Stadtentwicklung

E-Scooter im Stadtverkehr: Wie wir im Dialog die Kurve kriegen können

E-Tretroller oder gemeinhin bekannt als E-Scooter erhitzen die Gemüter: Sie verstopfen die Gehwege, liegen achtlos rum und gefährden den Straßenverkehr. Die Kritik ist berechtigt – schaue ich mich in den Straßen von Heilbronn um, sehe ich immer wieder umgestürzte oder falsch abgestellte Roller. Nichtsdestotrotz ist der E-Tretroller ein wichtiges Element einer gelebten Mobilitätswende und wird bei der Stadtbevölkerung immer beliebter: Sie sind flexibel einsetzbar, leicht zu bedienen und machen Spaß. Persönlich hoffe ich, dass E-Tretroller fester Bestandteil der innerstädtischen Mobilität in Deutschland werden und bleiben, doch dafür müssen einige Herausforderungen angegangen und gelöst werden.

Lebensmittelverwendung statt -verschwendung: Plädoyer für eine neue Partnerschaft zwischen Kommunen und Endverbraucher*innen

Klimacheck – Blogreihe zum betrieblichen Klimaschutz

Klimacheck – Blogreihe zum betrieblichen Klimaschutz
Klimaschutz ist ein spannendes sowie komplexes Thema zugleich und stellt Unternehmen und insbesondere KMU vor Herausforderungen, Fragezeichen und nicht zuletzt zukunftsweisende Chancen. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe »Klima-Impact« des Fraunhofer IAO hat die Blogreihe »Klimacheck« gestartet, um Orientierung zum Thema betrieblicher Klimaschutz zu geben und Unternehmen anhand von Handlungsempfehlungen und Praxisbeispielen zu ermutigen, ihren Beitrag für eine klimabewusste Zukunft zu leisten.

In Deutschland werden jedes Jahr ca. 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen – knapp 7 Millionen Tonnen durch private Haushalte. Mehr als 50 Prozent dieser Abfälle wären jedoch vermeidbar – wenn Kommunen und Bürger*innen für eine bessere Verwertung vor Ort systematisch kooperieren würden.

Die Zukunft – Ein Rückblick aus dem Jahr 2050

Die Corona-Pandemie vor 30 Jahren war einschneidend: Mehrere Millionen Menschen sind gestorben, bis das Virus mit allen Mutationen eingedämmt war. Aber die Krise markierte auch den Startpunkt der globalen Nachhaltigkeitsära. Die notwendige wirtschaftliche und gesellschaftliche Vollbremsung ließ den Himmel in den Smog-Zentren dieser Welt aufklaren und war Anlass für Städte Mobilität und urbanes Leben neu zu denken. Von einem Tag auf den anderen haben Menschen weltweit die Möglichkeiten und Vorteile digitaler Kollaboration erkannt und genutzt, was wiederum die Digitalisierung in den Unternehmen, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen beschleunigt hat.

In a world after lock down – was Städte jetzt tun können

Normalerweise ist die Osterzeit eine beliebte Jahreszeit, um sich wieder ins Grüne zu begeben. Beim Gedanken an überfüllte Parks oder das erste Kaltgetränk im Biergarten kommen Frühlingsgefühle auf und der Wunsch, die Lieben über die Feiertage wiedersehen zu können. Und schon fragt eine Stimme im Hinterkopf: Frühlingsgefühle, Social Distancing und der Drang nach lauen Nächten – passt das aktuell zusammen? Wie können wir den anstehenden Frühlingsanfang in diesem Jahr genießen? Im Sommer konnte man immerhin noch auf Parks, neu entstandene Außenbereiche und Terrassen zurückgreifen. Doch nun stellt sich die Frage, wie wir den Infektionsschutz vor dem Hintergrund des menschlichen Bedürfnisses nach sozialer Interaktion bewerten wollen. Die Einschnitte, die wir in den letzten Monaten in unserem Privatleben hinnehmen mussten, haben gezeigt, dass der Bedarf nach Raum während der Pandemie eklatant gestiegen ist und insbesondere der öffentliche Raum für das menschliche Wohlbefinden eine große Rolle spielt.

The Rhythm of the Night: Wie ein konfliktarmes und wertschöpfendes Nachtleben geschaffen werden kann

The City that never sleeps? Gerade leider schon, und zwar nicht nur die dafür bekannte Stadt New York City. Auch weitere Metropolen wie London, Amsterdam oder Berlin scheinen nachts zum großen Teil still zu stehen. Clubs, Bars, Restaurants, Kinos… auf allen Schildern ist »closed« zu lesen. Der Lockdown und die Ausgangssperren lähmen jedoch nicht nur das Nachtleben, sondern auch einen bedeutenden urbanen Wirtschaftszweig. Und damit auch die Menschen, die zu dieser Zeit, an diesen Orten arbeiten. Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist die meistbetroffene Branche der Corona-Auswirkungen. Laut einer Umfrage von E&Y brachen die Einnahmen um 31 Prozent europaweit ein (siehe Leselinks). Was den meisten Menschen durch diese Pandemie jedoch bewusst wurde ist, wie wertvoll das Nachtleben für jede*n einzelne*n ist. Nicht nur der Spaßfaktor, der hier große Vorreiter und synonym verwendete Gedanke zum Nachtleben, auch die Dienstleistungen und die daraus resultierende Wertschöpfung für Städte und Kommunen sind nun stark zu erkennen.

Warum Städte das Klima retten müssen und wie das gelingen kann

Es sind schöne Bilder, die seit einigen Tagen im Netz die Runde machen. Sie zeigen eine bewaldete Pariser Innenstadt und eine großzügige Begrünung des Triumph-Bogens bis zum Place de la Concorde (siehe Leselinks). Selbst die großen Straßen sind ein Stück zu Gunsten von Natur und Mensch zurückgewichen. Diese aktuellen Entwurfszeichnungen zeigen Pläne der Stadt Paris zur Neugestaltung des Zentrums. Bereits in wenigen Jahren sollen aus den Zeichnungen reale Fotomotive werden. Die Vision: Die Stadt wird ein Stück lebenswerter und nachhaltiger. Die Geschichte dahinter: Die Welt hat sich verändert – und auch unsere Städte werden es tun.

Mobility-as-a-(city)Service – Gefangen zwischen Bürokratie und Marktdynamik

Permanently Online, Permanently Connected – das bekannte POPC Phänomen (siehe Leselink) beschreibt unseren mediatisierten Alltag ziemlich treffend. Die Digitalisierung von Dienstleistungen prägt zunehmend den Mobilitätssektor. »Mobil per Klick« lautet das Gebot der Stunde, denn Buchung, Bezahlung oder Koordination verschiedener Mobilitätslösungen funktionieren für viele Nutzende maßgeblich über das Smartphone. So wird Mobilität nicht nur schneller, sondern mit Hilfe intermodaler Anwendungen auch nahtlos und einfach planbar.

Das Elektroauto: Speicherlösung der Zukunft für die Energiewende?

Erneuerbare Energiequellen wie Windkraft, Wasserkraft oder Photovoltaik machen inzwischen rund 41 Prozent unseres Energieverbrauchs aus – Tendenz: Jahr für Jahr steigend. Die positive Wirkung auf Klima und Umwelt ist unbestritten, doch noch haben erneuerbare Energien einen entscheidenden Makel, der ihren Einsatz derzeit noch erschwert: Erneuerbare Energien können höhere Schwankungen im Stromnetz verursachen, da ihre Verfügbarkeit nicht stetig ist. Abhilfe schafft der Primärregelungsmarkt, welcher für einen schnellen Ausgleich der Stabilität des Stromnetzes verantwortlich ist. Jedoch wäre es von Vorteil, Energie für den schnellen Abruf zu speichern. Batteriespeicher von Elektrofahrzeugen können hier zu einer systemischen Lösung dieses Grundproblems der Energiewende werden. Sie können überschüssige Energien von erneuerbaren Energiequellen in kurzer Zeit speichern und bei Energiebedarf diese gespeicherte Energie wieder liefern.

Indoor-Navigation: Diese Technologien könnten für einen Durchbruch sorgen

Die Navigation mittels Smartphone gehört für viele schon seit Jahren zur täglichen Routine. Doch während die Wegführung heute meist noch vor dem eigentlichen Ziel an der Grundstücksgrenze endet, geht die eigentliche Suche hier erst richtig los. Flughäfen, Einkaufszentren und Krankenhäuser werden immer komplexer, die Orientierung in diesen Gebäuden zur Herausforderung. Das grundsätzliche Problem: die im Außenbereich zuverlässigen GPS-Signale lassen sich innerhalb der Gebäude nicht empfangen, eine genaue Positionsbestimmung ist auf diesem Wege nicht möglich. Doch dieses Problem lässt sich in Zukunft lösen: Wir haben am Fraunhofer IAO im Rahmen eines prototypischen Entwicklungsprojekts am Beispiel des Bildungscampus in Heilbronn die relevantesten Technologien für die Innenraum-Navigation untersucht.