Mensch und Stadt

Verbesserung der öffentlichen Daseinsvorsorge: Ein Plädoyer für mehr Mut

Marode Straßen, undichte Schuldächer, unzureichende digitale Infrastruktur: Bei »Anne Will« wurde an einem Sonntagabend Ende August über den Solidaritätszuschlag diskutiert und auch über öffentliche Investitionen. Ein Einspieler bringt die Frage auf: Investiert Deutschland zu wenig in seine öffentliche Daseinsvorsorge? Können wir uns die Investitionen nicht leisten oder ist Deutschland einfach zu knausrig? Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält bei »Anne Will« dagegen: Die Bundesrepublik verzeichne ein Allzeit-Hoch bei den öffentlichen Investitionen – also, von wegen zu knausrig oder zu arm. Scholz geht sogar noch weiter: »Wir fangen an, Probleme zu kriegen – das ist auch ein Stück der Wahrheit – das Geld loszuwerden.«

Vergesst die Mehrwertsteuer: So kann die Bahn wirklich attraktiver werden

Es war ein seltenes Spektakel, das sich mitten im Sommerloch auf der politischen Bühne beobachten ließ. Aus der Debatte um #Flugscham und einem Verbot von Inlandsflügen erwuchs der Vorstoß von Markus Söder nach einer steuerlichen Entlastung für Bahnreisende durch einen dauerhaften Verzicht auf die Mehrwertsteuer. Statt auf Gegenwind traf dieser in den darauffolgenden Tagen in den verschiedenen politischen Lägern auf breite Zustimmung. Nicht zuletzt, weil Söder damit ohnehin eine alte Forderung der Grünen aufgriff. Dennoch: ein Vorkommnis mit Seltenheitswert. Aber für den deutschen Schienenverkehr, immerhin das ausgerufene Rückgrat der Verkehrswende, ziehen dann auch Mal Grüne, SPD und auch die CSU gleichermaßen an einem Strang. Nun kann es sogar gar nicht schnell genug gehen und es stellt sich die Frage, warum ein solches Vorhaben nicht schon viel früher angestoßen wurde. Schließlich gibt es steuerlich vergünstigte Ticketpreise in anderen Ländern bereits seit einiger Zeit.

5 Thesen zum erfolgreichen Wandel unserer Mobilitätskultur

Allen Schreckensmeldungen und Horrorszenarien zum Klimawandel zum Trotz ist das Mobilitätsverhalten der Deutschen in den letzten Jahren annähernd gleichgeblieben. Mit dem SUV zum ökologisch nachhaltigen Bauernhof einkaufen zu fahren ist ein typisches Beispiel dafür, dass der Wille zu nachhaltigem Verhalten zwar da ist, das tiefgreifende Verständnis aber offenbar noch nicht. Diesel-Fahrverbote hin oder her – unser Verkehrsverhalten bleibt zu hoch und wirkt sich zu sehr auf unsere Umwelt aus. Was sind die Gründe dafür und wie können wir dieses Paradox auflösen, um den so dringend notwendigen Wandel herbeizuführen?

Wie der Start der E-Scooter in deutschen Städten gelingen kann

Amerika ermöglicht, Frankreich verbietet und Deutschland lavierte lange Zeit herum. Das Thema E-Scooter spaltet die Verwaltung und Öffentlichkeit weltweit. Doch in der polarisierenden Diskussion zwischen Gegnern und Befürwortern gehen die konkreten Anforderungen und Herausforderungen an das neue Mobilitätsvehikel derzeit völlig unter. Entscheidend ist nicht »Ja« oder »Nein«, sondern »wie« und »zu welchen Bedingungen«.

Wie Sie Virtual Reality nutzen können, um zukünftige Produkte zu testen

tl;dr kurz für »too long; didn’t read«. Das war das Motto der diesjährigen re:publica in Berlin. Als eine der führenden Konferenzen für neue Medien und die digitale Zivilgesellschaft adressierten die Veranstalter und Mitgestalter damit die Problematik, dass wir mehr und mehr vor der Informationsflut im Internet, als auch in unserem Offline-Alltag kapitulieren. Nicht ohne Grund hat sich unsere Aufmerksamkeitsspanne in den letzten Jahren verringert.

Elektromobilität im Unternehmen: Mehr Aufwand oder Mehr Wert?

Der Durchbruch der Elektromobilität lässt trotz vieler Vorteile und massiver staatlicher Förderung weiter auf sich warten. Ein Grund dafür sind die komplizierten Ladevorgänge. Könnte das Laden des eigenen E-Fahrzeugs am Arbeitsplatz die Elektromobilität endlich in Fahrt bringen? Und warum sollen Unternehmen eine Infrastruktur für Elektrofahrzeuge am Arbeitsplatz bereitstellen?

Der Mobilitätsmarkt der Zukunft: Monopol der Superstar-Firmen oder dezentrales Ökosystem?

Eco Fleet Services
Eco Fleet Services: Die Plattform »Eco Fleet Services« ermöglicht ein smartes und effizientes Management betrieblicher Mobilität. Sie wird nicht nur den effizienten Einsatz von Flottenfahrzeugen unterstützen, sondern darüber hinaus externe Mobilitätsressourcen wie beispielsweise Carsharing oder ÖPNV integrieren. Das Fraunhofer IAO, die Stadt Heidelberg, die Hochschule Esslingen sowie die Universität Hohenheim arbeiten gemeinsam an dem vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg geförderten Projekt.

Monopolbildung in einem hart umkämpften Markt ist ein verlockendes Ziel. Ist der Wettbewerb erstmal ausgeschaltet, kann man es sich als Platzhirsch so richtig gemütlich machen. So können Preise nach Belieben bestimmt, Löhne gesenkt und der Marktzugang anderer verhindert werden. Alles zum Wohle der eigenen Gewinnmaximierung. Diese Entwicklung macht auch vor dem Mobilitätsmarkt nicht halt.

Realitätstest in Heidelberg: Wie Kommunen ihre Mobilitätsressourcen nachhaltiger einsetzen können

Eco Fleet Services
Eco Fleet Services: Die Plattform »Eco Fleet Services« ermöglicht ein smartes und effizientes Management betrieblicher Mobilität. Sie wird nicht nur den effizienten Einsatz von Flottenfahrzeugen unterstützen, sondern darüber hinaus externe Mobilitätsressourcen wie beispielsweise Carsharing oder ÖPNV integrieren. Das Fraunhofer IAO, die Stadt Heidelberg, die Hochschule Esslingen sowie die Universität Hohenheim arbeiten gemeinsam an dem vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg geförderten Projekt.

»Mobil im Betrieb – Nachhaltig in die Zukunft« heißt es am 13. Mai in Heidelberg. Im Fokus der Veranstaltung stehen Ergebnisse aus dem Projekt »Eco Fleet Services« – unter anderem eine Mobilitätsanalyse, die wir für die Stadt Heidelberg durchgeführt haben. Im Vorfeld haben wir mit Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner über die Bedeutung der Analyse für die Stadt Heidelberg gesprochen.

Morgenstadt-Werkstatt: Warum wir städtische Planungsprozesse anders denken müssen

Die Digitalisierung ist ein schwer greifbares Konstrukt, das aber inzwischen alle Aspekte der zwischenmenschlichen Kommunikation, der industriellen Produktion bis hin zum politischen Diskurs durchwirkt. Dabei bleiben häufig Grundfragen der Innovation auf der Strecke: Wozu eigentlich? Wo liegt der lebensqualitätssteigernde Nutzen? Sollen Kommunen mit dem Tempo des Silicon Valleys mithalten? Oder gibt es alternative Herangehensweisen, die sich an lokale Charakteristika anpassen und die dortigen Potenziale voll ausschöpfen?