Flexibel, flexibler, agil: wie arbeiten wir in der Zukunft?

Mit dem traditionellen Zukunftsforum werfen wir am Fraunhofer IAO immer zum Jahresanfang einen umfassenden und weit vorausschauenden Blick in die Arbeitswelt der Zukunft. Das diesjährige Motto »Agile working – Transformation in die digitale Welt« war offenbar ein Volltreffer: mit rund 280 Menschen hatten wir am 28. und 29. Januar in den Wagenhallen Stuttgart »die Bude voll« wie eine Teilnehmerin auf Twitter so treffend feststellte.

Vernunft und Unvernunft von Digitalisierungsinitiativen

Ist die »Digitalisierung« ein Megatrend oder einfach nur ein Modewort? Die Frage stellt sich derzeit immer öfter, da das Wort im Jahr 2015 wahllos und beliebig oft in unterschiedlichsten Berichten und Artikeln aufgetaucht ist. Genauso haben es viele Unternehmen aufgenommen und als Aufhänger genutzt, um Veränderungen zu rechtfertigen oder anzustoßen. Fragt man jedoch die entsprechenden Entscheider im Unternehmen, was sie unter Digitalisierung verstehen, wird man keine einheitliche Definition finden. Von Industrie 4.0 über Internet of Things und Connected Devices bis hin zu optimierten End-to-End-Prozessen und digitalen Geschäftsmodellen wird so gut wie alles mit »der Digitalisierung« in Verbindung gebracht. Missverständnisse sind vorprogrammiert.

Kinder machen es vor: So geht Bürgerbeteiligung

Während die Kinder der Schwabschule im ersten Halbjahr 2015 rund um Spielplätze, den Bismarckplatz und Architektur forschten, rückte in der zweiten Jahreshälfte der Verkehr auf der Schwabstraße in den Mittelpunkt der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaflter. Startpunkt für die Aktionsreihe war, dass die Kinder auf die digitalen Geschwindigkeitsanzeigetafeln für Autofahrer vor der Schwabschule aufmerksam wurden und viele Fragen dazu stellten. Kein erwachsener Mensch bei Bürgerversammlungen und von der Stadtverwaltung konnte sagen, wie schnell die Autos vor der Schwabschule fahren. Da kein Statistiktool in den Geschwindigkeitsanzeigetafeln eingebaut ist, nahmen die Kinder die Sache selbst in die Hand und widmeten sich der primären Verkehrsfeldforschung: Was hat es damit auf sich, dass auf den Anzeigetafeln rund um die Uhr grüne und rote Smileys und Stundenkilometerzahlen wie von Geisterhand kurz erscheinen und wieder verschwinden?

Eine fast wissenschaftliche Weihnachtsgeschichte

Es begab sich zu einer Zeit, als Super Mario noch zweidimensional war und der Begriff vegan in einem Lexikon nachgeschlagen werden musste, dass sich ein emsiger Wissenschaftler am Abend des 24. Dezembers aufmachte, um in seiner Arbeitsstätte drängenden Forschungen nachzugehen. Hätte er geahnt, was ihm an diesem Weihnachtstag Widerfahren sollte, so wäre er womöglich zu Hause bei seiner Familie geblieben…

Kinderstadtteilforschung – von der Forschung zur Bürgerbeteiligung

Die Schwabschule in Stuttgart West ist einer der interessantesten Orte in Stuttgart: Die Grundschule ist umgeben von 12 Fahrspuren, 12 Ampeln, zwei U-Bahngleisen und unzähligen Verkehrsschildern. Die Kinder als Experten der Räume und Wege rund um die Schwabschule absolvieren hochgerechnet 115 000 Schulwegstrecken pro Jahr und kennen sich wirklich aus. Und Ende des Jahres 2015 sind jetzt 267 Flüchtlinge als Nachbarn in die verwaiste Friedensschule, eine ehemalige Hauptschule Mauer an Mauer mit der Schwabschule, eingezogen. Die Umgebung ist also wie geschaffen für ein »Reallabor« als Lern- und Forschungsstätte. In diesem zweiteiligen Beitrag erzähle ich, was die »Kinderstadtteilforschung«, eine Projektreihe von Caritasverband für Stuttgart e.V., Fraunhofer IAO und vor allem Kindern des Schülerhauses der Schwabschule in Stuttgart-West, im Jahr 2015 unternommen hat und denke gleichzeitig nach über die Forschung mit Kindern (statt über Kinder).

Masterplan Zukunftsstadt: die nächsten fünf Jahre werden entscheiden…

IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015: »Zukunftstadt«

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt

Nach nun bald einem Wissenschaftsjahr »Zukunftsstadt«, fast fünf Jahren Forschung in der Fraunhofer-Initiative »Morgenstadt« und zwei Tagen »Urban Futures«-Kongress in Berlin sehen wir betroffen: Den Vorhang zu und alle Fragen offen. Wie weit sind wir wirklich auf dem Weg zu nachhaltigen und wandlungsfähigen Städten in Deutschland? Wie bekommen wir alle Akteure, Projekte und Maßnahmen unter einen Hut, um das große Ganze vorwärts zu bringen? Wie können wir diejenigen, die die Stadt der Zukunft gestalten, dazu bringen, an einem Strang zu ziehen? Was passiert europaweit zum Thema Zukunftsstadt und Smart Cities?

Alexa, Cortana, Siri und Co.: Wie digitale Assistenten die Internetnutzung revolutionieren

Digitale Assistenten sind so genannte persönliche Berater, die auf Basis unserer natürlichen Sprachen mit dem Kunden interagieren können. Das bekannteste Beispiel ist wahrscheinlich »Siri« von Apple. Daneben gibt es mittlerweile auch »Alexa« (Amazon), »Cortana« (Microsoft), »Google Now«, »Facebook M« oder aber »Samantha« aus dem Film »Her« von Joaquin Phoenix, die als Betriebssystem und künstliche Intelligenz sogar eine freundschaftliche, später dann eine intimere Beziehung mit dem Hauptdarsteller aufbaut. Doch die nette Ansprache durch unsere digitalen Alltagsbegleiter ist nur eine Seite einer tiefgreifenden Umwälzung. Die Nutzung klassischer Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo könnte uns in naher Zukunft vorkommen wie die Lochkarten-Computer aus den 60er Jahren.