Mobilität

Wie Sie Virtual Reality nutzen können, um zukünftige Produkte zu testen

tl;dr kurz für »too long; didn’t read«. Das war das Motto der diesjährigen re:publica in Berlin. Als eine der führenden Konferenzen für neue Medien und die digitale Zivilgesellschaft adressierten die Veranstalter und Mitgestalter damit die Problematik, dass wir mehr und mehr vor der Informationsflut im Internet, als auch in unserem Offline-Alltag kapitulieren. Nicht ohne Grund hat sich unsere Aufmerksamkeitsspanne in den letzten Jahren verringert.

Automobilwirtschaft: Das Transformationsdilemma der KMU – und wie es gelöst werden kann

Die Mobilität verändert sich. Immer mehr Menschen wollen möglichst umweltfreundlich, vernetzt und intelligent mobil sein. Und sie legen bereits heute mehr Wert auf die Mobilität, als auf das Fahrzeug selbst. Man bezeichnet die Autos der Zukunft sogar als »Computer auf vier Rädern«. Der Grund? Der Anteil an elektronischen Systemen nimmt immer mehr zu und sie können auch mit zunehmender Geschwindigkeit Fahrer von vielen Fahraufgaben entlasten. Das Auto wird neu erfunden – und auch die Automobilwirtschaft muss sich, zumindest teilweise, neu erfinden.

Elektromobilität 2030: Ökosysteme als Wettbewerbsvorteil für den Standort Deutschland

Florian Herrmann leitet den Forschungsbereich »Mobilitäts- und Innovationssysteme« am Fraunhofer IAO in Stuttgart und hat mit seinem Team die heute veröffentlichte ELAB 2.0-Studie zum Thema Elektromobilität und Beschäftigung durchgeführt. Wir sprachen mit ihm über die Auswirkungen der elektromobilen Transformation für den Standort Deutschland und die Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft.

Fit für neue Mobilitätslösungen?

Die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft der Mobilität treiben Gesellschaft, Politik und Wissenschaft um. Zum Start der nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) kamen am 26. September 2018 erstmals die Mitglieder des Lenkungskreises zur konstituierenden Sitzung im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zusammen. In die Plattformarbeiten eingebunden ist Prof. Oliver Riedel, Institutsleiter am Fraunhofer IAO. Im Interview erläutert er die Ziele und Aufgaben der neuen Plattform.

Mobilität unter Strom – Plädoyer für eine Grenzüberschreitung

Straßen, die Elektrofahrzeuge beim Fahren wieder aufladen; Elektrofahrzeuge, die ohne große Batterie auskommen und dadurch kostengünstiger werden: In einem Pilotprojekt in Schweden wird gerade genau das erprobt. Hier greifen Innovationen aus zwei Systemen – Energie und Mobilität – ineinander. Eine Vision für die Zukunft? Tatsächlich sieht die Realität in Deutschland heute noch anders aus. Elektromobilität ist in aller Munde, doch von wirklich bahnbrechenden Lösungen sind wir noch weit entfernt. Ob wir gewappnet sind für die potenzielle Systemtransformation, die der Mobilitätswandel mit sich bringt? Ein Umdenken ist erforderlich.

Die Vision von der autofreien Innenstadt: Eine einzigartige städtebauliche Chance für das Mobilitätslabor Stuttgart

Wir standen Ende des 19. Jahrhunderts in Stuttgart vor einer Herausforderung, die uns heute nicht ganz unbekannt sein dürfte: Der aufkommende Wohlstand der späten Industrialisierung mit einer zunehmenden Mittelschicht ermöglichte es immer mehr Familien, eigene Kutschen anzuschaffen. Skeptiker befürchteten damals einen Verkehrskollaps durch die steigende Anzahl der Kutschen – das Flanieren auf der Straße wurde immer gefährlicher – und damit auch der Pferde, die ihren Mist auf den Straßen zurückließen. Stadthygiene war damals durch mechanische Entsorgungssysteme (chemische Wasserbehandlung wurde erst 1898 in den USA erfunden) nur teilweise in den Griff zu bekommen. Das noch junge Automobil, die Kutsche ohne Pferde, wurde als eine Art technisches »Heilmittel« gesehen, sogar als umweltfreundlichere und stadtverträglichere Alternative zur damaligen »pferdebetriebenen« Mobilität.

Future City_Lab: Stuttgart, es hat sich ausgestaut!

Wann standen Sie das letzte Mal auf der Hauptstätter Straße in Stuttgart und haben sich über die Mobilitätssituation in der Landeshauptstadt Gedanken gemacht? Sie denken jetzt sicher an den letzten Feierabendstau, den Sie an irgendeiner Ampel im Auto sitzend allein, hungrig und fluchend eingeläutet haben…ich denke an vergangenen Sonntag, an dem ich seelenruhig vom Feuersee bis zum Marienplatz auf der zweispurigen Fahrbahn dahingeschlendert bin.

Kinder machen es vor: So geht Bürgerbeteiligung

Während die Kinder der Schwabschule im ersten Halbjahr 2015 rund um Spielplätze, den Bismarckplatz und Architektur forschten, rückte in der zweiten Jahreshälfte der Verkehr auf der Schwabstraße in den Mittelpunkt der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaflter. Startpunkt für die Aktionsreihe war, dass die Kinder auf die digitalen Geschwindigkeitsanzeigetafeln für Autofahrer vor der Schwabschule aufmerksam wurden und viele Fragen dazu stellten. Kein erwachsener Mensch bei Bürgerversammlungen und von der Stadtverwaltung konnte sagen, wie schnell die Autos vor der Schwabschule fahren. Da kein Statistiktool in den Geschwindigkeitsanzeigetafeln eingebaut ist, nahmen die Kinder die Sache selbst in die Hand und widmeten sich der primären Verkehrsfeldforschung: Was hat es damit auf sich, dass auf den Anzeigetafeln rund um die Uhr grüne und rote Smileys und Stundenkilometerzahlen wie von Geisterhand kurz erscheinen und wieder verschwinden?