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Unsere Arbeitswelt in der »Zwischenzeit« – zwischen Pandemie und New Normal

Wir sind in einer Zwischenzeit – zwischen Corona, Rollback ins Büro und der Post-Corona-Arbeitswelt. Die Frage, wie lange der derzeitige, wieder verschärfte Pandemiekontext noch anhält und die Suche nach den richtigen Weichenstellungen für die Zeit »danach« bestimmen die Diskussion. Dabei gibt es eine große Spreizung in den Einschätzungen und Erwartungen. Zudem mehrt sich die Zahl der Studien, die unterschiedlichste Ergebnisse in Bezug auf Effekte der veränderten Arbeitssituation wie Produktivität, Entgrenzung, Erschöpfung, aber auch Bindung von Mitarbeitenden, aufzeigen. Nach mittlerweile 22 Monaten pandemiebedingter, tiefgreifender Veränderung mit einigen Hochs und Tiefs, ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Wir wollten ja schon weiter sein – die Enttäuschung und auch der Frust über die derzeitige pandemische Situation sollten uns aber nicht davon abhalten, die Phase danach aktiv zu gestalten. Zeit für eine Darstellung der wichtigsten Diskussionslinien.

Führung unterm Brennglas – Wie sich das Rollenbild im New Normal verändern wird

Gestern haben wir unsere neue, in Kooperation mit der DGFP entstandene Kurzstudie zur Führung im neuen Normal veröffentlicht. Erneut wurde klar, wie stark auch hier Corona als Katalysator für eine weitgehende Veränderung war und ist. Unser Interesse war es, herauszuarbeiten, welche Schlussfolgerungen unsere Befragten für zukünftige Aufgaben, Rollenbilder und Kompetenzen von Führungskräften ziehen. Denn, dass »nach Corona« die Arbeitswelt deutlich hybrider sein wird, das wurde auch in der Eingangsfrage der aktuellen Studie nach dem erwartbaren Maß an mobiler Arbeit in der Zukunft erneut bestätigt. Für die Arbeitswelt in post-pandemischen Zeiten reduziert sich der Anteil der Befragten, die davon ausgehen, dass (fast) alle Büroarbeitenden ganz oder teilweise im Homeoffice/mobil arbeiten werden, zwar auf 11,6 Prozent; dennoch geben rund 30,7 Prozent an, dass »die meisten« Büroarbeitenden in dieser Form arbeiten werden. Der Großteil befindet sich mit 42,7 Prozent in der Antwortkategorie »etwa die Hälfte« der Büroarbeitenden.