Mensch und Mobilität

Mobility-as-a-(city)Service – Gefangen zwischen Bürokratie und Marktdynamik

Permanently Online, Permanently Connected – das bekannte POPC Phänomen (siehe Leselink) beschreibt unseren mediatisierten Alltag ziemlich treffend. Die Digitalisierung von Dienstleistungen prägt zunehmend den Mobilitätssektor. »Mobil per Klick« lautet das Gebot der Stunde, denn Buchung, Bezahlung oder Koordination verschiedener Mobilitätslösungen funktionieren für viele Nutzende maßgeblich über das Smartphone. So wird Mobilität nicht nur schneller, sondern mit Hilfe intermodaler Anwendungen auch nahtlos und einfach planbar.

Pop-up-Radwege und Co. – Verhilft die Corona-Pandemie der Lastenradlogistik zum Durchbruch?

Die Zustellbranche gehört zu den großen Gewinnern der Corona-Krise. In der Krise hat die Branche ihre »Systemrelevanz« unter Beweis gestellt und damit sicherlich auch einen immensen Imagegewinn davongetragen, doch altbekannte Probleme werden damit nicht plötzlich aus der Welt geschafft. Nach wie vor fallen täglich große Kolonnen an dieselbetriebenen Fahrzeugen in deutsche Innenstädte ein und tragen dadurch ihren Teil zur Luftverschmutzung und Verkehrsproblematik bei. Hinzu kommt eine verstärkte Nachfrage nach Online-Produkten im Privatbereich, was aktuell eine deutliche Erhöhung des Zustellverkehrs in dichtbesiedelten Misch- und Wohngebieten zur Folge hat. Möchte man auch für die Zukunft gerüstet sein, müssen neue Logistikkonzepte her.

Fahrzeugentwicklung in der Transformation: Welcher Antrieb hat Zukunft?

»Welchen Antrieb hat das Fahrzeug?« fragte mich Ilka Horstmeier, Mitglied im Vorstand der BMW AG, bei der Vorstellung unseres Fahrzeugkonzept »Vision PI« beim Ideenwettbewerb »#NEXTGen Moving Tomorrow Pitch« des Autokonzerns. Unsere Antwort darauf lautete: »Den, der bedarfsspezifisch Sinn ergibt!«. Die Fahrzeugentwicklung befindet sich im Wandel. Das Ende des fossilen Zeitalters scheint nah, wird aber nicht von heute auf morgen vonstattengehen. Der Batteriebetrieb ist zwar auf dem Vormarsch, wird aber immer wieder diskutiert und der wasserstoffgetriebene Brennstoffzellenantrieb erlebt aktuell eine neue Renaissance. Also welcher ist nun der Antrieb der Zukunft?

ARD-Themenwoche »#Wie leben. Bleibt alles anders.« – 5 Zukunftsszenarien aus der Forschung für die Praxis

Redaktion

Wie wollen wir leben? Bleibt alles anders? Einfache Antworten auf diese Fragen gibt es keine in dieser lauten und komplexen Welt. Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und hinterlässt Spuren. Wir suchen immer noch händeringend nach Auswegen aus der anhaltenden Corona-Pandemie oder Möglichkeiten, damit zu leben. In der Gesellschaft sind wir trotz »physical distancing« an vielen Stellen näher zusammengerückt, sind in der Not erfinderisch geworden und neue Wege gegangen. Andererseits herrschen angesichts der anhaltenden Krisenlage Unsicherheit und Ängste, die in Verschwörungstheorien, Corona-Leugner*innen und einem politischen Rechtsruck sichtbar werden. Die Klimakrise wurde durch die Corona-Krise zwar ein wenig an den Rand gedrängt, doch ist nicht weniger existent als vorher. Die »Fridays for Future«-Bewegung in Deutschland setzt dabei ein eindrucksvolles Zeichen für ein neues Bewusstsein der Gesellschaft, unser Leben nachhaltiger zu gestalten.

Das Elektroauto: Speicherlösung der Zukunft für die Energiewende?

Erneuerbare Energiequellen wie Windkraft, Wasserkraft oder Photovoltaik machen inzwischen rund 41 Prozent unseres Energieverbrauchs aus – Tendenz: Jahr für Jahr steigend. Die positive Wirkung auf Klima und Umwelt ist unbestritten, doch noch haben erneuerbare Energien einen entscheidenden Makel, der ihren Einsatz derzeit noch erschwert: Erneuerbare Energien können höhere Schwankungen im Stromnetz verursachen, da ihre Verfügbarkeit nicht stetig ist. Abhilfe schafft der Primärregelungsmarkt, welcher für einen schnellen Ausgleich der Stabilität des Stromnetzes verantwortlich ist. Jedoch wäre es von Vorteil, Energie für den schnellen Abruf zu speichern. Batteriespeicher von Elektrofahrzeugen können hier zu einer systemischen Lösung dieses Grundproblems der Energiewende werden. Sie können überschüssige Energien von erneuerbaren Energiequellen in kurzer Zeit speichern und bei Energiebedarf diese gespeicherte Energie wieder liefern.

Vertrauensvoll abheben: Wie Flugtaxis unsere Mobilität revolutionieren können

Die Weltbevölkerung steigt in den nächsten Jahren weiter an und unsere Städte und Ballungsräume werden weiter wachsen. Parallel dazu sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fortbewegung kontinuierlich. Die klassischen Fortbewegungsmittel, allen voran das Auto, halten nicht nur immer weniger das Versprechen von Freiheit, Unabhängigkeit
und Selbstbestimmung, sondern werden schlichtweg ineffizient.
Es ist deshalb Zeit für eine neue Ära der Mobilität, um mit einem neuen Lösungsansatz der innerstädtischen Enge zu entfliehen, bzw. der Enge in den noch leeren Luftraum zu »entfliegen«.

Prägt das Virus die Mobilität der Zukunft?

Wir schreiben das Jahr 2030 und die Mobilität in unseren Städten ist eine andere: Das Stadtbild ist geprägt von verschiedenen Mikromobilitätsangeboten, die jedem zu jeder Zeit zur Verfügung stehen und smart miteinander verknüpft sind. Die autofreie Innenstadt ist längst zur Normalität geworden. Dank der neuen Hygienestandards für alle Fortbewegungsmittel kann immer schneller auf neues Infektionsgeschehen eingegangen werden. Sharing-Dienstleistungen sind beliebt wie noch nie. Dieser Ausblick in die Zukunft könnte das Stadtbild der Zukunft beschreiben. Ist es möglich, dass das Virus uns diesem Zukunftsbild näherbringt?

Lockdown – eine schöne Bescherung für die Zustellbranche?!

Mit großen Schritten steuern wir auf das Weihnachtsgeschäft zu, das traditionell für die KEP-Branche den Jahreshöhepunkt markiert. Und dieses Jahr dürften die Kapazitätsgrenzen erneut getestet werden, denn der E-Commerce und die KEP-Branche haben enorm von der Corona-Situation profitiert. Da passt es gut, dass mein geschätzter Projektpartner Claus Zanker und ich soeben eine Broschüre zur Zukunft der Zustellarbeit erstellt haben. Im Fokus steht die KEP-Branche (Kurier-, Express- und Postdienste). Während die 30 Seiten auf das Layout und den Druck warten, gebe ich schon mal eine Kostprobe zum Inhalt.

Grüner Wasserstoff: Wie gelingt prospektives Akzeptanzmanagement?

Das Beispiel Windenergie zeigt, dass fehlende gesellschaftliche Akzeptanz zu einem echten Hindernis für die Implementierung neuer Technologien werden kann. Daraus gilt es für das Technologiefeld Grüner Wasserstoff zu lernen: Eine breite Information der Bevölkerung und vielfältige Beteiligungsmaßnahmen sollten jetzt parallel mit der technischen Entwicklung einsetzen, damit sie prospektiv wirken können und Irritationen im Vorfeld vermeiden. Der frühe Zeitpunkt, an dem sich viele Wasserstoff-Technologien heute im Hinblick auf die Umsetzung, breite Nutzung und Integration in das Energiesystem befinden, bietet den Vorteil, frühzeitig einen ganzheitlichen Blick auf die Technologie sowie den Kontext und die Prozesse ihrer Einführung werfen zu können.