Stadt der Zukunft

Im Wissenschaftsjahr 2015 »Zukunftsstadt« lädt das Fraunhofer IAO mit einer Blogreihe sowie einer Facebook-Seite ein, Visionen für die Stadt von morgen zu diskutieren. Am 25. und 26. November veranstaltet das Institut darüber hinaus den Fraunhofer-Kongress »Zukunftsstadt: Urban Futures – Innovationen, Strategien und Prozesse für die Stadt von morgen« in Berlin mit renommierten Experten aus Politik, Wirtschaft sowie Städten und Kommunen aus Deutschland und Europa.

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Von den Krawallen in Stuttgart zur Zukunft der Innenstadt

Das vergangene Wochenende in Stuttgart wurde mit Spannung erwartet angesichts der Fragestellung, ob sich die Ausschreitungen von der vorherigen Samstagnacht in der Innenstadt wiederholen. Über 500 unkontrollierte Jugendliche, über 200 Polizeikräfte, 40 zerstörte Einsatzwagen, 25 Festnahmen, Körperverletzung gegen Polizei und am Ende Dutzende zerstörte Schaufenstern sind das Ergebnis jener Nacht. In den sozialen Medien ist einiges angekündigt worden. Fazit: Es blieb überwiegend ruhig. Aber wenn man die einzelnen Vorfälle in den Zusammenhang setzt, stellt man fest: Die Zukunft der Innenstädte hat schon längst begonnen – ein Wissenschaftsblog in vier Akten.

Digitale Nachhaltigkeit: Wie verändert die Digitalisierung unser Konsumverhalten?

Wussten Sie, dass wir beim täglichen Googeln auch CO2 erzeugen? Wenn es um nachhaltige Alternativen geht, denken sicherlich viele zuerst an das Thema Mobilität. Doch die wenigsten wissen, dass das alltägliche Suchen etlicher Begriffe im Internet alleine durch den Energieverbrauch so viel zum weltweiten Kohlenstoffdioxid-Ausstoß beiträgt wie der Flugverkehr (s. Leselink). Das liegt unter anderem daran, dass die gesuchten Begriffe erst einmal von einem Datenzentrum erfasst, dann umgewandelt und sturzartig durch weitere Server gejagt werden. Nicht zu vergessen, die Herstellung einzelner Hardware, der Software und den Cloudverbindungen. Dabei kommt ganz schön was zusammen. Doch gerade in der aktuellen Krise wurde von heute auf morgen vieles in die digitale Welt verlagert. Wie können wir also die Digitalisierung vorantreiben und gleichzeitig nachhaltiger gestalten?

BSR 2030+: Im Zukunftsdialog mit Berlinern für Berlin

In Berlin wird es zukünftig hängende Gärten an den Hausfassaden geben. Ehemalige Parkplätze werden zu begrünten Wohlfühlorten. Beides angepflanzt und gepflegt durch die Berliner Stadtreinigung (BSR). In Nachhaltigkeits-Centern der BSR gibt es Repair-Cafés und Re-Use Geschäfte, wo alte Dinge neuen Wert bekommen. Außerdem bietet die BSR einen Verleihservice für Grills und andere Produkte an, die nicht täglich gebraucht werden – Stichwort: Teilen statt besitzen.

Verbesserung der öffentlichen Daseinsvorsorge: Ein Plädoyer für mehr Mut

Marode Straßen, undichte Schuldächer, unzureichende digitale Infrastruktur: Bei »Anne Will« wurde an einem Sonntagabend Ende August über den Solidaritätszuschlag diskutiert und auch über öffentliche Investitionen. Ein Einspieler bringt die Frage auf: Investiert Deutschland zu wenig in seine öffentliche Daseinsvorsorge? Können wir uns die Investitionen nicht leisten oder ist Deutschland einfach zu knausrig? Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält bei »Anne Will« dagegen: Die Bundesrepublik verzeichne ein Allzeit-Hoch bei den öffentlichen Investitionen – also, von wegen zu knausrig oder zu arm. Scholz geht sogar noch weiter: »Wir fangen an, Probleme zu kriegen – das ist auch ein Stück der Wahrheit – das Geld loszuwerden.«

Vergesst die Mehrwertsteuer: So kann die Bahn wirklich attraktiver werden

Es war ein seltenes Spektakel, das sich mitten im Sommerloch auf der politischen Bühne beobachten ließ. Aus der Debatte um #Flugscham und einem Verbot von Inlandsflügen erwuchs der Vorstoß von Markus Söder nach einer steuerlichen Entlastung für Bahnreisende durch einen dauerhaften Verzicht auf die Mehrwertsteuer. Statt auf Gegenwind traf dieser in den darauffolgenden Tagen in den verschiedenen politischen Lägern auf breite Zustimmung. Nicht zuletzt, weil Söder damit ohnehin eine alte Forderung der Grünen aufgriff. Dennoch: ein Vorkommnis mit Seltenheitswert. Aber für den deutschen Schienenverkehr, immerhin das ausgerufene Rückgrat der Verkehrswende, ziehen dann auch Mal Grüne, SPD und auch die CSU gleichermaßen an einem Strang. Nun kann es sogar gar nicht schnell genug gehen und es stellt sich die Frage, warum ein solches Vorhaben nicht schon viel früher angestoßen wurde. Schließlich gibt es steuerlich vergünstigte Ticketpreise in anderen Ländern bereits seit einiger Zeit.

5 Thesen zum erfolgreichen Wandel unserer Mobilitätskultur

Allen Schreckensmeldungen und Horrorszenarien zum Klimawandel zum Trotz ist das Mobilitätsverhalten der Deutschen in den letzten Jahren annähernd gleichgeblieben. Mit dem SUV zum ökologisch nachhaltigen Bauernhof einkaufen zu fahren ist ein typisches Beispiel dafür, dass der Wille zu nachhaltigem Verhalten zwar da ist, das tiefgreifende Verständnis aber offenbar noch nicht. Diesel-Fahrverbote hin oder her – unser Verkehrsverhalten bleibt zu hoch und wirkt sich zu sehr auf unsere Umwelt aus. Was sind die Gründe dafür und wie können wir dieses Paradox auflösen, um den so dringend notwendigen Wandel herbeizuführen?

Wie der Start der E-Scooter in deutschen Städten gelingen kann

Amerika ermöglicht, Frankreich verbietet und Deutschland lavierte lange Zeit herum. Das Thema E-Scooter spaltet die Verwaltung und Öffentlichkeit weltweit. Doch in der polarisierenden Diskussion zwischen Gegnern und Befürwortern gehen die konkreten Anforderungen und Herausforderungen an das neue Mobilitätsvehikel derzeit völlig unter. Entscheidend ist nicht »Ja« oder »Nein«, sondern »wie« und »zu welchen Bedingungen«.

Wie Sie Virtual Reality nutzen können, um zukünftige Produkte zu testen

tl;dr kurz für »too long; didn’t read«. Das war das Motto der diesjährigen re:publica in Berlin. Als eine der führenden Konferenzen für neue Medien und die digitale Zivilgesellschaft adressierten die Veranstalter und Mitgestalter damit die Problematik, dass wir mehr und mehr vor der Informationsflut im Internet, als auch in unserem Offline-Alltag kapitulieren. Nicht ohne Grund hat sich unsere Aufmerksamkeitsspanne in den letzten Jahren verringert.

Fitnessprogramm für die Stadt der Zukunft: Wie wir den Marathon der urbanen Vernetzung bewältigen können!

Was bringt die immer weiter voranschreitende Vernetzung von Städten und ihren Bürgern eigentlich? Medien hetzen von einem Hype zum anderen, ein Kongress jagt den nächsten – ist die Vernetzung vielleicht ein Marathon, den wir gar nicht bewältigen können? Sind wir dafür zu untrainiert? Wir machen den Statuscheck – und nein, wir sind nicht untrainiert!

Kinderstadtteilforschung: Soziale Innovation selber machen

Staatliche Hightech-Förderprogramme, Entwicklungsabteilungen der Konzerne oder die Labors im Silicon Valley gelten als die Triebkräfte neuer Ideen und Ansätze für Wirtschaft und Gesellschaft. Für die Weiterentwicklung unserer Städte und kommunalen Gesellschaften fehlt ihnen jedoch ein wesentlicher Zusatz: Urbane Innovationen müssen auf die lokalen sozialen Voraussetzungen abgestimmt, sozial vermittelbar und -wirksam sein. Kinderstadtteilforschung ist ein Beispiel, wie vom Ansatz her versucht wird, soziale Innovation zu beobachten, zu verstehen und anzuregen – im Kleinen, niedrigschwellig und lokal.