Wie KI den Menschen in der Produktion unterstützt, nicht ersetzt

Wissenschafts­jahr 2019: Künstliche Intelligenz
Wissenschafts­jahr 2019: »Künstliche Intelligenz« Die Arbeitswelten der Zukunft werden entscheidend von der Entwicklung Künstlicher Intelligenz geprägt sein. Das Wissenschaftsjahr 2019 wird sich mit den Chancen und Herausforderungen dieser Technologie auseinandersetzen.

Daten sind das Gold der Neuzeit. Um es zu gewinnen, benötigen Unternehmen allerdings Methoden und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Das klingt kompliziert, doch selbst Mittelständler können heute mit wenigen Schritten erfolgreich in die Datenzukunft starten.

Werden die KI-Technologien unsere Urteilsfähigkeit und Entscheidungskompetenzen des Menschen ersetzen? Überall dort, wo es große Datenmengen gibt, hilft KI bei der Auswertung. Der Mensch wäre hier schnell überfordert, die KI wertet hingegen in kurzer Zeit große Datenmengen aus. Ersetzt wird der Mensch sicherlich nicht, lediglich in seiner Urteilsfindung unterstützt.

KI-Technologien sind in vielen unterschiedlichen Bereichen des Produktionsumfelds einsetzbar, von der Instandhaltung über die Logistik bis hin zur Produkt- und Prozessentwicklung oder Ressourcenplanung. Für die Studie »Künstliche Intelligenz in der Unternehmenspraxis – Studie zu Auswirkungen auf Dienstleistung und Produktion« haben wir Unternehmen befragt, wie sie den Einsatz von KI bewerten und inwieweit sie denken, dass KI die Arbeitsteilung zwischen Mensch und Technik in den nächsten fünf Jahren verändern wird. Ein Großteil der befragten Unternehmen kann sich vorstellen, dass KI-Anwendungen ausführende sowie analytische Tätigkeiten übernehmen. In den nächsten Jahren ist es vorstellbar, dass einfache Tätigkeiten automatisiert durchgeführt und Daten nur noch von KI-basierten Lösungen analysiert werden.

Kennen Sie die Potenziale von KI für Ihre Produktion?

Gemeinsam mit der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg haben wir in einer weiteren Studie den Fokus auf Einsatzfelder von KI im Produktionsumfeld gelegt. Hier ging es nicht nur um die Frage, welche Technologien relevant sind oder sein werden, sondern v.a., welche praktischen Anwendungsbeispiele in der Produktion denkbar sind.

Aus Anwendersicht sind das die relevanten Technologie-Gruppen der Künstlichen Intelligenz:

  • Text- und Sprachverarbeitung
  • Bild- und Tonverarbeitung
  • Multidimensionale Mustererkennung
  • Wissensrepräsentation und Semantik
  • Aktionsplanung und Optimierung
  • Emotionserkennung und Absichtsanalyse

Komplexe Probleme können bspw. durch Lösungsansätze aus Kombinationen dieser Gruppen angegangen werden. Über Spracheingabe kann ein Assistenzsystem in der Produktion gesteuert und die ermittelten Daten mithilfe semantischer Technologien zur Systemoptimierung genutzt werden.

Heute wird mithilfe hochauflösender Kameras und einer intelligenten Auswertung die Produktqualität in der Produktion geprüft. Das System lernt durch das Feedback des Inspektors und verbessert damit kontinuierlich die Erkennungsleistung und Produktqualität. Der Qualitätsprüfungsprozess wird damit nachhaltig beschleunigt und durchgehend verbessert, denn die Technik der Maschine liefert recht sichere Ergebnisse – sobald die KI-Software trainiert worden ist. Nutzer werden dabei unterstützt, Entscheidungen zu treffen.

Wie machen es die anderen? KI-Erfahrungen im Netzwerk austauschen

Am besten ist es, einfach mal anzufangen und zu schauen, wie es andere machen. Mit unserem Innovationsnetzwerk »Menschzentrierte KI in der Produktion« bieten wir ab November 2019 die Plattform dafür. Probieren Sie es aus und werden Sie Partner des Innovationsnetzwerks aus Industrieunternehmen, Verbänden und Forschungspartnern.

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