Future Mobility

Transformation der Automobilindustrie als Chance: Strategische Personalplanung für Mittelständler

Im Zuge der Transformation der Automobilindustrie wird nicht nur der konventionelle durch einen elektrischen Antrieb ersetzt. Bislang wenig beachtet erlauben digitale Tools den Unternehmen außerdem, auch ihre internen Abläufe zu optimieren. So wird für mittelständische Betriebe etwa eine strategische Personalplanung mit überschaubarem Aufwand möglich und damit ein Erfolgsfaktor im Kampf um die besten Köpfe und Kompetenzen.

Innovationen bewegen – Wenn Labore zu den Menschen kommen

Was bei der früheren IAA im alten Stil die Messehallen waren, kann in Bezug auf die Wissenschaft und Forschung mit der viel zitierten Analogie des Elfenbeinturms verglichen werden: abgeschlossene Orte, die bewusst besucht werden müssen und Innovationen im künstlichen Umfeld darstellen. Damit Innovationen etwas bewegen können, müssen sie jedoch ihren Brutkasten verlassen und sich in der realen Welt beweisen. Wie kann das gelingen? Wir haben unser »Mobility Innovation Lab« für den Zeitraum der IAA Mobility in das Entwicklungsquartier »Werksviertel-Mitte« in München umgezogen. So konnten wir unsere Projekte und Ideen im realen Umfeld testen und neue Ansätze erproben, die nicht nur die Innovationen, sondern auch das Innovieren selbst zu den Menschen bringen – ganz gemäß unserem Motto »Innovationen bewegen«. Meine Erkenntnisse und Erfahrungen daraus möchte ich im Folgenden mit Ihnen teilen.

Transformation der Automobilindustrie: Wie können KMU trotzdem erfolgreich bleiben?

Zulieferer der Automobilindustrie müssen aktuell mehrere transformative Herausforderungen bewältigen. Der beginnende Siegeszug der Elektromobilität verlangt nicht nur eine Neudefinition auf Produkt-, Prozess- und Organisationsebene – er stellt gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor große strategische Aufgaben. Eine davon ist die strategische Personalplanung, die bislang noch wenig beachtet wird – dabei könnte gerade sie darüber entscheiden, ob die kühnen Transformationspläne überhaupt verwirklicht werden können.

Das Steuer in die Hand nehmen: Mit kommunalem, datengestütztem Parkraummanagement die Verkehrswende angehen

Vor knapp einem Monat war internationaler PARK(ing)Day, bei dem sich weltweit Parkflächen im öffentlichen Straßenraum zu Wohlfühloasen, Spielplätzen und Treffpunkten für Groß und Klein verwandelten. Der Aktionstag macht jährlich auf den Flächenverbrauch durch Autos aufmerksam und verdeutlicht, welche Potenziale Kommunen durch verkehrsreduzierte Straßen erschließen können. Der PARK(ing) Day zeigt auch, dass die Bevölkerung sich mehr Lebensqualität und eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums wünscht. Es lohnt sich deshalb für Kommunen, in ihren Mobilitätskonzepten ein stärkeres Augenmerk auf den ruhenden Verkehr zu legen. Das kommunale, datengestützte Parkraummanagement könnte aus der Parkraummisere eine Entwicklungschance für Städte und Gemeinden machen.

Resiliente Wertschöpfung: Wie Sie sich vorbereiten können, um die nächste Krise besser zu meistern

Resiliente Wertschöpfung – Blogreihe zum Gemeinschaftsprojekt »ResiLike«
Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie störanfällig die Liefer- und Wertschöpfungsketten unserer vernetzten Welt sind. Im Gemeinschaftsprojekt »ResiLike« (kurz für Resiliente Lieferketten) entwickeln die beiden Fraunhofer-Institute IAO und IFF Lösungsansätze für resiliente Liefer- und Wertschöpfungsketten. Ziel ist es, die Resilienz von Unternehmen zu steigern.

Die Pandemie hat uns auf drastische Weise gezeigt, dass wir es uns nicht mehr leisten können, unvorbereitet auf die nächste Krise zu warten oder diese nur durch enorme Anstrengungen und Inkaufnahme von Verlusten zu bewältigen. Die heutigen Wertschöpfungsketten sind komplexe und sensible Gebilde, die auf eine Krise vorbereitet sein müssen. Wertschöpfung läuft heutzutage Just-in-time und die Zeiten der großen Lagerhaltungen sind meistens vorbei. Daher ist es umso wichtiger, neue Ansätze zu entwickeln.

Warum Carsharing und Carrental Firmen bald »Uber-rollt« werden könnten

Der Fahrdienstvermittler Uber gilt heute schon als Pionier für ein neues Mobilitätsverhalten und bedroht das Geschäftskonzept vieler traditioneller Branchen. Doch was wir heute erleben, ist nur der Anfang einer noch größeren Umwälzung. Stellen wir uns den Flughafen BER in Berlin in zehn Jahren vor, wenn sich die Trends von heute ungebremst fortsetzen würden: Die dienstbereiten Flotten von Taxis, Carsharing- und Carrental-Anbietern dürften nahezu komplett verschwunden sein. Stattdessen finden wir vor dem Gebäude ein großes Terminal des US-amerikanischen Fahrdienstvermittlers Uber, wo am laufenden Band autonom fahrende Fahrzeuge einfahren und Fahrgäste ein- und aussteigen.
Zugegeben, dieses Szenario ist ziemlich überzogen, denn wenn klassische Carsharing- und Carrental Firmen heute schon ihre Lektion von Uber lernen, können sie ihr Geschäftsmodell zukunfts- und konkurrenzfähig machen – wenn autonom fahrende Fahrzeuge eine feste Größe in der strategischen Planung werden und wenn bestehende Kund*innen mit auf diese Reise in die Zukunft genommen werden, dann stehen Carsharing- und Carrental Firmen goldene Zeiten bevor.

Berufliche Bildung im New Normal – Quo Vadis?

Wie so vieles, hat die Pandemie auch die berufliche Bildung in Deutschland direkt betroffen. Bekannte Entwicklungsrichtungen haben sich verstärkt; zusätzlich alarmierend wirken ganz aktuelle Zahlen in Bezug auf den Rückgang von Azubi-Zahlen. Gleichzeitig sind sich alle einig, dass berufliche Aus- und Weiterbildung mit Blick auf die beschleunigte digitale Transformation ein wesentliches Aktionsfeld im strukturellen und demografischen Wandel darstellt. Grund genug, sich die aktuelle Situation einmal genauer anzusehen. Für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt ist die berufliche Bildung das grundlegende Fundament, um dem zunehmenden Innovationsdruck standzuhalten. Vor dem Hintergrund unseres Verbundprojekts BexElektro im Rahmen der InnoVET-Initiative des BMBF wollen wir in mehreren Blogbeiträgen wesentliche Themen der beruflichen Bildung und mögliche Lösungsansätze beleuchten. Wie gelingt es im Bereich Elektrotechnik mit Schwerpunkt Elektromobilität attraktive, effiziente und durchlässige Bildungswege mit hochwertigen Abschlüssen zu entwickeln? Insbesondere vor dem Hintergrund der Energie- und Mobilitätswende eine zentrale Frage, die wir im Rahmen des Projekts beantworten möchten.

E-Scooter im Stadtverkehr: Wie wir im Dialog die Kurve kriegen können

E-Tretroller oder gemeinhin bekannt als E-Scooter erhitzen die Gemüter: Sie verstopfen die Gehwege, liegen achtlos rum und gefährden den Straßenverkehr. Die Kritik ist berechtigt – schaue ich mich in den Straßen von Heilbronn um, sehe ich immer wieder umgestürzte oder falsch abgestellte Roller. Nichtsdestotrotz ist der E-Tretroller ein wichtiges Element einer gelebten Mobilitätswende und wird bei der Stadtbevölkerung immer beliebter: Sie sind flexibel einsetzbar, leicht zu bedienen und machen Spaß. Persönlich hoffe ich, dass E-Tretroller fester Bestandteil der innerstädtischen Mobilität in Deutschland werden und bleiben, doch dafür müssen einige Herausforderungen angegangen und gelöst werden.