Gesundheitswesen

Geschäftsmodelle im Bereich Gesundheitsprävention und Wellness: Was im Markt funktioniert und was die Zukunft bringt

Medizintechnische Produkte und Lösungen für Gesundheit und Wellness unterscheiden sich in vielem, haben aber eines gemeinsam: Ihr Marktpotenzial ist immens und keineswegs erschlossen. Medizinprodukte mussten allerdings bisher hohe Hürden für die Zertifizierung und Zulassung am Markt zu überwinden. Das könnte sich zumindest auf dem wichtigen US-amerikanischen Markt in Kürze ändern: Laut einem Beitrag in der Bloomberg Businessweek von Olga Kharif wird die zuständige Behörde FDA 2012 neue Richtlinien veröffentlichen, die die Zulassung von Apps für medizinische Anwendungszwecke deutlich beschleunigen und vereinfachen werden. Dabei spielen Smartphones, allen voran Apples iPhone und Android-Geräte, eine entscheidende Rolle. Sie sind nahezu für jede Behandlung und Therapie denkbar, vereinfachen Abläufe, tragen zu erhöhter Transparenz bei und haben hohe Potenziale gerade in mobilen Einsatzszenarien. Das durch die gemeinsame »Hardwareplattform« Smartphone auch noch Kosten gespart werden können, ist das sprichwörtliche Sahnehäubchen.

Die beste Finanzierung fürs Gesundheitswesen? Erfolgreiche Geschäftsmodelle!

Warum kosten Rasierer nahezu nichts, Rasierklingen jedoch ein kleines Vermögen? Wie können Mobilfunkanbieter Handys für 1 Euro anbieten, die regulär im Elektro-Handel 499 Euro kosten? Warum gibt es in Fitnessstudios Premium Tarife mit Personal Trainer, Getränkeflatrate und unbegrenzter Spa-Benutzung, wenn die meisten Mitglieder nur in den ersten zwei Wochen des Jahres trainieren? Viele Fragen – eine simple Antwort: hinter all diesen Fällen stecken relativ einfache Leistungen. Im Bereich der Gesundheitsprävention finden wir häufig die umgekehrte Konstellation: sehr anspruchsvolle Leistungen, aber z.T. simple Geschäftsmodelle. Der Blick über den Tellerrand der eigenen Branche auf die Geschäftsmodelle anderer kann also hier wirklich etwas bewirken.