Informations- und Kommunikationstechnik

Adieu Anti-Virus – naive Ansätze für Unternehmenssicherheit

Wissenschaftsjahr 2014: Die digitale Gesellschaft

»Digitalisierte Arbeitswelten«
– IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2014:
»Die digitale Gesellschaft«

»Anti-Virus is dead« erklärt Bryan Dye, welcher im Vorstand der Symantec Corp. sitzt. Symantec, das ist einer der führenden Anbieter von IT-Sicherheitsprodukten. Norton AntiVirus ist ein bekanntes Beispiel. Die meisten Nutzer werden früher oder später mit einem Symantec-Produkt in Berührung gekommen sein. Was veranlasst nun einen der führenden Anbieter von Anti-Viren-Software sein Produkt für tot zu erklären?

Wann waren Sie eigentlich das letzte Mal in einer Bankfiliale?

Eben. Ich kann mich auch nicht erinnern.

Und so geht es den meisten: Der überwältigende Teil der Kundenkontakte findet am Automaten statt – und der Rest nicht etwa in der Filiale, sondern online. Die Self Service-Kanäle stellen also heute praktisch das Gesicht der Bank zum Kunden dar. Und werden vom Kunden durchaus geschätzt, wie wir in einer Studie zu Kundenkontaktkanälen festgestellt haben:

Augmented identity – wie bleibe ich Herr über meine digitale Identität?

Täglich hinterlassen wir digitale Spuren in sozialen Netzwerken, Online-Bilderdiensten, beim elektronischen Bezahlen und bei der Authentisierung mit Smartcards. Meistens ist uns gar nicht bewusst, dass wir damit Informationen preisgeben, die wir im persönlichen Umgang vertraulich behandeln würden. So sind Bilder häufig mit Positions- und Zeitinformationen versehen. Mit deren Publizierung könnten sie anderen Personen detaillierte Rückschlüsse auf unser Verhalten und unsere Gewohnheiten erlauben und als Basis für ein ungewolltes Nutzerprofil dienen. Und ab kommenden November gibt es mit dem elektronischen Personalausweis eine neue Datenquelle. Was heißt das nun für uns? Werden wir durch das Hinterlassen solcher Datenspuren zum gläsernen Menschen? Verlieren wir die Herrschaft über unsere digitale Identität?

Studie zu Stammdatenmanagement: Welches System passt zu meinem Unternehmen?

Stammdatenmanagement macht den unternehmerischen Unterschied: Die intelligente Vernetzung der wichtigsten Datenressourcen über Produkte und Kunden entscheidet über Präzision, Geschwindigkeit und Aufwand bei vielen unternehmerischen Transaktionen. Diesen Unterschied haben wir am IAO in unserer aktuellen Studie http://www.mdm2009.iao.fraunhofer.de genauer unter die Lupe genommen und die bekanntesten Systeme einem umfangreichen Test unterzogen. Das Gute gleich vorweg: Die Anbieter solcher Systeme haben die vitale Bedeutung des Stammdatenmanagements verstanden, denn jedes System hat eindeutige Stärken. Für Unternehmen macht das die Auswahl nicht leichter. Deshalb haben wir Ergebnisse unserer Studie zu einer Checkliste für Praktiker zusammen gefasst, die erste Hinweise dazu gibt, welches System gute Leistungen für welche Unternehmen verspricht: