Produktionsmanagement

Produzieren in der Stadt – notwendiges Übel oder große Chance?

IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015: »Zukunftstadt«

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt
Teil 2: Die produktive Stadt

Das Produzieren in der Stadt hat Tradition. Und das aus gutem Grund: Es liegt in der Natur der Entstehung von Ballungsräumen, dass sich um industrielle Standorte Menschen ansiedeln. Irgendwann liegen Fabriken dann mitten in der Stadt. Angrenzende Wohngebiete und natürliche Begrenzungen wie Flüsse oder Berge verhindern das Wachstum am Standort. Den Unternehmen bleibt dann nur, neue Standorte in weniger dicht besiedelten Gebieten zu erschließen, was erneut einen Keim für einen urbanen Ballungsraum legen kann.

Urban Production: Wie kann das Raum-Dilemma der städtischen Produktion überwunden werden?

Unsere Städte wachsen nicht nur, sie verdichten sich immer mehr. Die Konzentration von Menschen, Gütern und Verkehr nimmt zu und lässt den Raum in den Innenstädten zu einer immer knapperen Ressource werden. Er wird erstens teurer für alle Beteiligten und zweitens immer häufiger zum Gegenstand von langwierigen Interessenskonflikten. Wenn Unternehmen ihre Produktion im ländlichen Bereich ansiedeln, entgehen sie zwar der Kosten- und Konfliktfalle, büßen aber gleichzeitig an Attraktivität für eine noch knappere Ressource ein: Experten und Fachkräfte. Städtische Unternehmen geraten deshalb immer öfter in ein »urbanes Raum-Dilemma«.

Industrie 4.0: Nils Schmid auf Expedition in die Zukunft der Produktion

Baden-Württemberg wird Leitanbieter und Leitmarkt für das Thema Industrie 4.0! Nicht mehr und nicht weniger hat sich unser baden-württembergischer Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid mit der frisch ins Leben gerufenen Initiative »Allianz Industrie 4.0 BW« vorgenommen. Die Leiter der Stuttgarter Fraunhofer-Institute IAO und IPA, Wilhelm Bauer und Thomas Bauernhansl, beraten mit einer Reihe weiterer renommierter Fachexperten im Lenkungskreis der neuen Allianz.

Industrie 4.0 – Eine Revolution der Arbeitsgestaltung?!

Wissenschaftsjahr 2014: Die digitale Gesellschaft

»Digitalisierte Arbeitswelten«
– IAO-Blogreihe zum Wissenschaftsjahr 2014:
»Die digitale Gesellschaft«

Internet und Mobiltechnologien haben über die letzten Jahre unser Leben und Arbeiten grundlegend verändert. Der Megatrend einer vernetzten Welt durchdringt immer weitere Bereiche. Zusammen mit einer neuen Stufe der Automatisierung und die Umsetzung des Konzepts des Internet der Dinge und Dienste vollzieht sich momentan die Übertragung in die industrielle Produktion. In Deutschland wird von dieser Entwicklung die vierte industrielle Revolution erwartet, aber auch andere Industriestaaten versprechen sich signifikante Produktionsgewinne durch die Digitalisierung und Automatisierung industrieller Wertschöpfung.
Absehbar ist schon heute, dass eine erfolgreiche Umsetzung einen gemeinsamen Weg aller Beteiligten – der Unternehmen, der Mitarbeiter und der Gesellschaft – erfordert. Das sieht auch Bundeskanzlerin Merkel so, wie sie in ihrem Interview mit mir vor der Eröffnung der diesjährigen Hannover-Messe mit ihrem Appell verdeutlichte.

Gesunde Produktionssysteme: Erfolgsfaktor im demografischen Wandel

Der demografische Wandel ist berechenbar geworden. Darum bereiten sich produzierende Unternehmen derzeit auf eine alternde Belegschaft und einen bevorstehenden Fachkräftemangel vor. Einen Schlüssel zum Erfolg sehen sie in der Gestaltung ergonomischer Arbeitsplätze und in der Umsetzung eines wirkungsvollen Gesundheitsmanagements.
Gerade in produzierenden Unternehmen kommt dazu die Herausforderung, die Beschäftigten ein Arbeitsleben lang motiviert und leistungsfähig zu halten. Außerdem gilt es, auch ältere, teilweise leistungsgewandelte Beschäftigte produktiv einzusetzen. Der Schlüssel dazu liegt in der Gestaltung der alltäglichen Arbeitsbedingungen und damit in der Arbeitsgestaltung.

Industrie 4.0 & Automatisierung = Mensch vs. Maschine?

Teilweise könnte man bei der Diskussion um Industrie 4.0 denken, es ginge um darum, mit besonders viel Technik die Menschen in der Produktion überflüssig zu machen. Die Vorstellungen der selbstorganisierten, vollautomatisierten menschenleeren Fabrik sprießten vor allem am Anfang der Industrie-4.0-Debatte wie Pilze aus dem Boden.
Nach und nach ebben diese Diskussionen ab. Professor Dieter Spath, der bis Ende September 2013 Leiter des Fraunhofer IAO war, erklärt, wieso Industrie 4.0 und Automatisierung nur bedingt etwas miteinander zu haben und woran eine Vollautomatisierung in der flexiblen Produktion der Zukunft scheitert.

Industrie 4.0 konkret: auf dem Weg in die Produktion der Zukunft

»Industrie 4.0« ist zwar in aller Munde, jedoch gleichzeitig in der Produktion noch nicht angekommen. Der Begriff schwebt in Sphären, die für viele noch nicht fassbar sind. Wie unklar die Begriffe sind, zeigt auch die aktuelle Leitstudie des Fraunhofer IAO »Produktionsarbeit der Zukunft – Industrie 4.0«: mit dem zentralen Begriff der Industrie 4.0-Bewegung, »Cyber-Physische Systeme« oder kurz »CPS«, sind nur knapp 16 % der Befragten Produktioner vertraut (vgl. Abbildung 1).

Flexibilität in der Produktion: Heute wichtig, morgen Trumpf

Fixe Arbeitszeiten von 8 bis 17 Uhr. Das gehört auch in Deutschland schon lange nicht mehr zum Standard im Arbeitsleben. Flexible Arbeitszeiten geben den Mitarbeitern mehr Freiheiten zur individuellen Gestaltung ihres Privatlebens und bieten Ausgleich für berufliche Erfordernisse. Unternehmen profitieren von neuen Möglichkeiten, konjunkturelle Schwankungen im Absatzmarkt flexibel zu kompensieren. Richtig genutzt wird flexibles Arbeiten zukünftig zum Wettbewerbsfaktor für Deutschland – auch in der Produktion.
Dies zeigt auch unsere aktuelle Studie »Produktionsarbeit der Zukunft – Industrie 4.0«. Hier wird klar: In Zukunft steigen die Flexibilitätsanforderungen an den Personaleinsatz. Die wichtigsten Ergebnisse habe ich hier für Sie zusammengefasst.

And the Winner is… KapaflexCy!

Auf der 22nd International Conference on Production Research, ICPR 22 hieß es nicht nur schwitzen, weil die weltweit renommierte Konferenz im Bereich der Produktionsforschung dieses Jahr in Brasilien stattfand. Nein, diesmal war für uns v.a. der Preis heiß! 430 Beiträge aus etwa 40 Ländern haben sich für den Best Paper Award der ICPR 22 beworben – dass unser Beitrag »Cyber-Physical System for Self-Organised and Flexible Labour Utilisation« am Ende den begehrten Award erhielt, ist erneut eine schöne Bestätigung für uns, dass wir mit unseren Forschungsarbeiten zur Industrie 4.0 auf dem richtigen Weg sind!

Science Fiction wird fictionless Science in der Produktion

Bereits 1966 hat Star Trek die Zukunft vorausgesagt. Captain James T. Kirk griff in seine Tasche und sprach die magischen Worte »Beam me up, Scotty«. Captain Jean-Luc Picard benutze 1987 den ersten Tablet-PC, um Daten über den aktuellen Zustand seines Schiffs zu erfahren. Tom Cruise besaß in »Minority Report« bereits die Möglichkeit, Daten nur mit seinen Fingern durch den Raum zu bewegen und sie nach seinem Geschmack zu filtern. In diesen Filmen war es noch Science Fiction, doch seit Steve Jobs 2007 das erste iPhone vorstellte, ist die Fiktion Realität geworden und mobile Geräte sind längst Normalität.