Deskilling durch KI: Reale Gefahr oder bloßer Technikpessimismus?
Auch zu Beginn des Jahres 2026 sind die Schlagzeilen voll mit KI bezogenen Meldungen. Nach generativen Sprachmodellen beschäftigt uns jetzt agentische KI, KI in Kombination mit Robotics, etc.; Die Entwicklungsgeschwindigkeiten nehmen weiterhin zu, die transformative Bedeutung dieser Technologie in allen Lebensbereichen kann kaum überschätzt werden.
Den technologischen Entwicklungssprüngen folgen unterschiedlichste betriebliche und individuelle Adaptionsstrategien, Upskilling-Anstrengungen, mehr oder weniger langfristige Vorgehenskonzepte in Bezug auf die erforderliche Workforce Transformation. Die Schätzungen zu den Folgen auf Jobprofile, Arbeitsmarkt, Beschäftigungsbedingungen, Chancen- und Risikoverteilung für die Arbeitnehmenden divergieren stark. Es besteht breiter Konsens, dass es erheblicher Weiterbildungs- und Anpassungsstrategien von Unternehmen wie dem einzelnen Mitarbeitenden bedarf, um Chancen neuer Geschäftsmodelle und Produktivitätseffekte zu nutzen und Folgen wie breitflächige Jobverluste zu vermeiden.
Weniger diskutiert werden Fragestellungen, welche mittel- und langfristigen Wirkungen die Nutzung dieser Technologie auf unsere Art des Wissenserwerbs hat und ob zumindest bestimmte Formen der KI-Nutzung nicht auch die Gefahr bergen, basale Grundkompetenzen zu verlernen. Deskilling durch KI – ist da was dran, oder ist das nur eine Befürchtung von Technologieskeptikern und Ewig-Gestrigen?
