Digitale Transformation

Die Babyboomer gehen – wie bleibt ihr Wissen im Unternehmen?

| 31. August 2026 | Kommentare

Blogreihe »Das Gedächtnis der Organisation«
Stellen Sie sich vor, Ihr bester Instandhalter geht nächsten Monat in Rente. Vierzig Jahre Berufserfahrung, er kennt jedes Anlagengeräusch, jede Störung hat er schon einmal gesehen. Natürlich haben Sie vorgesorgt: Es gibt ein Übergabedokument, zwanzig Seiten, sauber ausgefüllt. Und trotzdem wissen Sie beide, dass das Entscheidende nicht darinsteht – weil es sich nicht hineinschreiben lässt. »Wir wissen mehr, als wir zu sagen wissen«, hat der Philosoph Michael Polanyi diesen Umstand schon 1966 auf den Punkt gebracht. Genau an diesem Satz ist das Wissensmanagement dreißig Jahre lang gescheitert. Und das muss angesichts der einsetzenden Verrentungswelle anders werden.
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Die Babyboomer gehen – wie bleibt ihr Wissen im Unternehmen?2026-08-31T09:54:51+02:00

EUDI-Wallet-Pflicht erfüllt, aber Potenzial vergeben? Was Kommunen jetzt vorbereiten sollten

| 19. August 2026 | Kommentare

Ab dem 2. Januar 2027 müssen deutsche Behörden die EUDI-Wallet als Identifizierungsmittel akzeptieren. In den vergangenen Wochen haben wir mit mehreren Kommunen darüber gesprochen. Viele schildern eine ähnliche Lage: Das Thema kam plötzlich, Details der Umsetzung waren lange unklar und in den Haushalten für 2026 ist meist kein Budget eingeplant. Zudem entwickeln sich technische Hintergründe und rechtliche Vorgaben teilweise noch weiter. Für die Umsetzung fehlt daher oft Planungssicherheit und Geld.

Die Antwort, auf die sich viele Kommunen verständigt haben, lautet: Anbindung über die BundID. Das erfüllt die Pflicht mit geringem Aufwand. Diese Entscheidung ist nachvollziehbar, deckt weitergehende Wallet-Funktionen aber nicht ab und lässt Digitalisierungspotenziale liegen.

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EUDI-Wallet-Pflicht erfüllt, aber Potenzial vergeben? Was Kommunen jetzt vorbereiten sollten2026-08-26T09:07:02+02:00

Von der Zukunftsstudie zum Zukunftsdialog: Mein Foresight-Modell für Strategieverantwortliche

| 13. August 2026 | Kommentare

Vor zehn Jahren haben meine Kollegin Verena Pohl und ich die »Zukunftsstudie 2027 #ichinzehnjahren« auf den Weg gebracht. Damals ging es uns darum, Themen und Technologien sichtbar zu machen, die unser Leben und Arbeiten in den kommenden Jahren verändern. Wenn man die Studie heute liest, fällt auf: Videokonferenzen, flexible Arbeitszeitmodelle, Sprachassistenten und vieles, was darin beschrieben wurde, ist inzwischen in unserem Alltag angekommen. Haben wir damit geleistet, was man sich von guter Vorausschau (Foresight) erhofft? Meine Antwort darauf hat sich in zehn Jahren verändert – und mit ihr das Modell, mit dem ich heute arbeite.

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Von der Zukunftsstudie zum Zukunftsdialog: Mein Foresight-Modell für Strategieverantwortliche2026-08-13T10:28:53+02:00

AI and the Quartz Crisis of Knowledge Work

When quartz technology arrived in the late 1960s, it didn’t just make watches more accurate; it fundamentally changed what people were willing to pay for. Today, AI is doing something similar to consulting and applied research: routine analysis and report writing are becoming cheap, fast and widely accessible, forcing us to rethink where real value in knowledge work actually lies. This blog uses the quartz crisis in watchmaking as a lens to explore how organizations can reposition their services in an AI-shaped world.

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AI and the Quartz Crisis of Knowledge Work2026-07-21T08:57:53+02:00

Das Rennen zwischen KI und Kompetenz

| 13. Juli 2026 | Kommentare

Die interessanteste Organisationsforschung kommt direkt aus den Nachrichten. Seit Generative KI in Unternehmen angekommen ist, überschlagen sich die Erzählungen über die Zukunft der Arbeit. Mal heißt es, Unternehmen würden bald keine Berufseinsteigerinnen und -einsteiger mehr brauchen. Dann ist von Deskilling die Rede, davon dass Beschäftigte Aufgaben nur noch mit KI-Unterstützung bearbeiten und wir deswegen bald alle die Fähigkeit verlieren, ein paar klare Gedanken aneinanderzureihen. Wieder andere Beiträge zeichnen das Bild einer Arbeitswelt, in der ganze Tätigkeitsfelder in kurzer Zeit verschwinden.

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Das Rennen zwischen KI und Kompetenz2026-07-13T06:45:11+02:00

Wie aus Arbeitsflächen Innovationsräume werden: Studie zur Zukunft des Büros

| 30. Juni 2026 | Kommentare

Büros sind in der Vorstellung der meisten Menschen Arbeitsräume. Man stelle sich jetzt einmal vor, in diesen Räumen entstünden nicht nur Ergebnisse, sondern spürbar mehr neue Ideen. Und zwar nicht nur, weil wir häufiger dort sind, sondern weil diese Räume gezielt so gestaltet sind, dass Begegnung, Austausch und gemeinsames Weiterdenken gefördert werden. Was heute noch wie eine ambitionierte Zukunftsperspektive klingt, könnte morgen zur neuen Kernaufgabe des Büros werden. Unsere aktuelle Studie zeigt: Der entscheidende Hebel liegt nicht in der Anwesenheit allein, sondern in der Qualität der Arbeitsumgebung.

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Wie aus Arbeitsflächen Innovationsräume werden: Studie zur Zukunft des Büros2026-06-30T11:13:09+02:00

Schluss mit One-Shot-Prompts: Ein Leitfaden für professionelles Agentic Coding

| 17. Juni 2026 | Kommentare

Agile Softwareentwicklung lebt vom Dialog, von Iterationen, von Rückfragen. Im Umgang mit Coding-Agenten neigen wir aber zu One-Shot-Prompting und die Agenten führen unsere Anweisungen in blindem Gehorsam aus. Merken Sie den Widerspruch? Hier erfahren Sie, wie Sie ihn auflösen.

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Schluss mit One-Shot-Prompts: Ein Leitfaden für professionelles Agentic Coding2026-06-17T09:04:32+02:00

Agentic Coding: Revolution in den Kinderschuhen – warum Entwicklerinnen und Entwickler jetzt handeln müssen

| 12. Juni 2026 | Kommentare

Coding-Agenten bringen ein breiteres Spektrum an Programmiererfahrung mit, als ein einzelner Mensch je selbst sammeln könnte. Unter guter Anleitung schreiben sie Code von erstaunlich hoher Qualität – oft in kürzester Zeit. Und was tun wir? Wir werfen ihnen halbfertige Sätze hin und wundern uns über mittelmäßige Ergebnisse.

Ein Weckruf – und eine Einladung, es besser zu machen.

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Agentic Coding: Revolution in den Kinderschuhen – warum Entwicklerinnen und Entwickler jetzt handeln müssen2026-06-17T09:06:56+02:00

Produktpass in einfach? Wie Unternehmen von der neuen EU-Business Wallet profitieren können

Inzwischen ist es bei den meisten Betrieben angekommen: Ab 2027 kommt der Digitale Produktpass (DPP) nach und nach für verschiedene Produktgruppen. Nichts scheint die Welle an Regularien und Dokumentationspflichten aus Brüssel aufhalten zu können. Der DPP wird es Konsumenten und anderen Marktteilnehmern in Europa erlauben, je nach ihrer Rolle, nachhaltigkeitsrelevante Daten zu Produkten einzusehen. Die EU gibt vor, dass dies zu geschehen hat, doch wie genau das umgesetzt wird, bleibt zum Großteil den Unternehmen selbst überlassen. Für Unternehmen ergeben sich dadurch ein paar kritische Fragen:

  1. 1. Wie sorge ich dafür, dass innerhalb meines Unternehmens und in der Zusammenarbeit mit Zulieferern die Bereitstellung der Daten möglichst effizient abläuft?
  2. 2. Wie stelle ich sicher, dass ich zwar compliant bin, meine Daten aber nicht in die falschen Hände geraten?

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Produktpass in einfach? Wie Unternehmen von der neuen EU-Business Wallet profitieren können2026-04-20T10:21:13+02:00

KI ist kein Orakel: Warum ihr Wert im Foresight woanders liegt

| 30. März 2026 | Kommentare

Zukunft strategisch gestalten – Blogreihe zum Fraunhofer IAO-Foresight
Viele Diskussionen über KI verlaufen nach dem gleichen Muster: Sie kreisen um Begriffe wie Black Box, »Stochastic Parrot«, unklare Trainingsdaten und Halluzinationen. Ich habe das kürzlich selbst auf einer Veranstaltung zu Foresight und KI erlebt. Die Debatte war intensiv, die Bedenken berechtigt, doch das Ergebnis überraschend ernüchternd: ein diffuses Gefühl von Hilflosigkeit und die implizite Annahme, dass wir diesen Herausforderungen kaum etwas entgegensetzen können. Am Ende blieb vor allem eines zurück: Unsicherheit. Wie kann und sollte man die KI denn dann in Foresight-Prozessen einsetzen?
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KI ist kein Orakel: Warum ihr Wert im Foresight woanders liegt2026-03-30T13:19:57+02:00