Mensch und Stadt

Indoor-Navigation: Diese Technologien könnten für einen Durchbruch sorgen

Die Navigation mittels Smartphone gehört für viele schon seit Jahren zur täglichen Routine. Doch während die Wegführung heute meist noch vor dem eigentlichen Ziel an der Grundstücksgrenze endet, geht die eigentliche Suche hier erst richtig los. Flughäfen, Einkaufszentren und Krankenhäuser werden immer komplexer, die Orientierung in diesen Gebäuden zur Herausforderung. Das grundsätzliche Problem: die im Außenbereich zuverlässigen GPS-Signale lassen sich innerhalb der Gebäude nicht empfangen, eine genaue Positionsbestimmung ist auf diesem Wege nicht möglich. Doch dieses Problem lässt sich in Zukunft lösen: Wir haben am Fraunhofer IAO im Rahmen eines prototypischen Entwicklungsprojekts am Beispiel des Bildungscampus in Heilbronn die relevantesten Technologien für die Innenraum-Navigation untersucht.

Prägt das Virus die Mobilität der Zukunft?

Wir schreiben das Jahr 2030 und die Mobilität in unseren Städten ist eine andere: Das Stadtbild ist geprägt von verschiedenen Mikromobilitätsangeboten, die jedem zu jeder Zeit zur Verfügung stehen und smart miteinander verknüpft sind. Die autofreie Innenstadt ist längst zur Normalität geworden. Dank der neuen Hygienestandards für alle Fortbewegungsmittel kann immer schneller auf neues Infektionsgeschehen eingegangen werden. Sharing-Dienstleistungen sind beliebt wie noch nie. Dieser Ausblick in die Zukunft könnte das Stadtbild der Zukunft beschreiben. Ist es möglich, dass das Virus uns diesem Zukunftsbild näherbringt?

Inhalte vor Image: Warum Ihre Stadt keine Smart City werden sollte

Vor kurzem wurde wieder der Smart-City-Index des IT-Branchenverbands Bitkom veröffentlicht. Dieser liefert jährlich den aktuellen Status über die Digitalisierung in Deutschlands Großstädten und zeichnet dabei besonders engagierte Stadtverwaltungen mit den Spitzenpositionen im zugehörigen Ranking aus. Zudem verspricht eine promintente Platzierung in der Erhebung auch eine gewisse mediale Aufmerksamkeit.

Städteoptimierung durch die Bewohner: Wie Kommunen ihre Bürger aktivieren können

In der folgenden Situation dürfte sich wohl jeder schon einmal befunden haben: Sie machen sich auf den Weg zu Ihrer Arbeitsstelle in eine größere Stadt. Ein typischer Tag beginnt schon in den frühen Morgenstunden mit Stress und einer daraus resultierenden schlechten Laune. Der Grund liegt auf der Hand. Urbanisierung und Zentralisierung machen die Anreise mit dem Auto zu einer Tortur. Stau und ein zähes Vorankommen im Stop-and-go-Modus bringen Sie zur Weißglut. Damit nicht genug: Um den Stress abzubauen, möchten Sie nach der Arbeit eine entspannte Fahrradtour unternehmen. Doch diese ist gespickt mit Hindernissen, die Ihr Stresslevel eher steigen als fallen lassen. Beschädigte und fehlende Radwege schränken Ihr Fahrvergnügen erheblich ein. Doch was können Sie tun, um die Situation zu verbessern? Wie können die Bewohner von Städten überhaupt ihren Beitrag leisten, damit die Infrastruktur entsprechend verbessert bzw. ausgebaut werden kann, um die Integration von nachhaltiger Mobilität zu vereinfachen?

Ein Reallabor für Ihre Stadt: 5 Tipps zur erfolgreichen Umsetzung

Im vergangenen Jahr konnte man auf dem Zukunftsstadttreffen in Münster im Dezember auf fast jedem Plakat den Begriff »Reallabor« lesen. Anscheinend ist es gerade Mode, in Forschungsprojekten die moderneren Entwicklungseinrichtungen zu nutzen. Doch was sind Reallabore eigentlich? In Reallaboren gestalten Praktiker*innen aus Kommunen, Sozial- und Umweltverbänden und/oder Unternehmen gemeinsam und begleitet durch Partner aus der Wissenschaft einen transformativen Prozess, um ein konkretes Problem zu lösen. So möchte das Reallabor Mannheim im Forschungsprojekt SMARTilience zum Beispiel einen Hitzeaktionsplan entwickeln, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Die kommunalen Vertreter*innen, Wissenschaftler*innen und Bürger*innen möchten ihre Erfahrungen mit den Klimafolgen austauschen und gemeinsam den Wandel hin zu einer lebenswerten und resilienten Stadt gestalten. Folglich bilden die Reallabore einen unterstützenden Lernort für jeden individuellen Teilnehmenden.

Grüner Wasserstoff: Wie gelingt prospektives Akzeptanzmanagement?

Das Beispiel Windenergie zeigt, dass fehlende gesellschaftliche Akzeptanz zu einem echten Hindernis für die Implementierung neuer Technologien werden kann. Daraus gilt es für das Technologiefeld Grüner Wasserstoff zu lernen: Eine breite Information der Bevölkerung und vielfältige Beteiligungsmaßnahmen sollten jetzt parallel mit der technischen Entwicklung einsetzen, damit sie prospektiv wirken können und Irritationen im Vorfeld vermeiden. Der frühe Zeitpunkt, an dem sich viele Wasserstoff-Technologien heute im Hinblick auf die Umsetzung, breite Nutzung und Integration in das Energiesystem befinden, bietet den Vorteil, frühzeitig einen ganzheitlichen Blick auf die Technologie sowie den Kontext und die Prozesse ihrer Einführung werfen zu können.

Digitalisierung für die alternde Gesellschaft: Warum wir Lösungsansätze anders angehen müssen

Die Welt wird nicht jünger. In Europa liegt die Geburtenrate unter der Sterberate und gleichzeitig steigt die Lebenserwartung. Hochrechnungen ergeben, dass die Bevölkerungsstruktur Deutschlands im Jahre 2050 zur Hälfte aus über 50-Jährigen bestehen wird (Vgl. Mädig 2006: 338). Laut Statistik lebten 2019 schon 24,37 Mio. Menschen über 60 in Deutschland – etwa ein Viertel aller Einwohnerinnen und Einwohner (vgl. Statista 2020). Unsere Gesellschaft altert – und wir müssen unsere bestehenden Denkweisen, Arbeits- und Service-Kulturen und insbesondere die Entwicklung neuer Produkte an die neue Mehrheit der Kundinnen und Kunden sowie Konsumenten anpassen.

Zurück in die Zukunft: Wie sie Virtual Reality nutzen können, um zukünftige Produkte zu testen

Vor einem Jahr war ich im Rahmen meines Projekts »2049: Zeitreise Mobilität« auf der re:publica zu Gast, der wichtigsten Konferenz der digitalen Gesellschaft in Europa. Damals hatte ich gerade erstmalig eine neue Herangehensweise getestet, um mittels virtueller Realität (VR) Nutzerreaktionen für die Akzeptanzbewertung von Technologien und Zukunftsszenarien zu erheben. Mit Abschluss des Projekts und dem Erscheinen der Studie ist es nun an der Zeit, noch einmal auf meinen damaligen Blogbeitrag vom Mai 2019 (siehe Leselink) zurückzublicken und die darin enthaltenen Botschaften mit meinem heutigen Wissensstand abzugleichen.