Berufliche Bildung im New Normal – Quo Vadis?
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Gestern haben wir unsere neue, in Kooperation mit der DGFP entstandene Kurzstudie zur Führung im neuen Normal veröffentlicht. Erneut wurde klar, wie stark auch hier Corona als Katalysator für eine weitgehende Veränderung war und ist. Unser Interesse war es, herauszuarbeiten, welche Schlussfolgerungen unsere Befragten für zukünftige Aufgaben, Rollenbilder und Kompetenzen von Führungskräften ziehen. Denn, dass »nach Corona« die Arbeitswelt deutlich hybrider sein wird, das wurde auch in der Eingangsfrage der aktuellen Studie nach dem erwartbaren Maß an mobiler Arbeit in der Zukunft erneut bestätigt. Für die Arbeitswelt in post-pandemischen Zeiten reduziert sich der Anteil der Befragten, die davon ausgehen, dass (fast) alle Büroarbeitenden ganz oder teilweise im Homeoffice/mobil arbeiten werden, zwar auf 11,6 Prozent; dennoch geben rund 30,7 Prozent an, dass »die meisten« Büroarbeitenden in dieser Form arbeiten werden. Der Großteil befindet sich mit 42,7 Prozent in der Antwortkategorie »etwa die Hälfte« der Büroarbeitenden.
Über ein Jahr Pandemie. Über ein Jahr arbeiten in den eigenen vier Wänden. Über ein Jahr (fast) kein persönlicher Kontakt zu Kolleg*innen. Welche Learnings können wir aus unseren gesammelten Erfahrungen des letzten Jahres für die zukünftige Arbeitswelt übernehmen? Inwiefern hat die Pandemie unsere Zusammenarbeit und Arbeitswelt der Zukunft beeinflusst? Viele Fragen, denen unbedingt nachgegangen werden muss, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
Unternehmen müssen sich dynamischen und radikal sich verändernden Anforderungen anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Zunehmend wird von ihnen auch gesellschaftlich verantwortliches Handeln eingefordert: An wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit orientierte Innovationen sind gefragt und Kompetenzen wie Empathie, Kreativität, Resilienz oder ein agiler Umgang mit Neuem und Unsicherheiten gewinnen an Bedeutung. Für die Ausrichtung von Innovationen an gesellschaftlichen Bedarfen und die Förderung von wichtigen Future Skills braucht es jedoch häufig neue Ansätze und Vorgehensweisen. Beispielsweise mangelt es aktuell häufig noch an passenden Weiterbildungsformaten für Future Skills und an wirksame Impulsen und Methoden für gesellschaftsorientierte Innovation. Die Verzahnung der Unternehmensbereiche CSR, Innovationsmanagement und HR schafft hier neue Möglichkeiten, wie CSR-Initiativen als Lernort für Future Skills und für strategische gesellschaftliche Impulse zur Stärkung der Innovationsfähigkeit genutzt werden können.
Mal wieder gescheitert. In der Endlosschleife beim Chatbot gefangen. Auf unendlicher Suche nach dem passenden Produkt im Onlineshop. Vorschläge vom Sprachassistenten, die vielleicht irgendwann, aber ganz bestimmt nicht jetzt und heute passen. Und und und. Wir kennen genug Beispiele, an denen wir an Systeme scheitern, die einfach nicht gut genug sind, um uns als Kunden weiterzuhelfen. »Hätte ich nur einen menschlichen Ansprechpartner, der mich wirklich versteht!« Siri und Alexa schaffen das bisher nicht. Aber wie ist das eigentlich mit den neuen Möglichkeiten durch KI? Können künstliche Systeme empathisch wie ein Mensch auf sein Gegenüber eingehen?

Wenn »Thomas Gottschalk« sich den teuren Designersessel nach Hause bestellt, freut sich jeder Einzelhändler – neue, zahlungskräftige Kunden sind ja gern gesehen, Prominente erst recht. Dumm nur, wenn Thomas Gottschalk gar nicht »der« Thomas Gottschalk ist, sondern ein Betrüger. Viele Händler scheuen heute noch Maßnahmen gegen Identitätsbetrug, um neue Kunden nicht zu vergraulen. Künstliche Intelligenz könnte hier Abhilfe schaffen, Identitätsbetrug verhindern und gleichzeitig Unternehmen ein sicheres Neugeschäft ermöglichen.
Klimacheck – Blogreihe zum betrieblichen Klimaschutz
Klimaschutz ist ein spannendes sowie komplexes Thema zugleich und stellt Unternehmen und insbesondere KMU vor Herausforderungen, Fragezeichen und nicht zuletzt zukunftsweisende Chancen. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe »Klima-Impact« des Fraunhofer IAO hat die Blogreihe »Klimacheck« gestartet, um Orientierung zum Thema betrieblicher Klimaschutz zu geben und Unternehmen anhand von Handlungsempfehlungen und Praxisbeispielen zu ermutigen, ihren Beitrag für eine klimabewusste Zukunft zu leisten.
Durch die wachsende Bedeutung von Klimaneutralität sind Unternehmen mit einem zunehmend steigenden Handlungsdruck konfrontiert, der von vielen Seiten kommt: nicht nur klimabewusste Konsument*innen fordern unternehmerischen Klimaschutz, sondern auch risikobewusste Investierende sowie Kapital- und Gesetzgebende. Dazu kommen noch Industriekunden und –partner. Diese müssen selbst Umweltzahlen liefern und bei den eigenen Wertschöpfungsketten genauer darauf achten, wie ihre Lieferanten klimaschutztechnisch handeln.
»Wir können die Bewerberin nicht nehmen. Sie ist jetzt dreißig und ist verheiratet. Sie bekommt sicher bald Kinder.« In der Regel kommt geschlechtsbezogene Diskriminierung nicht derart mit dem Holzhammer daher, wie in dieser zitierten Aussage. Diese hatte eine Kollegin vor einigen Jahren (und bei einem anderen Arbeitgeber) beim gemeinsamen Sichten von Bewerbungsschreiben getätigt. Viel häufiger kommt geschlechtsbezogene Diskriminierung deutlich subtiler und oft auch unbeabsichtigt daher, in Form des sogenannten Gender Bias.
Fast jeder Mensch hat einen Gender Bias. Dieser Bias beeinflusst zum Beispiel, wie sehr wir einer Frau oder einem Mann zutrauen, eine erfolgreiche Führungskraft zu sein. Einstellungs- und Beförderungsprozesse im Personalmanagement sind voll von geringfügigen geschlechtsbedingten Verzerrungen. Während diese Verzerrungen in Bezug auf einzelne Einstellungsprozesse kaum der Rede wert sind, haben sie in Großunternehmen systemische Ausmaße. Wie ein minimaler Gender Bias große Effekte auf die Karrierechancen von Frauen haben kann, darum geht es in diesem Beitrag.
Wissen entsteht heute nicht mehr in den Silos der Labore und Forschungszentren, sondern im Dialog mit Unternehmen und Anwender*innen von Business-Ökosystemen. Diese Entgrenzung und kooperative Inspiration der Wissenschaft mit Partner*innen, Auftraggebern und Bürger*innen sollte auch zum Paradigma des neuen Jahresberichts 2020/21 des Fraunhofer IAO werden, was meine Kolleg*innen und mich vor Herausforderungen gestellt hat. Der Jahresbericht fungiert als eine Art interaktive Leistungsschau unseres Instituts und soll einen Überblick über unsere Themen und Projekte geben. Unsere Lösung war es, die Grenze zwischen Innen und Außen auch im Jahresbericht zu verschieben, weil unsere Wissenschaftskommunikation widerspiegeln soll, wie unsere Forscher*innen heute arbeiten: raus aus dem Elfenbeinturm, der Welt der »Peers«, und rein in die Netzwerke und die Welt des »wir«, also näher an die Menschen, Endanwender*innen und Partner*innen. Das haben wir über verschiedene Wege versucht, die ich im Folgenden vorstellen möchte.
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Künstliche Intelligenz (KI) hält als Technologie immer stärker Einzug in unseren gesellschaftlichen und betrieblichen Alltag. Doch die Einführung von Künstlicher Intelligenz ist weit mehr als eine technische Herausforderung: Um KI wirklich systematisch zu implementieren und damit die nächste technologische Stufe der Unternehmensentwicklung zu erreichen, reicht das Sammeln, Aufbereiten und Auswerten von Daten in hinreichender Qualität und Quantität bei weitem nicht aus. KI-Applikationen sind oft nur so gut wie die Organisation und die Menschen, die mit dieser neuen Technologie arbeiten – und wer für sein Unternehmen das tatsächliche Potenzial dieser Technologie erschließen will, muss alle drei Säulen miteinander in Einklang bringen: Mensch, Technik und Organisation. Ist Ihr Unternehmen reif für KI?