Hack deine Versicherungs-Innovation: 4 Chatbots in 4 Tagen

Samstag. Endlich Zeit, sich um die Rechnungen zu kümmern. Aber was ist das? Die Jahresbeitragsrechnung der Kfz-Versicherung ist deutlich gestiegen. Ein Anruf bei der Support-Hotline der Versicherung soll Abhilfe schaffen. Leider jedoch ohne Erfolg, denn der Anruf erfolgt ja außerhalb der Geschäftszeiten. Mist. Wenn man doch nur irgendwie anders – aber bitte jetzt sofort – eine Antwort bekommen könnte!

Wie kommt man als Versicherung auf smarte Lösungen für solche typischen Kundenszenarien? Wir haben es mit unseren Partnern aus dem Innovationsnetzwerk »Digitalisierung für Versicherungen« mit einem Hackathon probiert. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Unternehmen Hackathons einsetzen und je nach Zielsetzung gelten verschiedene Faktoren, die zum Erfolg eines Hackathons führen. So kann das Ziel beispielsweise die Entwicklung eines Produkts oder Konzepts, Mitarbeiterakquise oder Personalentwicklung, aber auch die Imageverbesserung bzw. Bekanntheitssteigerung eines Produkts und des Unternehmens sein.

»InnoNetz Hack 2018«

In unserem Hackathon ging es um die Entwicklung von Chatbot-Prototypen. Die Teams haben wir aus Mitarbeitenden verschiedener Abteilungen wie IT und Vertrieb mit interdisziplinären Kompetenzen und Sichtweisen sowie aus Angehörigen verschiedener Versicherungen bestückt. Auf Basis der frei zugänglichen Chatbot-Technologien »IBM Watson Conversation« sowie »Google Dialogflow« sind im Verlauf des Hackathons vier Chatbot-Prototypen entstanden, die Fragen zur Jahresbeitragsrechnung beantworten. Wie kreativ es beim Hackathon zuging, zeigt dieser kurze Clip vom InnoNetz Hack 2018:

Lessons learned: Kritische Erfolgsfaktoren für Hackathons

Was haben wir aus der Hackathon-Erfahrung gelernt? Hier in aller Kürze die drei Hackathon-Erfolgsfaktoren aus unserer Sicht:

1. Das Team:

Besonders effektiv sind Teilnehmende aus verschiedenen Disziplinen, die unterschiedliche Perspektiven in das Thema einbringen können. Nach einer ersten Phase der Rollenfindung und -stabilisierung in den Gruppen diskutierten und arbeiteten die Teams am Ende teilweise bis spät in der Nacht gemeinsam an den Gesprächsfäden. »Aha-Effekte« stellten sich ein und große inhaltliche Fortschritte wurden gemacht.

2. Die professionelle Begleitung

Um die Voraussetzungen für eine fokussierte Arbeit der Teilnehmenden zu schaffen, waren neutrale Betreuer vor Ort von immensem Vorteil, da sie die Teams bei Problemen durch koordinierendes Eingreifen sowie fachliche und organisatorische Beratung unterstützen konnten und so den Teilnehmenden den Rücken für die eigentliche Arbeit freihielten.

3. Die Vorbereitung

Wir haben Test-Bots und ein technisches Nachschlagwerk bereitgestellt und mögliche Szenarien für Dialogstrukturen bereits im Vorfeld durchgespielt. Ein flexibler Ablaufplan, regelmäßige Nervennahrung und zielorientierter Input – wie die Validierung der Ideen durch Fokusgruppengespräche – haben sich als sehr hilfreich erwiesen.

Unser Fazit: Mit der richtigen Planung und Vorbereitung kann ein Hackathon die gewünschten Ergebnisse bringen und nebenbei auch noch Spaß machen und motivieren. Wer es selbst ausprobieren will, kann gerne auf uns zukommen und von unseren Erfahrungen profitieren – z.B. am 19./20. Juni bei der Veranstaltung »Innovate Insurance« in Stuttgart.

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