Vordergrund ihrer diesjährigen Jahrestagung in Heilbronn. Dort wurde das Thema mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis erörtert und so ein wichtiger Akzent sowohl für Forschung als auch Praxis gesetzt.
Der deutschen Industrie wird’s nicht leicht gemacht. Handelskonflikte, Energiekrise, demographischer Wandel, der grüne Wandel… Ab 2045 soll Deutschland bereits klimaneutral sein, Baden-Württemberg sogar schon ab 2040. Besonders produzierende Unternehmen sollen ihren Beitrag dazu leisten. Doch wie? Gerne wird auf die Verwendung neuer Technologien und nachhaltiger Praktiken verwiesen, doch am Ende des Tages muss die auch irgendjemand umsetzen. Welche Fähigkeiten brauchen Mitarbeitende in produzierenden Unternehmen in Zukunft, um eine ressourcenschonende Produktion zu gewährleisten? Und wie muss ein Unternehmen sein Aus-/Weiterbildungskonzept aufsetzen, damit die Mitarbeitenden diese Fähigkeiten aufbauen?