Maschinenbau

Warum die Cloud noch immer die Sonne bedeckt

Wolken verheißen derzeit Positives: ob auf der diesjährigen CEBIT oder generell in den Medien: ohne »Cloud Computing« geht’s nicht mehr. Fast jedes etablierte Zeitungsformat hat in der ersten Jahreshälfte Sonderhefte hierzu veröffentlicht, sämtliche Wirtschaftsmagazine sind mit Artikeln zum Trendthema gespickt und selbst in der Werbung geht man schon mal »schnell in die Cloud«.

Wie man mit Maschinen in Zukunft Geld verdient…

Erinnern Sie sich an die Leute, die Ende der 80er Jahre mit ziegelsteingroßen Auto-Telefonen in Biergärten saßen, um in lausiger Qualität über das C-Netz zu kommunizieren? Das hat damals mächtig Eindruck gemacht, vor allem, weil die Geräte Unsummen kosteten und für den Normalbürger unerschwinglich waren. Seitdem ist eine Menge passiert. Die Telefone sind nicht nur billiger, sondern auch technisch besser und natürlich kleiner geworden. Die größten Veränderungen aber dürften im Geschäftsmodell liegen. Denn wenn es ums Geschäft geht, stellen sich stets zwei Fragen: Wie verdient man Geld? Und vor allem: Wer verdient das Geld?

Mit Services in neue Märkte – Maschinenbau auf Abwegen?

Man muss nicht »Rocket Science« betreiben, um zu erkennen, dass sich viele Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau in einer wirtschaftlich schwierigen Lage befinden. In bestimmten Bereichen, etwa Automotive oder Druckmaschinen, gibt es einen massiven Rückgang der Auftragseingänge. Noch vor gut einem Jahr habe ich selbst eine Umfrage zum Thema »Wertschöpfung mit Dienstleistungen« im Maschinen- und Anlagenbau durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass fast alle Unternehmen starke Umsatz- und Gewinnsteigerungen erzielen konnten. Das dürfte jetzt anders aussehen.