Mit Schraubendreher und Schnabeltasse: Robotik für den Menschen

Würden Sie lieber im Beruf mit einem Roboter zusammenarbeiten, oder sich im Seniorenalter von ihm pflegen lassen? Beides könnte in Zukunft möglich werden, denn Roboter unterstützen immer mehr Arbeitsbereiche.

Die neue Intimität zwischen Mensch und Roboter

Die Bilder von Großrobotern, die ganze Autokarosserien transportieren und im glühenden Funkenflug eine Vielzahl von Schweißpunkten aufbringen, lassen vergessen, dass Roboter heute weitaus filigranere Aufgaben bewältigen. So rücken Schraubendreher und Schnabeltasse immer mehr in die Reichweite von Robotergreifern.

Ob in der Produktion oder im Krankenhaus, Roboter können den Menschen in unterschiedlichen Bereichen der Produktions- und Dienstleistungswirtschaft unterstützen. Ergonomisch ungünstige, das heißt körperlich belastende Arbeiten, gibt es in vielen Tätigkeitsfeldern. So helfen Roboter nicht nur, schwere Werkteile zu handhaben, sondern übernehmen auch monotone und häufig wiederkehrende Aufgaben in der Fertigung. Auch das Heben von pflegebedürftigen Personen, der Transport von Pflegematerial oder die Ansprache von dementen Personen werden in Zukunft immer öfter zu den Aufgaben von Robotern gehören.

Die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter gestalten statt ertragen

Werden Mitarbeiter durch Roboter sinnvoll entlastet oder entstehen unattraktive Mensch-Robotik-Arbeitsplätze, in denen der Roboter das Sagen hat? Tragen Roboter wirkungsvoll zur Behebung des Fachkräftemangels und des Pflegenotstands bei? Diskutieren Sie diese und andere Fragen mit uns auf der gemeinsamen Abschlusstagung der beiden BMBF-Forschungsprojekte SeRoDi und AQUIAS am 25. September in Stuttgart.

In der Veranstaltung stellen beide Projekte vor, wie Mensch-Robotik-Systeme mitarbeiterzentriert gestaltet werden können. Demonstratoren aus den Bereichen Pflege- und Industrierobotik zeigen, wie das Gestaltungsziel »Robotik für den Menschen« konkret umgesetzt werden kann. Zukunftsszenarien für das Jahr 2030 vermitteln die Chancen und Herausforderungen, die für den einzelnen Mitarbeiter, für Unternehmen und für die Gesellschaft in der Mensch-Robotik-Kollaboration liegen.

Leselinks:

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.