Personalwesen

Fachkräftemangel hoch zwei: warum und wie sollten wir Ältere zielgruppengerechter qualifizieren?

Emanzipation meint die Befreiung aus Unmündigkeit und Abhängigkeit. Per Gesetz und finanzieller Anreize klappt das eher nicht. Das erleben wir zurzeit mit der Frauenquote, den Initiativen zur Förderung der Älteren und den Bildungsfreistellungsgesetzen der Bundesländer. So zeigen die Erfahrungen aus jenen Bundesländern, in welchen es seither bereits ein Bildungsfreistellungsgesetz gab, dass nur ca. ein Prozent der Berechtigten Gebrauch davon macht.

Feelgood-Management: Eine Antwort auf den Fachkräftemangel

Unabhängig davon, ob Unternehmen in Folge des Fachkräftemangels das Modell der »Caring Company« verfolgen oder sich dem fluiden Unternehmen annähern: Sicher ist, dass Mitarbeitende, die bleiben bzw. wiederkommen sollen, sich auch wohlfühlen müssen im Unternehmen. »Dass der [Mitarbeiter] sich wohlfühlt, das muss in Zukunft eine Selbstverständlichkeit sein.«, so Trendforscher Jánszky. Gewinner im Wettbewerb um Arbeitskräfte sind die Unternehmen, die sich intensiv um ihre Mitarbeitenden kümmern.

Vollbeschäftigung klingt nach Happy End – für Unternehmen wird es bedrohlich eng

»Möglicherweise ist die angekündigte Vollbeschäftigung für das Funktionieren unserer Gesellschaft im Jahr 2025 schlimmer als die heutige Arbeitslosigkeit«, sagt der renommierte Trendforscher Gabor Jánszky in seinem neuen Buch »2025 – so arbeiten wir in der Zukunft«. Im Interview mit GOODplace führt er aus, warum dies Unternehmen zwingt, völlig neue HR-Strategien zu verfolgen – und wie diese aussehen. Aktuelle Beispiele zur Mitarbeiterbindung und zum Recruiting zeigen, dass diese Zukunftsvision heute schon beginnt, Realität zu werden.

KAI-Index: Wie sollten wir arbeiten, damit unser Kopf gut arbeitet?

Rohstoffe wie Öl, Erz oder nutzbarer Boden sind endlich und werden uns in naher Zukunft nicht mehr wie gewohnt zur Verfügung stehen. Die Knappheit an physischen Ressourcen lässt sich mit konkreten Studien und Zahlen belegen und berechnen – bei der wichtigsten Ressource im rohstoffarmen Deutschland, der Kopfarbeit, also der Erzeugung von geistigen Gütern und Leistungen, tappen wir hingegen weitgehend im Dunkeln, obwohl der Anteil der Kopf- und Wissensarbeitenden stetig steigt, ihre Bedeutung für die Wirtschaft ebenso. Sie sind für viele Unternehmen die eigentliche Schlüsselressource im Innovation getriebenen Weltmarkt und angesichts des »War for Talents«. Sie entscheiden über zukünftige unternehmerische Erfolge und doch stellen sie für Wirtschaft und Wissenschaft als systematisches Forschungsfeld eine Black Box dar. Die zentralen Fragen zum WIE, z.B. wie arbeiten Kopfarbeitende heute und wie wollen sie eigentlich arbeiten? bleiben bislang noch unbeantwortet.